06/10/2021
Hast du schon mal von der "Wunderfrage" gehört? Als ich in meiner Weiterbildung zur Systemischen Beraterin das erste Mal von der Wunderfrage gehört hab, konnte ich mir nicht vorstellen, dass diese Wunderfrage wirklich hilfreich sein würde. Boy was I wrong. 😲
Die Wunderfrage geht zurück auf Steve de Shazer und Insoo Kim Berg, die Begründer der "Lösungsorientierten Kurztherapie" (Solution Focused Brief Therapie (SFBT/SFT). Die beiden nutzten die Wunderfrage, um mit ihren KlientInnen und PatientInnen auf eine kreative, "wundervolle" Art und Weise über Lösungen, statt über Probleme zu sprechen.
Die Wunderfrage ist vor allem dann hilfreich, wenn KlientInnen so tief in ihrem Problem stecken, dass es ihnen gar nicht möglich ist, über Lösungen zu sprechen.
Die Wunderfrage:
💡lädt dazu ein sich vorzustellen, wie die Zukunft ohne das Problem aussehen würde, ohne, dass direkt gehandelt werden müsste (erstmal handelt es sich nur ein Gedankenexperiment)
💡 sie hilft KlientIn und BeraterIn zu verstehen, was der Klient erreichen möchte. Sie hilft also dabei, Therapie/Beratungsziele zu formulieren.
💡 sie dient als emotionale Erfahrungen, wie es sich anfühlen/aussehen/anhören könnte, wenn das Problem gelöst wäre. Dadurch wird die Lösung (wenigstens für den Moment) ein bisschen real und das ist häufig bereits der erste Schritt hin zur Lösung.
➡️ Und hier ist sie, die berühmte Wunderfrage: "Angenommen, es würde eines Nachts, während du schläfst, ein Wunder geschehen und das Problem, weswegen du hier bist, wäre gelöst.
Wie würdest du das merken? Was wäre anders?"
(... gefolgt von vielen weiteren Fragen, um möglichst tief in das Wunder einzutauchen)
❓Kannst du dir vorstellen, dass diese "simple" Frage zum Durchbruch führen kann? Ich bin gespannt auf deinen Kommentar.