07/02/2026
Ich bin freiberufliche Hebamme und begleite Frauen in der Schwangerschaft und im Wochenbett. Diese Arbeit geht mir nah. Vertrauen, Tränen, Erleichterung – all das teile ich mit den Familien. Dafür bin ich Hebamme geworden.
Aber ich arbeite oft am Limit. Viel Verantwortung, volle Tage, unzählige unbezahlte Stunden im Hintergrund. Ich muss Anfragen ablehnen, obwohl ich weiß, wie sehr Unterstützung fehlt. Dieses schlechte Gewissen bleibt.
Ich mache diesen Beruf mit Herz. Doch Herz allein zahlt keine Miete und schützt nicht vor Erschöpfung.
Deshalb fordere ich von Politik und GKV:
eine faire, auskömmliche Vergütung, die auch Vor- und Nacharbeit realistisch abbildet
weniger Bürokratie und einfache, verlässliche Abrechnung
Absicherung bei Krankheit, Urlaub und Ausfällen
echte Wertschätzung für die Arbeit auch außerhalb des Kreißsaals
Rahmenbedingungen, die es mir erlauben, gesund und langfristig Hebamme zu bleiben
Ich will meine Arbeit gut machen. Aber dafür braucht es ein System, das mich dabei trägt – nicht ausbrennt. .soeder .warken