Natalie - den Rest habe ich vergessen

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Natalie - den Rest habe ich vergessen Wie fühlt sich jemand mit ADHS? Vielleicht kennt ihr es selber und findet euch darin wieder, vielleicht seid ihr auch einfach nur gespannt.

Dies ist mein persönlicher Blog mit den von mir geschriebenen Texten dazu.

01/04/2024
22/10/2021
02/10/2021

Meiner Meinung nach ein sehr guter Artikel über ADHS in der Schule.

24/09/2021

Kinder mit ADHS

Eine ADHS zeigt sich durch ein dauerhaftes und angeborenes Defizit in der Aufmerksamkeit. Oft geht dies mit einer übermäßig ausgeprägten motorischen Unruhe einher, der Hyperaktivität. Diese zeigt sich übrigens auch in "Redeschwallen" und Gedankenkreiseln. Das Verhalten ist oft impulsiv und die Gefühlswelt sehr ausgeprägt, sodass es zu plötzlichen Gefühlseinbrüchen kommen kann.

Es gibt jedoch auch die hypoaktive Form, die ebenfalls bekannt ist als "stilles ADHS" oder noch ganz klassisch als "ADS". Dabei findet die Unruhe lediglich im Kopf statt (was dennoch keinen Millimeter einfacher ist).

Kinder mit ADHS haben eine geringe Frustrationstoleranz und profitieren von kleinen Teilzielen. So bekommen sie schnelle Erfolgserlebnisse und bauen Motivation auf. Dadurch steigert sich auch ihr Selbstbewusstsein, das meistens sehr belastet ist. Kreativität mögen die meisten ADHSler sehr gerne, auch bereits in der Kindheit. So entwickeln sie oft eigene Strategien, um Ziele zu erreichen, was eindeutig eine Stärke von ihnen darstellt. Dieser Stärke sind sie sich oft genug nicht bewusst.

Kinder mit ADHS haben ein ausgeprägtes Gerechtigkeitsemfinden und ecken damit teilweise an. Trotzdem ist daran nichts falsch, lediglich ein guter Umgang damit sollte gelernt werden.

**** Die Mauer zwischen ADHS-Kind und Außenwelt ****

ADHSler spüren schon in der Kindheit, dass sie anders sind. Oft ecken sie zum Beispiel durch ihre motorische Unruhe oder ihre Impulsivität an. Dadurch sind sie sehr vielen negativen Reaktionen ausgesetzt und reagieren jeweils unterschiedlich darauf. Nicht jedes Kind mit ADHS zeigt herausforderndes Verhalten. Einige sind sehr still und ziehen sich in sich selber zurück. Trotzdem ist der Leidensdruck NICHT geringer.

Herausforderndes Verhalten ist eine aktive Reaktion auf Überforderung oder Angst. Kinder, die still ihre Probleme aussitzen, werden oft übersehen, weil sich meistens daran orientiert wird, nach den lauten und unruhigen Kindern zu schauen.

ADHS geht oft mit einem geringen Selbstbewusstsein einher. Deshalb ist es umso wichtiger, auch Kinder mit ADHS zu stärken, ihnen etwas zuzutrauen, sie zu loben und Lösungswege aufzuzeigen. Zudem ist es für ein Kind mit ADHS wichtig, dass es weiß, was es "anders" macht, wie man die Diagnose nennt und worin es sie möglicherweise stärkt. Schwächen sollten zwar auch erwähnt werden, aber in der Regel meldet die Umwelt ihnen diese ohnehin regelmäßig zurück.

Dies ist nur ein kleiner Überblick. In weiteren Texten werde ich jeweils auf einzelne Punkte eingehen.

Copyright Natalie

23/09/2021

Bist du das?

Vielleicht bist du zufällig über diesen Text gestolpert oder jemand hat ihn dir gezeigt. Du liest und liest und vielleicht fragst du dich irgendwann, ob darin nicht irgendwie auch du beschrieben wirst.

Vielleicht gleicht dein Gedächtnis einem Sieb, in dem sich feste Gedankenmasse sammelt und die Details durch den Ausguss jagt. Tja, blöd gelaufen, denn deine sorgsam zurecht gelegten Gedanken passen nun "vorne und hinten" nicht mehr. Und irgendwie war das immer schon so und auch der Frust in deinem Bauch ist dir vertraut. Deine Aufmerksamkeit arbeitet keine Prioritätenlisten ab, sondern springt zwischen den einzelnen Punkten hin und her. Schon wieder in viel zu vielen Bereichen gleichzeitig Energien investiert und keine Lösung in der Hinterhand, die sich hinter Gedankenchaos versteckt.

Manchmal ist dein Kopf so leer, dass du ihn mit Worten füllen möchtest. Dann stellst du fest, dass er zum Bersten vollgestopft ist mit Gedanken und es lediglich die Worte sind, die fehlen und die über die Masse hinwegtäuschen. Deine Gedanken sind unfertig in deinen Kopf gespuckt, wo sie kreative Prozesse auslösen und sich so lange drehen, bis sie zusammengewürfelt durch deine Hirnwindungen kriechen. Was du auch tust, sie lassen sich nicht produktiv abspielen.

In deinem Kopf herrscht das Chaos, tobt, turnt, wütet. Und manchmal wird der Inhalt zäh wie Watte, fängt weitere Gedanken. Verdammt, was wolltest du noch gleich? "Konzentriere dich," zischt es in deinem Kopf. Ein Satz, der schon im Sandkasten mit dir spielte und dich in die Schule begleitet hat. Erst wohlwollend, dann vorwurfsvoll.

Vielleicht hat sich die Unruhe durch deinen Körper gefressen und deine Muskeln haben gezuckt, deinen Bewegungsdrang bis ins Unermessliche gesteigert. Chaos, überall Chaos. Geduld war leider ausverkauft, könnte man meinen, aber du weißt, dass es verharmlost, es so zu bezeichnen. Deine Worte wecken lediglich ein müdes Lächeln in Gesichtern, die bestenfalls von lebhaftem Verhalten sprechen.

Vielleicht blühen die besten Ideen immer dann in dir, wenn die Pflicht dich in die Mangel nimmt. Dein Haushalt ist nur in der Theorie gut versorgt, aber immerhin weißt du jetzt, welches Hobby wirklich zu dir passt.

Wenn dir das alles bekannt vorkommt, könntest vielleicht auch du ADHS haben.
ADHS ist keine Kinderkrankheit. Es gibt neben dem hyperaktiven ADHS auch die hypoaktive Form. Das sind meistens die Menschen, die zwischen den lauten Exemplaren übersehen werden. "Träumst du schon wieder?" haben sie schon so oft gehört und haben vielleicht irgendwann resigniert. "Wenn du es sehen könntest," habe ich mir oft gedacht und meinen Frust in Gedanken gegen die nächste Wand geworfen. Chaos, Gedankenfragmente, Reizoffenheit...

Viele ADHSler nehmen die Welt deutlich intensiver wahr als die meisten anderen Menschen. Geräusche können unabhängig von der Lautstärke zur Überforderung führen und in den Ohren schmerzen. Auch die visuelle Wahrnehmung ist oftmals viel intensiver als bei anderen Menschen, die kein ADHS haben. Betroffen können auch andere Bereiche der Wahrnehmung sein.

ADHS bedeutet oft eine "Gefühlsachterbahn", die dein Lächeln in Tränen verwandelt und dir dein Lächeln zurückgibt, wenn dir die Hoffnung die Freundschaft gekündigt hat. Deine Art zu fühlen ist sehr intensiv und oft findest du Möglichkeiten, die anderen verschlossen bleiben. Vielleicht hast du all die Jahre mit Worten gekämpft, die nicht erklärt haben, was du nicht verstehen konntest.

"Anders" haben sie dich vielleicht genannt, um ihre Gedanken in Worte zu packen. Nur ein paar aneinander gereihte Buchstaben, die dir aber früh eine Distanz vermittelt haben. Deine Fähigkeiten haben vielleicht täglich um deine Aufmerksamkeit gekämpft und sind hinter fremdbestimmten Schwächen von dir verblasst.

Bist du das?

Copyright Natalie

20/09/2021

Lernen mit ADHS

Kinder mit ADHS sind nicht lernunwillig. In ihrem Kopf schwirren viele Gedanken und Gedankenfragmente, die sie beim Lernen behindern. Zudem sind viele Kinder mit ADHS nicht nur gehemmt in ihrer Aufmerksamkeit, wodurch Informationen nur teilweise oder nicht korrekt aufgenommen werden, sondern sie können häufig auch Reize nicht ausreichend filtern.

**** Was bedeutet das konkret? ****

Sie nehmen oft viel mehr um sich herum wahr als die meisten anderen Menschen. Geräusche überlagern sich teilweise und erzeugen eine innere Unruhe. Ihr Kopf ist voller Informationen, die sich ungefragt abspielen, wenn man es am wenigsten gebrauchen kann.

**** Was hilft einem Kind mit ADHS? ****

Das ist von Kind zu Kind unterschiedlich. Grundsätzlich nehmen Kinder mit ADHS Informationen besser auf, wenn diese bei ihnen Interesse erzeugen. Sinnvoll ist auch eine Gliederung in kurze Textblöcke. Über Farben und Symbole können Inhalte besser aufgenommen werden. Dazu kann man Oberbegriffe farblich unterstreichen und Unterbegriffe durch Symbole abheben. Knappe und prägnante Formulierungen können ebenfalls sehr hilfreich sein.

Kinder mit ADHS lernen meistens besser, wenn sie sich nicht an den üblichen Lernmethoden orientieren. Die einen profitieren von der Stimulation durch ein Noppensitzkissen, wodurch die Hyperaktivität im Idealfall abnimmt. Andere wiederum benötigen zum Beispiel Musik im Hintergrund. Musik hilft vor allen Dingen dabei, lästige Hintergrundgeräusche zu übertönen. Sofern das Kind davon profitiert, spricht nichts dagegen, Musik beim Lernen zuzulassen. Um Geräusche zu filtern bietet es sich ebenfalls an, Lärmschutzkopfhörer für Kinder zu nutzen.

Einige Kinder mit ADHS benötigen Bewegung beim Lernen. Sofern die Regeln im Voraus festgelegt worden sind spricht nichts dagegen, solange diese konsequent eingehalten werden. Möglich ist es auch, Lernblöcke nach Zeit einzuteilen und zum Beispiel eine Sanduhr laufen zu lassen während der Pausenzeit. Der Anblick des rieselnden Sandes spendet Ruhe und das Kind kann die Zeit gut messen, selbst wenn es noch keine Uhr lesen kann.

Mittels Kreativität gelingt vielen Kindern mit ADHS ebenfalls ein besseres Lernergebnis. Woran hat das Kind Freude? Vielleicht lässt sich beides miteinander verknüpfen. Wenn das Kind in einem Fach besonders gut zurecht kommt, lohnt es sich, einen Blick in die Unterlagen zu werfen. Auf welche Art vermittelt der Lehrer den Lernstoff? Vielleicht profitiert das Kind davon und man kann zukünftig teilweise darauf zurückgreifen.

Druck sollte möglichst durch Motivation ersetzt werden. Wichtig ist ebenfalls, anzuerkennen, dass ein Kind mit ADHS nicht faul ist, wenn es in die Verweigerung geht, sondern überfordert.

Copyright Natalie

05/08/2021

Nervig.

31/07/2021

Entschuldigt bitte, dass ich mittlerweile nur noch sporadisch zum Posten komme. Geplant war eigentlich, dass ich wieder mehr hier poste, was leider aufgrund einer Schreibblockade aktuell schwierig ist.

Ich wollte euch aber dennoch einen etwas älteren Text von mir posten, da ihn sicherlich noch nicht alle kennen.

Spazierflut

Wieder einen Tag lang funktioniert. In meinem Kopf tobt eine fette Party und mein Körper wird von einem Fieber erfasst, das wie eine hohe Welle über mir zusammenbricht. Heute Abend vor der Flimmerbox sitzen und zusehen, wie mein Gehirn gähnend den Stecker zieht? Netter Versuch.

Mein Körper schmuggelt das Adrenalin durch bebende Blutrutschen und klatscht begeistert über die Unruhe, die mich in Jacke und Schuhe packt und mich mit einem Tritt nach draußen befördert.

Ich angele nach meinem MP3-Player, der seit Monaten die gleichen Stücke runternudelt. Die einzige Abwechslung, die seinen Suizid verhindert, ist der Flirt mit dem Ladekabel. Jetzt aber irren wir beide mit vollen Akkus durch eine Gegend, die uns bis zum letzten Stein vertraut ist. Musik brüllt mir in die Ohren, die ohnehin nicht zuhören.

Durch meinen Kopf spazieren die Gedanken und wählen den blödsten von ihnen, der mir so sehr auf den Senkel geht, dass er kurzerhand Hausverbot bekommt. Durch die Hintertür schleichen sich die Tagträume herein, die von den Gedanken unverhohlen was auf die Mütze kriegen. Es beginnt ein Streit und ich schalte die Musik lauter, um endlich was von ihr mitzubekommen.

Denkste. Nicht nur ich habe Feierabend, die Konzentration nimmt das gleiche Recht für sich in Anspruch - nur dass sie das seit dem Frühstück tut. Jeder Hinweis auf eine Rechtspflicht ist vergebens, darin ist sie scheinbar besser als ich.

Und während mein Kopf sein Chaos achtlos in Schubladen wirft, beweist mir mein MP3-Player, das ich in einer Sache Unrecht hatte. Seine Akkus pumpen einen letzten Rest Energie, bevor der Sänger mitten im Lied meinem Irrtum zum Opfer fällt.

Um mich herum wüten die Reize. Geräusche stürmen ungefiltert meine Ohren und prügeln sich mit den Bildern, die durch meine Augen ungefragt wahllos in meinen Kopf gedrückt werden, bis er der Resignation nahe um Hilfe schreit. Mein Herz schlägt genervt gegen meine Brust, die sich erdrückt von den Reizen zurückzieht und den ganzen Frust zwangsläufig abfangen muss. Die Gedanken randalieren und beweisen Unproduktivität auf höchstem Niveau.

Jemand spricht mich an. "Endlich sieht man dich mal ohne diese verdammten Stöpsel in den Ohren."
Mein Mund bleibt still. Nur die Panik breitet sich wie gilftiges Gas in mir aus und packt zu.

Copyright Natalie

17/05/2021

Wer bin ich?

Wer ist die Frau, die an einer Fassade bastelt, die sie dann wie ein Schutzschild vor sich her trägt? Die sich ein Lächeln ins Gesicht klebt, das sich unecht anfühlt und manchmal verrutscht. Auf ihren Lippen trägt sie Worte, die sie verschluckt, wenn man hinter ihre Maskerade schaut. Nicht echt, hört sie sie sagen. Eine billige Kopie? Oder das Sinnbild ihrer verzweifelten Suche nach Gleichheit? Dem natürlichen Impuls, Verständnis zu ernten?

Sie starrt stur an ihren Stärken vorbei, weil sie sich nicht traut, sie mit Stolz zu betrachten. "Anders", denkt sie sich. Wie das Gesicht im Spiegel, die Frau hinter dem Vorhang, die sich selber nicht sehen kann. Die viel zu lange aus Augen geschaut hat, die sie verspottet haben. Ein Schatten im Emotionensturm, den sie nicht versteht. Mit Mundwinkeln, die sich in einem Lächeln erbrechen, das sie für die Welt sichtbar macht.

Wer bin ich, fragt sie sich, weil die fehlende Identität sie auffrisst. Aber die Erinnerung zuckt hilflos mit den Schultern.
"Wer oder was willst du denn sein?" zischt es in ihr. Ihre Gedanken werden zu einem Kreisel, die um eine fehlende Antwort herum taumeln. Weiter... und weiter... und weiter... und weiter...

Copyright Natalie

16/05/2021

Wer kennt diesen Text von mir noch? 😊

Unreif

Unter meiner großen Klappe wohnt die perfekte Vorlage für das ewige Kind. 18 Kerzen wurden vor Ewigkeiten mit größter Ungeduld ausgepustet. Trotzdem bin ich scheinbar keinen Deut erwachsener geworden. Immer noch überfällt mich kindliche Begeisterung, wenn ich eigentlich durch erwachsene Zurückhaltung glänzen sollte.

Gefühle liegen auf meiner Zunge und was ich auch tue, sie lassen sich weder verstecken noch runterschlucken. Manchmal lache ich über meine eigenen Witze, bis mir bewusst wird, dass ich mal wieder das Huhn auf der Märchenparty bin.

Meine Vorstellung malt die tollsten Bilder und manchmal provozieren sie ein Lachen, dass sich tief in mir festkrallt und nicht verklingt. Wenn mein Kopf eine Ungerechtigkeit wittert, kann er sich nicht die Nase zu halten und souverän das Thema wechseln. Die Gedanken treten mir in den Allerwertesten und empören sich über meine Unverfrorenheit. Meine Ideen vereinen kindliche Naivität und erwachsenes Geschwafel, das bei mir genauso authentisch wirkt wie ein Pinguin in High Heels.

Bei Small Talk möchte ich die Vorspultaste drücken. Warum zum Geier hat sie noch niemand erfunden?
Bei einer Unterhaltung zwischen Erwachsenen stelle ich mir vor, wie ihre Worte Ping Pong spielen. In meiner Unaufmerksamkeit ertappt winkt mir die Kreativität zu und geht. Feierabend ist was Tolles.

Manchmal höre ich stundenlang den gleichen Song, weil ich nicht bemerkt habe, dass die Repeat-Taste eingeschaltet war. Und anstatt mit A***h in der Hose mich dem Spott auszuliefern, versinke ich in der Scham und verstricke mich in abenteuerlichen Erklärungen, die nicht einmal besonders gut sind.

Meine Klamottenzusammenstellung erfüllt oft die Voraussetzungen für Katastrophen visueller Natur. Unachtsam meinen Augen entgangen und von anderen bemerkt trag ich sie durch eine Welt, die der Ordnung verschrieben nach Luft schnappt. Und anstatt der Scham zu erliegen spüre ich, wie ein herzliches Lachen wie ein Vulkan in mir ausbricht. Vielleicht ist es gut so, dass ich einfach ich bin.

Copyright Natalie

🙈😜
18/04/2021

🙈😜

13/04/2021

Wer kennt diesen Text von mir noch? 🙂

Meine Meinung

Viele ADHSler haben Schwierigkeiten damit, ihre eigenen Gefühle, Stimmungen und Bedürfnisse wahrnehmen und entsprechend zu kommunizieren.

Hier ein Text dazu:

Manchmal redet die ganze Welt über ein Thema und ich stehe nur stumm daneben. Jeder Mensch hat - muss - eine eigene Meinung haben. Nur leider habe ich sie nicht parat.

Ich muss so unglaublich lange in mich reinhören und anstatt zu einer Erkenntnis zu kommen, rauschen die Gedanken an mir vorbei und weg sind sie. Wie Ping Pong Bälle fliegen sie hin und her und manchmal erwische ich mich dabei, wie ich nach einer von ihnen greife und mich einer Meinung anschließe, die ich möglicherweise gar nicht teile. Es geht nicht darum, mich hinter fremden Vorstellungen zu verstecken. Eigentlich möchte ich nur ein Teil des sozialen Gefüges sein, mit euch kommunizieren und euren Wohlwollen spüren.

Mein Kopf denkt manchmal gründlicher über etwas nach, als es notwendig wäre. Nennt ihn ineffizient, er stört sich nicht daran. Und wenn ich bedenke, durch welche Gedankenmassen meine Meinung durch muss, finde ich, dass er erstaunliche Arbeit leistet. Selbst wenn er so schnell arbeiten würde wie deiner, ist er ständig abgelenkt und besonders gerne entscheiden mag er sich auch nicht.

Themen sind komplex, egal wie einfach sie klingen. Eine Diskussion über die Effektivität von Veränderungen kann ich nicht kurz abhandeln. Ihr sagt, ob sie eurer Meinung nach ausreichen. Jeder einzelne Punkt ist so komplex, dass ich mich ewig darin verstricke und plötzlich besteht das Thema nur noch aus lauter Einzelteilen, die mir den Blick auf das große Ganze unmöglich machen.

Worin genau bestehen diese Veränderungen? Lassen sie sich ausreichend bewerten und wenn ja, woran erkenne ich das? Welche Zeit war nötig, um Unterschiede sichtbar zu machen und was zum Geier zählt da bereits zu? Wenn ich einen Raum fege, habe ich auch etwas verändert. Wo genau fängt sie an, einen Wert zu erhalten, der es bis in eine solche Diskussion schafft?

Meine Gedanken versuchen sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, aber genau darum geht es hier. Was ist wichtig?

Vielleicht vertrete ich morgen eine andere Meinung. Sei bitte nicht verärgert, dass sie sich manchmal plötzlich ändert und Skepsis auf sich zieht.

In meinem Kopf fegt ein wilder Sturm und möglicherweise sehe ich die Dinge aus diesem Grund morgen anders, als ich es jetzt tue. Ich bin deshalb nicht dumm, nur weil mein Kopf ein anderes Betriebssystem hat als deiner. Während du dich auf das Thema konzentrierst, drehe ich es im Kreis und betrachte es von allen Seiten. Mein Blick ist zwangsläufig ein anderer.

Du und ich - Vielfalt, die eine Möglichkeit bietet, wirklich alle Aspekte zu berücksichtigen.
Ich werde niemals mit deinen Augen auf das Diskussionsthema schauen können und du genauso wenig mit meinen. Aber genau das macht eine Welt doch aus, oder nicht?

Copyright Natalie

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