14/01/2023
Noch ein weiterer Erfahrungswert möchte ich Dir mitgeben, wenn du eine Hausgeburt/Geburt vorbereitest:
Wenn ich jeweils schwanger war, legte ich die Geburtsvorbereitung auf die gesamte mentale und geburtsorganisatorische Vorbereitung. All das Material wie Tragetuch, Kinderwagen, Kleidchen, Bettchen, kam immer zu uns wie von selbst. Es gibt so viele Menschen, die Babysachen zu Hause haben und die noch so froh sind, wenn sie weiterziehen dürfen. Sobald Du schwanger bist, wirst Du wahrscheinlich überhäuft von Material.
Zur geburtsorganisatorischen Vorbereitung gehört das medizinische und mentale Team, was ich mir genau nach meinen Ideen zusammenstellte. Da habe ich keine Abstriche gemacht. Meine Hebamme musste absolut hinter meinen Wünschen stehen und sie verstehen können. Die Doula habe ich genau instruiert über ihre Aufgabe. Wie auch mein Partner hatte ebenfalls seine Aufgaben. Ich wollte einfach Klarheit schaffen für uneingeschränkten Flow, der sich aus der Liebe heraus ergibt. Ich fühlte, dass wenn ich jemandem etwas erklären müsste, würde ich aus dem hypnotischen Zustand wieder herauskommen. Und da drin zu bleiben, dem Körper die Ruhe zu geben, die er braucht, war höchste Priorität.
Zur mentalen Vorbereitung gehörte viel Geburtshypnose. Auch ich ging jedes Mal zu einer Geburtshypnotiseurin, auch wenn ich selbst Geburtshypnotiseurin bin. Ich fand es einfach schön, ganz konkret auf die bevorstehende Geburt mit einer neuen Verbindung, mit neuen Gefühlen einzutauchen.
Bei Santino Martin, mein erstgeborener Sohn war es der Schimmel, das Wellenreiten und das Gefühl des Enthusiasmus`. Hier habe ich während den Wellenpausen sogar Techno gehört und viel getanzt.
Bei Aurelio Danilo, der Zweitgeborene, kam in der Geburtshypnose ein Löwe. Auf dem Löwen bin ich schnell geritten, durch Wälder und über Wiesen – auch in wellenförmigen Bewegungen. Ich hatte auch Lust auf weiblich-mantrische Musik. Geboren ist Aurelio schliesslich zu Tina Turners «Sarvesham Svastir Bhavatu», durch ein goldenes Tor, ich fühlte mich wie eine Affendame und Generationen von Frauen, die vor mir gebaren, zeigten durch mich.
Bei Lavinia Belinda wollte ich nur Friede, es sollte still sein, so wenig Menschen wie möglich, keine Doula, keine zweite Hebamme wollte ich im Haus. Einfach Frieden, Ruhe, Stille, einfach sein, Wasser und Pool in meinem Schlafzimmer, eintauchen, nichts tun, nachspüren, mich den Wellen hingeben, kein Reden, kein irgendwas, NICHTS. Die Kinder waren auch sehr ruhig und entspannt und freuten sich in Ruhe auf das Baby. Manchmal kam ein Kind zu mir, stöhnten mit und dann war es wieder zufrieden am Spielen mit Papa. Die Hebamme sass einfach da und sagte nichts, wollte nichts und hielt einfach den Raum. Geboren ist Lavinia auch durch das goldene Tor, wie ich es wahrnahm, mit tausenden von farbigen Schmetterlingen, die aus mir herauskamen davonflatterten. Es war wunderschön.
Diese jeweiligen Geburtshypnosen liess ich mir auf ein Audio aufzeichnen und bis damit jeden Tag in die Entspannung eingetaucht. So konnte mein Körper den hypnotischen Zustand kennen und halten lernen, konnte in Ruhe Vorarbeit leisten und musste nicht alles während der Geburt selbst tun. Ich nahm mir immer 1-2 Monate vorweg Zeit um tiefer und tiefer in mich hineinzusinken.
Diese heiligen Augenblicke des Einfach Seins sind wahrhaftig und ich wünsche sie mir für alle Frauen, die in Liebe gebären möchten.