17/01/2026
2 0 J A H R E
– und nun bewegt sich endlich etwas.
Ich arbeite seit fast zwanzig Jahren als Coach für Hundehalter*innen. Und ja: Es freut mich ehrlich und zutiefst, dass es heute immer mehr Menschen gibt, die Hunde so begleiten, wie ich es seit all diesen Jahren tue – respektvoll, gewaltfrei, fachlich fundiert und ohne den Umweg über Angst oder Strafe.
Trotzdem wünsche ich mir, dass genau diejenigen hinschauen, die sich bis heute entziehen: Trainer*innen, die an Dominanzkonstrukten festhalten, Kontrolle mit Beziehung verwechseln, mit Fachbegriffen argumentieren, ohne sie wirklich zu verstehen, und positives Training noch immer als weich, naiv oder ungeeignet abwerten.
Was hier sichtbar wird, ist etwas völlig anderes. Aktuelles Wissen, saubere Praxis und klare Beispiele zeigen, wie echte Kooperation entsteht – auch mit traumatisierten, hoch erregten oder jagdlich motivierten Hunden. Nicht durch Anpassung über Druck. Sondern durch Lernen ohne Angst, durch Verlässlichkeit und durch Fairness.
Die Frage, ob das funktioniert, stellt sich längst nicht mehr. Sie ist fachlich beantwortet. Was bleibt, ist die unbequeme Frage: Warum halten so viele weiterhin an straf- und druckbasierten Methoden fest? Warum werden Narrative verteidigt, die längst widerlegt sind und trotzdem weiter Schaden anrichten?
Aufklärung verändert Entscheidungen. Ich erlebe täglich, wie immer mehr Hundehalter*innen bewusst andere Wege wählen. Und genau dort beginnt Veränderung: Wenn Gewalt nicht mehr nachgefragt wird, verliert sie ihre Legitimation.
Es ist Zeit für einen echten Richtungswechsel. Jetzt. Das Symposium „Gegen Gewalt im Hundetraining“ steht genau für diesen Wandel – und für eine Haltung, die Hunde endlich als das behandelt, was sie sind: lernende, fühlende Individuen.
www.stresslessdogs.de
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