05/04/2026
Zwischen zwei Masken steht ein Mensch, zwischen dem, was gezeigt wird, und dem, was gefühlt wird.
Die eine trägt das Gewicht all jener Tage,
an denen die Seele zu laut geschrien hat
und niemand zugehört hat.
Risse ziehen sich durch sie,
nicht weil sie schwach ist,
sondern weil sie zu viel Wahrheit getragen hat.
Die andere lächelt, makellos, leicht,
fast überzeugend.
Sie ist die Sprache der Anpassung,
geformt aus Blicken, Erwartungen,
aus dem stillen Wunsch, dazuzugehören,
ohne wirklich gesehen zu werden.
Und dazwischen:
ein Mensch, der gelernt hat,
dass Echtheit nicht immer sicher ist.
Wir verwechseln oft das Lächeln mit Glück
und die Tränen mit Schwäche,
doch beides sind nur Übersetzungen
einer Geschichte, die wir nicht lesen können.
Jeder trägt Masken,
nicht um zu täuschen,
sondern um sich selbst zu bewahren
vor einer Welt, die selten sanft genug ist,
um das Ungefilterte zu halten.
Also urteile nicht über das,
was dir gezeigt wird.
Denn das, was verborgen bleibt,
ist oft das Wahrste und zugleich das Zerbrechlichste, was ein Mensch besitzt.