Palliative-Praxis-Schulung

Palliative-Praxis-Schulung Kompetenz ist Zukunft!

Qualifizierte Weiterbildungsangebote in den Bereichen Palliative Care, Hospizarbeit, Demenz, Schmerzmanagement, Mimikresonanz, Mesource und mehr: www.palliative-praxis-schulung.de Qualifizierte Weiterbildungsangebote in den Bereichen Palliative Care und Hospizarbeit, Schmerzmanagement, Curriculum Palliative Praxis und mehr unter: www.palliative-praxis-schulung.de
Beispiele für Kursthemen:
- Umgang mit Sterben, Tod und Trauer
- Umgang mit Schmerz - Beratung
- Therapie/Pflege und Begleitung in der Sterbephase
- Demenz

- Pflege für Angehörige
- die letzten Dinge regeln
- Patientenverfügung / Vorsorgevollmacht

- Nähe und Distanz in der Betreuung
- Kommunikation - Sprache hat viele Gesichter
- Biographiearbeit

- Palliative Begleitung - Was ist das?
- Spirituelle Begleitung bei Schwerkranken
- Hospiz (was ist das?) Hospizverein - kostenlose Begleitung

- kostenlose Beratung für pflegende Angehörige
(welche Hilfen gibt es und wie bekomme ich sie)

Weitere Themen gerne auf Anfrage oder ganz auf den Bedarf Ihrer Einrichtung abgestimmt.

22/02/2026

„Geh“-danken – wenn Menschen sich auf den letzten Weg machen

In der Palliative Care erleben wir das „Gehen“ in seiner tiefsten Dimension.
Nicht als Weglaufen – sondern als Hinübergehen.

Sterben ist kein medizinisches Versagen.
Es ist ein existenzieller Prozess.

Wir sehen die körperlichen Zeichen:
zunehmende Schwäche, Rückzug, veränderte Atmung, weniger Bedarf an Nahrung, das Loslassen äußerer Bezüge.

Und wir spüren die seelischen Bewegungen:
Lebensrückblick, Versöhnungswünsche, das Bedürfnis nach Nähe – oder nach Stille.

„Geh“-danken sind für mich jene heiligen Momente,
in denen wir wahrnehmen dürfen:
Hier ordnet sich etwas.
Hier wird losgelassen.
Hier wird vielleicht Frieden geschlossen – mit sich, mit anderen, mit Gott.

Unsere Aufgabe ist nicht, das Gehen zu verhindern.
Unsere Aufgabe ist es, Symptome zu lindern, Angst zu nehmen, Würde zu schützen –
und den Raum zu halten.

Manchmal ist Begleitung einfach:
Da sein.
Aushalten.
Mitgehen bis zur Schwelle.

Ich erlebe es oft so: Wenn wir das Sterben nicht mehr bekämpfen, sondern begleiten, wird es stiller – und oft auch tröstlicher.

Welche „Geh“-danken begegnen euch in eurer Begleitung?
Was empfindet ihr als besonders heilig oder berührend in diesen letzten Wegstücken?

FACHWEITERBILDUNG PALLIATIVE CARE (160 Std.)LERNEN MIT URLAUBSAMBIENTE IM ALLGÄU Du möchtest Dich fachlich fundiert im B...
21/02/2026

FACHWEITERBILDUNG PALLIATIVE CARE (160 Std.)
LERNEN MIT URLAUBSAMBIENTE IM ALLGÄU

Du möchtest Dich fachlich fundiert im Bereich Palliative Care weiterqualifizieren – und dabei in inspirierender Umgebung lernen?

Wo? - Roßhaupten im Allgäu
Wann? 4 Blockwochen | 20.07.2026 – 05.03.2027

1. KW 20.07. – 24.07.2026
2. KW 05.10. – 09.10.2026
3. KW 07.12. – 11.12.2026
4. KW 01.03. – 05.03.2027

Zertifiziert nach § 39a SGB V (DGP/DHPV anerkannt)

Diese Weiterbildung vermittelt Dir umfassende pflegerisch-medizinische, psychosoziale, ethische und spirituelle Kompetenzen für die Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen – ganzheitlich, praxisnah und auf hohem fachlichen Niveau

✨ Mit namhaften Referenten
✨ Projektarbeit statt klassischer Prüfung
✨ Zertifikat vom Zentrum für Palliativmedizin Bonn
✨ Lernen in traumhafter Alpen- und Seenlandschaft

Kombiniere Bildung und Erholung – „Lernen mit Urlaubsambiente“

Teilnahmevoraussetzung:
examinierte Pflegefachkraft mit mind. 2 Jahren Berufserfahrung

Kursgebühr: 1.995 € (Ratenzahlung möglich)
Bewerbung bis 15.06.2026 an:
bewerbung@palliprax.de

Ich freue mich auf engagierte Pflegefachkräfte, die ihre Haltung, Fachlichkeit und Handlungssicherheit in der palliativen Versorgung vertiefen möchten.

Wenn Zeit kostbar wird… und das Wesentliche plötzlich ganz leise wird.Wenn Zeit kostbar wird, verändert sich der Blick.T...
21/02/2026

Wenn Zeit kostbar wird
… und das Wesentliche plötzlich ganz leise wird.

Wenn Zeit kostbar wird, verändert sich der Blick.
Termine verlieren an Bedeutung. Zahlen auch. Diagnosen ebenso.

Was bleibt, ist der Mensch.
Mit seinem Atem.
Seinen Fragen.
Seiner Angst.
Seiner Hoffnung.
Seiner Geschichte.

Ich erinnere mich an eine alte Dame auf der Palliativstation.
Die Krankheit war weit fortgeschritten. Medizinisch konnten wir nichts mehr „reparieren“.

Aber wir konnten ihr die Schmerzen nehmen.
Wir konnten ihre Hand halten.
Wir konnten das Fenster öffnen, damit sie noch einmal die Abendluft spürt.

An einem Abend sagte sie leise:
„Jetzt ist es gut. Jetzt habe ich keine Angst mehr.“

In diesem Moment wurde mir wieder bewusst:
Palliative Care bedeutet nicht, dass nichts mehr geht.
Es bedeutet, dass etwas anderes zählt.

Wenn Zeit kostbar wird, geht es um Würde.
Um Nähe.
Um ehrliche Gespräche.
Um das Aushalten von Stille.
Um das Dasein.

Es geht darum, Symptome zu lindern – Schmerzen, Angst, Luftnot, Unruhe.

Aber es geht genauso um die leisen Dinge:
ein Lieblingslied,
ein vertrauter Duft,
eine versöhnende Begegnung,
ein letzter Satz, der noch gesagt werden möchte.

Palliativ- und Hospizarbeit ist kein Aufgeben.
Sie ist eine bewusste Entscheidung für Menschlichkeit bis zuletzt.

Was würde für dich wichtig werden, wenn Zeit kostbar wird?
Was sind deine Erfahrungen – beruflich oder persönlich – in Momenten, in denen Heilung nicht mehr möglich war?
Was hat in diesen Augenblicken wirklich gezählt?

Rente mit 70 – ein Beschluss auf dem Rücken derer, die längst am Limit sind„Rente mit 70“ wird als notwendige Reform ver...
19/02/2026

Rente mit 70 – ein Beschluss auf dem Rücken derer, die längst am Limit sind

„Rente mit 70“ wird als notwendige Reform verkauft. Als vernünftige Antwort auf den demografischen Wandel. Als alternativlos.

Doch wer spricht mit den Menschen, die diese zusätzlichen Jahre körperlich tragen sollen?

Ich arbeite nicht mehr im regulären Pflegedienst. Aber ich begleite weiterhin schwerkranke und sterbende Menschen, pflege meine Mitschwester – und in jedem einzelnen Kurs höre ich dasselbe: Erschöpfung. Schmerzen. Zweifel, wie lange der eigene Körper noch mitmacht.

Pflegekräfte, die nicht wissen, wie sie die aktuelle Altersgrenze erreichen sollen.
Und nun sollen es noch einmal mehrere Jahre mehr sein?

Die Realität ist keine Statistik.
Sie ist Schichtdienst. Sie ist Heben und Lagern. Sie ist Personalmangel. Sie ist Verantwortung am Lebensende. Sie ist körperlicher Verschleiß und seelische Dauerbelastung.

Ja, die Lebenserwartung steigt.
Aber die gesunden Lebensjahre steigen nicht im gleichen Maß.
Der Körper lässt sich nicht politisch verlängern.

Eine pauschale Rente mit 70 ignoriert Unterschiede in Lebensläufen. Sie tut so, als sei es gleich, ob jemand Jahrzehnte im Büro gearbeitet oder im Dreischichtsystem schwere körperliche Arbeit geleistet hat. Das ist keine Gerechtigkeit – das ist Gleichmacherei zulasten derer, die ohnehin am meisten tragen.

Wer früh ins Berufsleben startet, zahlt länger ein.
Wer körperlich arbeitet, verschleißt schneller.
Und genau diese Menschen sollen am längsten durchhalten.

Das Signal ist deutlich:
Solange jemand leistungsfähig ist, ist er systemrelevant.
Wenn die Leistungsfähigkeit nachlässt, wird sie zur Rechengröße.

Rente ist kein Luxus.
Sie ist der verdiente Übergang nach Jahrzehnten der Arbeit.
Ein Abschnitt, in dem ein Mensch nicht mehr funktionieren muss.

Wenn dieser Zeitpunkt immer weiter nach hinten verschoben wird, verlängern wir nicht das Leben – wir verlängern die Erschöpfung.

Meine Frage an euch:
Wie soll eine gerechte Rentenregelung aussehen, die körperliche und seelische Belastung wirklich berücksichtigt – und nicht nur Durchschnittswerte?

19/02/2026

Die kleinen Zeichen am Lebensende

Manchmal kündigt sich das Sterben nicht laut an.
Es sind die leisen Veränderungen, die wir wahrnehmen.

Der Blick wird weicher oder geht „durch uns hindurch“.
Die Hände suchen weniger Halt – oder noch einmal ganz bewusst.
Menschen sprechen von längst Verstorbenen, von „nach Hause gehen“, von einer Reise.
Der Schlaf wird tiefer, die Kräfte schwinden, Worte werden weniger.

Und doch wird oft etwas anderes stärker:
Ein letzter klarer Moment.
Ein versöhnender Satz.
Ein Lächeln.
Ein Innehalten im Raum.

Mich berühren besonders diese Übergangsmomente –
wenn Unruhe plötzlich Frieden wird.
Wenn jemand, der lange gekämpft hat, loslassen kann.
Oder wenn Angehörige spüren: Jetzt ist es gut.

Welche kleinen Zeichen nehmt ihr wahr, wenn sich ein Sterbeprozess ankündigt?
Und welche Erfahrungen haben euch besonders berührt?

Lasst uns voneinander lernen – achtsam, respektvoll und getragen von unserer gemeinsamen Haltung.

Heute beginnt die Fastenzeit. In vielen Gottesdiensten hören wir die Worte:„Gedenke, Mensch, dass du Staub bist und zum ...
18/02/2026

Heute beginnt die Fastenzeit. In vielen Gottesdiensten hören wir die Worte:

„Gedenke, Mensch, dass du Staub bist und zum Staub zurückkehren wirst. Kehr um und glaube an das Evangelium.“

Gerade in unserer Arbeit in der Palliativ Care und Hospizarbeit bekommen diese Worte eine besondere Tiefe.

Wir begegnen der Vergänglichkeit nicht theoretisch, sondern ganz konkret: in brüchigen Körpern, in Abschieden, in leisen letzten Atemzügen. „Staub“ erinnert uns daran, wie zerbrechlich und endlich unser Leben ist – und zugleich, wie kostbar. Denn was begrenzt ist, bekommt Gewicht. Jeder Tag, jede Berührung, jedes ehrliche Gespräch.

Für uns heißt „Umkehr“ vielleicht nicht moralische Strenge, sondern Hinwendung:
• Hinwendung zu den Menschen, die uns anvertraut sind.
• Hinwendung zu dem, was im Angesicht des Sterbens wirklich zählt.
• Hinwendung auch zu uns selbst – zu unserer eigenen Endlichkeit.

„Glaube an das Evangelium“ kann in unserer Begleitung bedeuten: Hoffnung inmitten von Ohnmacht. Würde inmitten von Abbau. Liebe, die nicht endet, auch wenn das Leben endet.

Fastenzeit kann für uns heißen: bewusster werden. Ballast loslassen. Uns fragen, was trägt – in unserer Arbeit und in unserem eigenen Leben.

Vielleicht ist es gerade unsere tägliche Nähe zum Tod, die uns lehrt, das Leben achtsam zu halten.

In diesem Sinne wünsche ich uns eine Zeit der inneren Sammlung, der Klarheit und der leisen Hoffnung

Wenn Angehörige ‚nicht loslassen können‘ – wie begleiten wir das?In der Begleitung erleben wir es immer wieder: Der ster...
17/02/2026

Wenn Angehörige ‚nicht loslassen können‘ – wie begleiten wir das?

In der Begleitung erleben wir es immer wieder: Der sterbende Mensch wirkt innerlich bereit – ruhiger, zurückgezogener, vielleicht schon sehr bei sich. Und daneben stehen An- und Zugehörige, die festhalten. Die kämpfen. Die noch etwas brauchen. Ein Gespräch. Ein Zeichen. Ein Wunder.

„Er darf noch nicht gehen.“
„Sie muss doch noch durchhalten.“
„Wir sind noch nicht so weit.“

Manchmal wird dann schnell vom „Nicht-loslassen-können“ gesprochen. Doch ich frage mich immer wieder: Geht es wirklich ums Loslassen – oder geht es um Angst? Um Schuld? Um Unerledigtes? Um die schlichte Überforderung, einen geliebten Menschen gehen zu sehen?

Für mich beginnt Begleitung hier mit Verstehen statt Bewerten. An-und Zugehörige brauchen oft genauso viel Halt wie die Sterbenden selbst. Vielleicht sogar mehr, weil sie bleiben müssen. Vielleicht kämpfen sie nicht gegen den Tod – sondern gegen ihre eigene Ohnmacht.

Hilfreich erlebe ich es, Raum zu geben:
Was macht Ihnen gerade am meisten Angst?
Gibt es noch etwas, das unbedingt gesagt werden sollte?
Was würde Ihrem Herzen helfen, ein Stück Frieden zu finden?

Manchmal verändert sich etwas, wenn ausgesprochen werden darf, was bindet. Und manchmal bleibt das Festhalten – und auch das darf sein. Nicht jeder Abschied ist leise und friedlich. Nicht jeder Mensch kann sofort „Ja“ sagen.

Ich glaube, unsere Aufgabe ist nicht, das Loslassen zu beschleunigen. Sondern Sicherheit zu geben. Da zu sein. Zu erklären, was im Sterbeprozess geschieht. Zu vermitteln, dass Liebe nicht endet, wenn ein Körper geht.

Mich würde sehr interessieren:
Wie erlebt ihr solche Situationen?
Habt ihr Worte oder Haltungen, die euch helfen?
Was hat sich in eurer Begleitung bewährt?

Selbstfürsorge in der Begleitung – was trägt uns eigentlich?Wir begleiten Menschen an den sensibelsten Punkten ihres Leb...
16/02/2026

Selbstfürsorge in der Begleitung – was trägt uns eigentlich?

Wir begleiten Menschen an den sensibelsten Punkten ihres Lebens. Wir hören letzte Worte, halten Hände, sitzen Stille aus, tragen Tränen mit. Und manchmal gehen wir nach Hause und merken: Ein Teil davon ist bei uns geblieben.

Selbstfürsorge ist für mich deshalb kein Luxus und kein „Wellness-Thema“, sondern eine Haltung. Sie beginnt damit, ehrlich wahrzunehmen: Was macht das gerade mit mir? Wo bin ich berührt, wo vielleicht auch erschöpft, hilflos oder traurig?

Mich trägt der Austausch – dieses ehrliche Miteinander, in dem nicht nur Fachliches Platz hat, sondern auch das, was zwischen den Zeilen geschieht. Mich trägt auch mein Glaube, das Wissen, dass ich nicht alles halten und lösen muss. Dass ich begleiten darf, aber nicht retten muss. Und dass jeder Weg letztlich größer ist als mein eigenes Tun.

Manchmal sind es kleine Rituale, die helfen: bewusst die Hände waschen nach einer Begleitung – nicht nur hygienisch, sondern innerlich abschließend. Eine Kerze anzünden. Den Namen noch einmal aussprechen. Oder ganz schlicht: einen Moment Stille, bevor ich wieder in den Alltag gehe.

Selbstfürsorge heißt für mich auch, Grenzen zu achten. Nein zu sagen, wenn es zu viel wird. Hilfe anzunehmen. Supervision zu nutzen. Und mir selbst mit derselben Milde zu begegnen, mit der ich Schwerkranken begegne.

Wir geben in unserer Arbeit viel Herz. Umso wichtiger ist die Frage:
Wo füllen wir es wieder auf?

Mich würde sehr interessieren:
Was trägt euch?
Habt ihr Rituale nach schweren Begleitungen?
Was hilft euch, innerlich gesund zu bleiben?

Ein großes Dankeschön anDietmar Kriegerfür euren Support! Ihr gehört seit mehreren Wochen zu meinen Top-Fans. 🔥
05/02/2026

Ein großes Dankeschön an

Dietmar Krieger

für euren Support! Ihr gehört seit mehreren Wochen zu meinen Top-Fans. 🔥

Atemnot gehört zu den belastendsten Erfahrungen unserer Patienten.Diese Fortbildung gibt konkrete, sofort umsetzbare Mög...
05/02/2026

Atemnot gehört zu den belastendsten Erfahrungen unserer Patienten.

Diese Fortbildung gibt konkrete, sofort umsetzbare Möglichkeiten an die Hand, um:

✔ Atemmechanik besser zu verstehen
✔ Angst und Stress zu regulieren
✔ Menschen bei Atemnot sicher zu begleiten
✔ eigene Handlungssicherheit zu stärken

Gerade im Pflege- und Palliativalltag ein großer Gewinn.

📍 Vallendar
📅 13. März 2026
Begrenzte Teilnehmerzahl (noch 6 Plätze frei).

Nähe und Abgrenzung in der Palliativarbeit – Menschlichkeit mit HaltungPalliative Begleitung lebt von Beziehung. Sie ist...
29/01/2026

Nähe und Abgrenzung in der Palliativarbeit – Menschlichkeit mit Haltung

Palliative Begleitung lebt von Beziehung. Sie ist keine rein technische Versorgung und kein bloßes Abarbeiten von Aufgaben. Menschen lassen uns an sehr persönliche Bereiche heran – körperlich, seelisch und biografisch. Sie teilen Erinnerungen, Sorgen, offene Fragen und leise Hoffnungen. Daraus entsteht oft ganz selbstverständlich Verbundenheit. Und das ist wichtig, denn ohne menschliche Nähe ist echte Begleitung kaum möglich.

Gleichzeitig bringt genau diese Nähe Herausforderungen mit sich. Wer sich berühren lässt, erlebt nicht nur Dankbarkeit und schöne Momente, sondern auch Hilflosigkeit, Trauer und Abschied. Beziehung bedeutet immer auch Verletzlichkeit. Viele kennen die innere Sorge: Halte ich das aus? Was, wenn mich das Leid zu sehr mitnimmt?

Palliative Care bewegt sich deshalb ständig zwischen Mitgefühl und Selbstschutz. Eine professionelle Haltung heißt nicht, gefühllos zu werden. Sie bedeutet vielmehr, achtsam mit den eigenen Kräften umzugehen, um dauerhaft begleiten zu können. Zu viel Nähe ohne Ausgleich führt zur Erschöpfung, zu viel Distanz macht die Arbeit innerlich leer.

Im Alltag kann dieses Gleichgewicht ganz unterschiedlich aussehen: präsent zuhören, ohne sofort Lösungen liefern zu müssen; die eigenen Grenzen wahrnehmen und Warnzeichen ernst nehmen; Beziehungen bewusst als zeitlich begrenzt verstehen – zugewandt, ehrlich und klar, aber ohne sich selbst zu verlieren. Auch eigene Emotionen dürfen Raum haben. Berührtsein oder Tränen sind kein Zeichen von Schwäche, sondern Ausdruck von Menschlichkeit. Wichtig ist zudem der Austausch im Team, denn gemeinsames Reflektieren entlastet und schützt davor, mit Belastendem allein zu bleiben.

Dass Bindung entsteht, ist kein Fehler, sondern Teil guter Begleitung. Enttäuschungen und Abschiede gehören dazu. Entscheidend ist nicht, ob uns Situationen nahegehen, sondern wie wir damit umgehen. Nähe bewahrt das Menschliche, gesunde Distanz erhält die eigene Kraft – zusammen ermöglichen sie tragfähige Begleitung.

Eine hilfreiche innere Frage kann sein: Was betrifft gerade mich persönlich – und was gehört zur Situation des anderen Menschen? Diese Unterscheidung hilft, das Herz offen zu halten, ohne sich selbst zu überfordern.

Mitgefühl braucht Grenzen, um dauerhaft möglich zu sein.

Und noch etwas zum Miteinander im Austausch: Nicht jeder Gedanke spricht jede Person sofort an. Manches berührt vielleicht alte Erfahrungen oder löst Widerstand aus. Es lohnt sich, einen Moment innezuhalten, bevor man bewertet. Erst wahrnehmen, dann darüber nachdenken – und anschließend eine Haltung entwickeln.

Es gibt viele Sichtweisen, Wege und fachliche Zugänge in der Palliativarbeit. Gerade diese Vielfalt macht Gespräche wertvoll. Wichtig ist, dass wir uns dabei respektvoll, achtsam und auf Augenhöhe begegnen – auch bei unterschiedlichen Meinungen.

Basis-Curriculum Palliative Praxis (40 h)23.2. – 27.2.2026 bei pallimero GmbH • Hauptstraße 65 • 67714 Waldfischbach-Bur...
26/11/2025

Basis-Curriculum Palliative Praxis (40 h)
23.2. – 27.2.2026 bei pallimero GmbH • Hauptstraße 65 • 67714 Waldfischbach-Burgalben
Ich freu mich schon sehr darauf

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