26/11/2025
Die Arbeit an der Stimme und das Wachstum der Stimme ist meiner Ansicht nach immer mit Persönlichkeitsentwicklung verbunden. Wenn du deine Stimme anfängst zu trainieren, wird es immer mal wieder Meilensteine geben: du kannst vielleicht auf einmal viel lauter singen als vorher. Es kann sein, dass du auf einmal Höhen erreichst, von denen du niemals erwartest hättest, dass auch deine Stimme sie erreichen kann. und ich erlebe es immer wieder, dass das gar nicht selten eine krasse Auswirkung hat auf emotionaler Ebene. Da ist unbändige Freude, Überraschung, ein Gefühl von „sich neu erfinden“, ein immenses Wachstum von Selbstbewusstsein…. Und doch: möglicherweise geht das voll gegen eine innere Sicht und ein Konzept über deine Stimme, das dir innerlich vielleicht was ganz anderes sagt, zum Beispiel wenn dir schon als Kind jemand gesagt hat, dass deine Stimme zu laut oder sogar hässlich ist. Oder wenn dir dein Musiklehrer gesagt hat, dass du im Chor lieber nur den Mund bewegen sollst, weil du ja sowieso keinen Ton triffst, oder zu laut singst und deine Stimme „heraussticht“. Vielleicht sind es aber auch Glaubenssätze, die noch viel tiefer liegen und erst mal gar nicht so offensichtlich zu greifen sind, möglicherweise, weil sie vielleicht schon lang im Familiensystem liegen und schon seit langem zur Normalität geworden sind. Und dann merkst du im Gesangsunterricht vielleicht, es kommt eine unangenehme Emotion auf, obwohl du stimmlich gerade einen Riesensprung vorwärts machst-ein unangenehmes Gefühl, ein „das kann ich nicht“, oder ein „das darf ich nicht“. Und wenn wir dieses Muster herausgearbeitet haben, und sehen, was dem zugrunde liegt, dann können wir es liebevoll verabschieden, so dass du befreiter losgehen kannst. Deine Stimme hat dann die Erlaubnis. Aber nicht nur sie. Sondern auch du. 🦋🦄🌸💓💎