03/03/2026
Der Kulturkampf und die damit verbundene Entrechtung von trans* Personen in den USA nimmt weiter Fahrt auf:
Der US-Präsident machte in seiner Rede zur Lage der Nation wieder einmal Stimmung gegen trans* Menschen und sprach sich für ein Verbot von geschlechtsangleichenden Maßnahmen für trans* Jugendliche aus.
Das US-Verteidigungsministerium (Ministery of War) hat eine Regelung für die US-Pfadfinder erlassen, um trans* Jugendliche auszuschließen. Auf Bewerbungsformularen sollen künftig nur männlich und weiblich als Kategorien stehen, und diese müssen mit dem Eintrag auf der Geburtsurkunde übereinstimmen. Das bedeutet praktisch, dass trans* Jugendliche nicht mehr entsprechend ihres Geschlechts teilnehmen können. Zudem sollen Jungen und Mädchen nach "biologischem" Geschlecht getrennte Sanitär- und Unterbringungsbereiche nutzen. Statt einem Abzeichen für das Verständnis für Vielfalt und ethische Führung gibt es künftig eines für militärischen Dienst.
Der Staat Kansas hat die Fahrzeugpapiere und Führerscheine von trans* Personen in Kansas per Gesetz für ungültig erklärt. Diese müssen ab sofort dem bei Geburt zugewiesenem Geschlecht entsprechen und bisherige Papiere zurückgegeben werden. Wer mit bisherigen Papieren erwischt wird, droht heftige Strafe: bis zu 6 Monate Gefängnis (entsprechend dem "biologischen" Geschlecht) und 1000 $ Strafe. Zusätzlich kam mit dem Gesetz eine Regelung, dass man in Kansas künftig 1000$ Schadensersatz von trans* Personen einklagen kann, wenn diese die für sie richtigen Toiletten benutzen und man sie dort trifft.
Die USA gehen damit den gleichen Weg, den Russland schon vor einigen Jahren gegangen ist und drängen queere Menschen in die Unsichtbarkeit und Illegalität.
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