03/02/2026
👀 Ein Fall aus der Praxis zeigt eindrücklich, warum regelmäßige Augenvorsorge entscheidend ist. Auch dann, wenn subjektiv „alles in Ordnung“ scheint.
🙋🏼♀️ Eine Kundin kam zur Routineuntersuchung in ein Augenoptikgeschäft. Ihre Messwerte wirken zunächst weitgehend unauffällig: Visus beidseitig 0,8 und der Augeninnendruck im Normalbereich.
Seit fünf Jahren war sie nicht beim Augenarzt. Gleichzeitig berichtete sie, dass sich ihr linkes Auge „langsamer einstellt“. Ihr Hausarzt hatte sie daraufhin zur Brillenanpassung verwiesen, da ein Augenarzttermin lange Wartezeiten bedeutet hätte. Beim Augenoptiker vor Ort entschied sie sich kurzfristig für einen Augen-Check-Up. Zum Glück, wie sich später herausstellte.
🔍 Am rechten Auge zeigte sich kein auffälliger Befund. Links fiel sofort eine Auffälligkeit unterhalb des Sehnervenkopfes auf: eine weiß-gräuliche Erhebung der Netzhaut mit erkennbarer dunklerer Struktur darunter. Die Kundin wurde umgehend in eine Klinik überwiesen.
👁️ Dort wurde ein Aderhautmelanom diagnostiziert. Ein Aderhautmelanom ist ein sehr seltener Tumor im Auge. Er entsteht in der Aderhaut, einer Schicht, die das Auge mit Blut versorgt. Die weiterführende Diagnostik ergab keine Metastasen, ein entscheidender Befund, da diese Tumorart schnell streuen kann. Wäre die Abklärung erst in einigen Monaten erfolgt, hätte die Erkrankung möglicherweise bereits ein deutlich fortgeschritteneres Stadium erreicht.
👩🏻⚕️ Dank der schnellen Weiterleitung in die augenärztliche Behandlung konnte die Kundin rechtzeitig versorgt werden. Auch wenn die Sehleistung nach dem Eingriff eingeschränkt ist, ist sie sehr dankbar, dass die Erkrankung früh erkannt und ohne Verzögerung behandelt werden konnte.