15/05/2025
Was ist eine Atemnot?
Der Zustand einer Atemnot wird als Dyspnoe bezeichnet.
Die normale Atemfrequenz in Ruhe liegt bei der Katze bei 20-40 Atemzügen und beim Hund beim 10-30 Atemzüge pro Minute.
Atembeschwerden können sich sehr unterschiedlich zeigen.
Zu Beginn sind diese Anzeichen in Ruhe oft noch nicht sichtbar, jedoch wenn sich die Tiere anstrengen wie beim Spazieren gehen, Spielen oder Fressen können sich die ersten Symptome zeigen.
Möglich sind geweitete Nasenflügel bei der Atmung, die Anzahl der Atemzüge pro Minute kann erhöht sein, die Bewegungen des Brustkorbes oder des Bauches können viel stärker aussehen als normal.
Diese Patienten wollen sich oft nicht hinlegen. Oft stehen oder sitzen sie mit abgespreizten Ellbogen. Hunde strecken oft den Hals nach vorne.
Bei der Katze ist die Maulatmung ein deutlicher Hinweis für eine Atemnot, Ausnahme ist eine verstopfte Nase bei Schnupfen.
Die Schleimhaut im Maul ist normalerweise rosa, bei einer Atemnot kann sie sich bläulich verfärben da zu wenig Sauerstoff im Blut vorhanden ist.
Anfangs kann auch Fieber, Gewichtsverlust durch schlechteres Fressen, etwas müder Allgemeinzustand oder Husten vorhanden sein.
Die Ursachen können sehr unterschiedlich sein. Es können Krankheiten im Nasen-Rachen-Raum, im Kehlkopfbereich, in der Luftröhre, in der Lunge oder im Brustkorb sein.
Es kann von einem Fremdkörper im Rachenraum über eine Lungenentzündung bis hinzu Wasser auf der Lunge gehen. Alle Ursachen bewirken, dass zu wenig Sauerstoff ins Blut aufgenommen werden kann. Somit werden Organe wie Leber, Gehirn, Herz und Muskulatur mit zu wenig Sauerstoff versorgt.
Egal welche Ursache die Atemnot hat, dies ist ein sehr anstrengender und belastender Zustand für das Tier. Von betroffenen Menschen wird es als sehr angsteinflössend und lebensbedrohlich empfunden.
Die erste wichtige Therapie bei diesen Patienten ist die Gabe von reinem Sauerstoff über eine Maske oder einen speziellen Sauerstoffkäfig, damit sich die Sauerstoffaufnahme in den Kreislauf der Tiere verbessert und so die Atemnot abnimmt.
Aufgrund der Art der Atemnot und der klinischen Untersuchungen können erste Rückschlüsse auf die Ursache gestellt und mit einer Therapie begonnen werden.
Jedoch sind weitere Untersuchungen wie Röntgen, Ultraschall und Blutuntersuchungen enorm wichtig um eine genaue Diagnose zu stellen und somit eine gezieltere Therapie zu beginnen. Viele Krankheiten, welche eine Atemnot bewirken, können lebensbedrohliche Zustände verursachen.
Aufgrund dessen ist eine schnelle und möglichst stressarme weitere Vorgehensweise wichtig, um die besten Aussichten zu haben.
Diese Untersuchungen und notwendigen Therapien erfordern den Besuch einer gut ausgerüsteten Tierklinik oder Praxis.
Falls sich Ihr Haustier in einer solchen Situation befindet und Sie sich unsicher sind, können Sie uns gern kontaktieren, damit wir das bestmöglichen weiter Vorgehen für Ihr Tier besprechen können.