07/03/2026
Gut ist es gegangen.
Auch wenn die letzten 3 Wochen sehr herausfordernd waren, so war ich mit dem heutigen Ergebnis der österreichischen Meisterschaften äußerst zufrieden.
Vor mehr als 3 Wochen stoppte nicht nur eine Aduktorenzerrung meine Ambitionen bezüglich der Vorbereitungen auf die Europameisterschaften in Torún/Polen, sondern auch die schwere Erkrankung meiner lieben Frau Eva (Prolymphozytenleukämie T-Zell-Typ).
So viel nicht nur das Training aus, sondern auch die optimale Zellfunktion meiner Zellen, denn sie waren und sind ja ständig um die Wiederherstellung bzw. Genesung meiner lieben Frau bemüht.
So war heute in der Früh die Situation bezüglich der sportlichen Leistungen sehr ungewiss.
Nach einer sehr kalten Fahrt mit dem Tretroller zur U-Bahn war das Aufwärmen auf dem Laufband der erste Test, ob die Verletzung ausgeheilt ist.
Beim leichten Laufen spürte es sich an, als ob es noch nicht ganz fertig war, aber wir werden ja sehen.
Beim Hochsprung schaffte ich beim Einspringen gleich 1,30 m.
Ich war völlig verblüfft.
Und beim Wettkampf waren die 1,30 kein Problem, die 1,35 wie immer ganz knapp mit dem Hintern gestreift.
So wurde ich Zweiter - der Erste sprang 1,35.
Der anschließende 60 Meter Lauf war nur als Aufwärmen für den Weitsprung gedacht - so wurden 10,45 sec daraus und damit der 5. Platz.
Der Weitsprung überraschte mich ganz besonders, da ich mich genau hier eben verletzt hatte.
So war der erste Versuch mit 3,70 als Sicherheitssprung ok, auch wenn er enorm gezappelt war.
Aber die nächsten 5 Versuche waren genial, auch wenn sie ganz leicht übertreten waren - alle Versuche zwischen 4,30 und 4,50.
Ich war äußerst zufrieden, auch wenn ich hier auch nur Zweiter geworden bin.
Langsam aber sicher kommt das Gefühl zurück, wirklich vom Absprungbalken abzuheben.
Auch wenn die Anlaufgeschwindigkeit aus Sicherheitsgründen ziemlich langsam war, so war das Fluggefühl zumindest im Ansatz wieder gegeben.
Jedenfalls lässt das für die kommende Europameisterschaft viel Hoffnung aufkommen, denn ich kann ja noch 3 Wochen Anlauf trainieren.
Und dann der Kugelstoß - 10,40 m überraschte nicht nur mich, sondern auch alle Mitbewerber. So weit ging es schon lange nicht mehr.
Und die Goldene war damit gewonnen.
Und ein ganz besonderer Gast als Zuschauer gratulierte mir gleich als Erster - mein Bruder Alfred, der sich bei den 60jährigen auch im Kugelstoß versuchte.
Es war einfach schön, wieder etwas Boden unter den Füssen bekommen zu haben, denn es ist wahrscheinlich sehr verständlich, dass die Situation mit meiner lieben Frau Eva emotional nicht unbedingt eine einfache ist.
Wir werden wie im Sport alles daran setzen, dass es den Zellen wieder gut geht.