24/05/2021
Mich umhüllen mit Wärme, Geborgenheit und Wohlgefühl.
Mein samtweiches Gewand aus üppig fließendem Öl überziehen.
Mich in Geschmeidigkeit und Selbstliebe gekleidet wissen.
ABHYANGAM – Die ayurvedische Ölmassage als regelmäßige Self-Care Routine.
Als Selbstmassage lässt sich Abhyangam wunderbar in Deinen Alltag integrieren.
Wie oft? – Bei guter Gesundheit gerne täglich – oder so oft es Dir möglich ist.
SELF-CARE TIPP: Beginne alle neuen Gewohnheiten mit einem regelmäßigen Rhythmus, der Dir gut machbar erscheint, ohne Dich unter Druck zu setzen, z.B. einmal pro Woche ein bewusst zelebrierter „Wellness-Samstag“. Selbstfürsorge soll Dir niemals eine zusätzliche Verpflichtung sein, sondern eine offene Einladung zu einem genussvollen Moment des Mit-Dir-selbst-Seins.
Wann? – Die klassischen Ayurveda-Schriften empfehlen, sich früh am Morgen – vor dem Duschen – mit warmem Öl zu massieren. So gehört die Abhyangam zur sogenannten Dincharya, der ayurvedischen Morgenroutine. Vielleicht bietet sich in Deinem persönlichen Tagesablauf aber eher der Abend an? – Wunderbar, dann gönnst Du Dir die Massage eben am Abend!
Wo? – in einem angenehm warmen Raum, wo Du Dich ungestört fühlst. Breite am Boden ein altes Handtuch aus, das Dir als Unterlage dient.
Welches Öl? – Du brauchst etwas warmes Öl (ca. eine halbe Tasse voll). Wichtig ist, auf eine hochwertige Qualität des Öls zu achten (Bio, nativ). Jojoba-Öl ist ein gutes Basis-Öl, das für die meisten Menschen zur Massage gut geeignet ist. Für Vata-dominante Typen, Menschen, die z.B. leicht frieren und zu Unruhe, Sorgen und Erschöpfung neigen, sind auch Öle auf Sesam-Öl-Basis empfehlenswert. Im Sommer oder für Menschen mit übermäßiger Hitze im Körper (oder auch im übertragenen Sinne bei hitzigem Gemüt) kann Kokosöl besonders wohltuend sein.
>> Es gibt auch hochwertige medizinierte Ayurveda-Öle (erhältlich in Wien z.B. bei Kerala Ayurveda Shop in der Neubaugasse). Gerne berate ich Dich bei einem persönlichen Ayurveda-Termin in meiner PRAXIS LIBERATO (1180 Wien www.liberato.at ) dazu, welches Öl speziell für Dich am Besten ist.
Wie? – Wärme das Öl auf eine Temperatur, die Dir – an deinem Unterarm getestet – angenehm warm, aber nicht zu heiß erscheint: Stell das Öl in einem hitzebeständigen Gefäß (z.B. Milchkännchen) für ein paar Minuten ins heiße Wasserbad (während Du z.B. Zähne putzt).
Beginne nun die Massage: Schütte etwas Öl in deine Hand und verteile das Öl um Deinen Nabel. Der Nabel, heißt es im Ayurveda, nährt den ganzen Körper. Verteile das Öl in kreisenden Bewegungen auf Deinem Bauch, deiner Brust, deinen Hüften. Wandere dann weiter zu Armen, Beinen und Füßen. Massiere dabei um die Gelenke in runden Bewegungen; zwischen den Gelenken in langen, langsamen Ausstrichen vom Herzen weg.
Vielleicht zunächst ungewohnt, aber unglaublich wohltuend, wenn Du Dich darauf einlässt: Massiere auch Deinen Kopf, Deine Ohren, Dein Gesicht: Verteile eine Handvoll warmes Öl auf deinem Scheitel, der Kopfkrone, und beginne das Öl richtiggehend in die Kopfhaut „einzuarbeiten“ – wie Haarewaschen, nur mit Öl 😉
Und dann? – 10-20 Minuten einwirken lassen, warm abduschen (keine oder neutrale Seife), … und gut fühlen!
Mein besonderer TIPP zum Abschluss: Verlass Dich ganz auf Dein Gefühl! Du kannst nichts falsch machen. Du kannst mit der Abhyangam wirklich nur alles richtig machen!
Lass mich wissen, ob Dir dieser Beitrag hilfreich war. Ich freue mich, von Dir zu hören!