19/02/2026
🌟 Am 17.2.2022 bin ich in die Selbstständigkeit gestartet.
Wenn ich das heute schreibe, fühlt es sich gleichzeitig nah und weit weg an.
Vier Jahre. Zwei davon nebenberuflich. Zwei davon voll-selbstständig.
Und ganz ehrlich?
Es war nicht immer leicht.
Vor ein paar Monaten habe ich einer Freundin von meinen Unsicherheiten erzählt – von Zweifeln, von schlaflosen Gedanken.
Sie meinte lachend: „Jetzt bin ich richtig erleichtert, dass ich mich nicht selbstständig gemacht habe – weil im Gegensatz zu dir liebe ich nicht einmal, was ich arbeite.“
Ich musste lachen.
Und gleichzeitig dachte ich: Genau das ist der Punkt. Ja, Selbstständigkeit bringt eine gewisse Unsicherheit.
Ich vermisse meine ehemaligen Kolleg*innen.
Dieses gemeinsame Anpacken.
Dieses „Wir schaffen das zusammen“.
Die Gespräche zwischen Tür und Angel.
Das Lachen.
Nicht komplett allein verantwortlich zu sein.
Und da ist sie immer wieder – die Ungewissheit:
Werden meine Kurse voll? Bleiben meine 1:1-Kundinnen?
Was, wenn plötzlich niemand mehr bucht?
Reicht das, was ich gebe?
„Bin ich eigentlich gut genug?“
Gerade dann, wenn es ruhiger wird.
Wenn weniger Anmeldungen kommen.
Wenn Zahlen lauter werden als Vertrauen.
Und gleichzeitig:
Ich darf meine Woche selbst gestalten.
Ich darf flexibel sein. Ich darf mein Tempo bestimmen.
Aber das ist nicht der Kern.
Der Kern ist:
Ich liebe mein Arbeitsgebiet.
Ich liebe es, über den Beckenboden zu sprechen – ohne Tabu.
Ich liebe es, Wissen nicht nur theoretisch zu vermitteln, sondern erfahrbar zu machen.
Ich liebe es, Frauen zu begleiten und zu motivieren.
Ich liebe das Vertrauen und die Offenheit, die mir entgegengebracht werden.
Ich liebe es, mitzuerleben, wenn jemand sagt: „Ich fühle mich (wieder) mehr mit mir verbunden.“
Und ich liebe es, aufzuzeigen, was schon alles geschafft wurde – gerade in Momenten, in denen es sich nicht so anfühlt.
4 Jahre Selbstständigkeit bedeuten nicht nur Mut nach außen.
Sie bedeuten auch inneres Wachsen.
Und immer wieder spüren, warum ich das tue.
Und genau dafür bin ich dankbar 🧡