25/02/2026
„Es gibt eine gewisse Grenze, wie weit du deinen Körper antreiben kannst; es geht nicht unbegrenzt. Vielleicht arbeitest du zu hart. Für andere mag es gar nicht so hart aussehen, aber das ist nicht der Punkt. Dein Körper hält vielleicht nicht so viel aus; er braucht möglicherweise mehr Ruhepausen. Und das Endergebnis wird das gleiche sein. Anstatt zwei bis drei Wochen sehr hart zu arbeiten und dann anschließend zwei bis drei Wochen völlig flach zu liegen, könntest du auch sechs Wochen durcharbeiten und die Arbeit auf die Hälfte reduzieren. Das ist doch eine einfache Arithmetik, oder?
Wenn du dich zu sehr antreibst, ist das sehr gefährlich, denn es kann viele subtile Abläufe in deinem Körper stören. Wenn du dich ständig überarbeitest, wirst du erschöpft und deprimiert sein und musst dich ins Bett legen – und dann fühlst du dich auch noch schlecht deswegen! Reduziere stattdessen dein Tempo, beweg dich langsamer – mach überhaupt alles langsamer. Ändere zum Beispiel deine Art zu gehen. Geh langsamer, atme langsamer, sprich langsamer, iss langsamer. Wenn du normalerweise zwanzig Minuten zum Essen brauchst, nimm dir vierzig Minuten dafür Zeit. Lass dir mehr Zeit im Bad. Wenn du normalerweise zehn Minuten brauchst, nimm dir zwanzig Minuten. Insgesamt sollten alle Aktivitaten mit der halben Geschwindigkeit ablaufen.
Und es geht dabei nicht nur um deine beruflichen Aktivitäten. Dein ganzer Tagesablauf sollte sich verlangsamen. Du solltest vierundzwanzig Stunden lang dein Tempo auf ein Minimum, auf die Hälfte zurückschrauben. Dein gesamtes Lebensmuster, dein ganzer Lebensstil sollte sich ändern. Sprich langsamer, ja, lies sogar langsamer, denn der Verstand neigt dazu, alles auf die gleiche Art und Weise zu tun.”
Aus:
Osho - A Rose is a Rose is a Rose