05/05/2025
Freue mich sehr über diesen Beitrag! Vielen Dank! ☀️
Heute ist Europäischer Tag der Inklusion.
In diesem Zusammenhang haben wir ein Interview mit Claudia Gräwert von „Seele-FREI“ geführt:
Die Pusteblume: „Liebe Frau Gräwert, was wünschen Sie sich zum Tag der Inklusion?“
Claudia Gräwert: „Ob mit oder ohne Beeinträchtigung - Sterben, Tod und Trauer betrifft ALLE Menschen gleichermaßen.
Ich wünsche mir, dass sich Sensibilität und Offenheit für dieses Thema stärker entwickeln. Und ich wünsche mir eine gute Vernetzung zwischen den Einrichtungen der Eingliederungshilfe, den Hospizdiensten sowie der ambulanten Palliativversorgung.
Hospizliche Begleitung. Trauerangebote für Menschen mit Behinderung. Fortbildung und Unterstützung für die professionellen Teams der Eingliederungseinrichtungen – nach meiner Einschätzung gibt es einen Bedarf, der am besten durch ein gutes Netzwerk und eine enge Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Akteuren gedeckt werden kann.
Ich würde mich freuen, wenn sich zum Tag der Inklusion 2026 die Systeme schon ein wenig stärker geöffnet und sich weitere Fäden der Vernetzung gebildet haben. Damit Menschen mit Behinderung selbstverständlicher die Angebote nutzen können und ein „gutes“ Sterben und Trauern gelingen kann.“
Die Pusteblume:
„Liebe Frau Gräwert, wir danken Ihnen sehr herzlich für Ihr Statement zum Tag der Inklusion“
Claudia Gräwert ist Dipl. Sozialpädagogin und Systemische Beraterin mit Zusatzqualifikation Künstlerisch-Systemische Therapie. Sie leitet „Seele-FREI“, die psychosoziale Beratungsstelle für Menschen mit Intelligenzminderung in Wuppertal. Projektträger ist Färberei e.V., gefördert von Aktion Mensch.