23/12/2025
Zimt gehört für viele zur Weihnachtszeit einfach dazu – ob im Gebäck oder im Punsch. Doch kann das beliebte Gewürz mehr als nur gut schmecken?
Eine aktuelle systematische Übersichtsarbeit mit Meta-Analyse hat untersucht, wie sich Zimt-Supplemente auf kardiovaskuläre Risikofaktoren auswirken. Dafür wurden 49 randomisierte kontrollierte Studien ausgewertet.
Die Ergebnisse:
Eine Zimt-Supplementierung war unter anderem mit Verbesserungen der Nüchternglukose, des HbA1c, der Blutfettwerte, des Blutdrucks und des Body-Mass-Index verbunden. Besonders für Blutzucker-Parameter zeigte sich eine moderate bis hohe Evidenz. Zudem stieg das „gute“ HDL-Cholesterin an. Höhere Dosierungen gingen teilweise mit stärkeren Effekten einher.
Die Einordnung:
Die Autor*innen bewerten Zimt als kostengünstige und natürliche Ergänzung zur konventionellen Therapie bei Menschen mit erhöhtem Herz-Kreislauf-Risiko. Gleichzeitig betonen sie:
➡️ Zimt ersetzt keine medikamentöse Behandlung
➡️ Weitere hochwertige Langzeitstudien sind notwendig
Kurz gesagt:
Zimt ist kein Wundermittel – aber möglicherweise mehr als nur ein Weihnachtsgewürz. ✨
Literatur: Jafari A et al. The effect of cinnamon supplementation
on cardiovascular risk factors in adults: a
GRADE assessed systematic review, dose-response
and meta-analysis of randomized controlled trials.
J Health Popul Nutr 2025; doi:10.1186/
s41043-025-00967-3
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/40611215/