06/03/2026
Moderne Darmkrebstherapien setzen auf individualisierte Ansätze, darunter minimalinvasive „Schlüsselloch“-Operationen.
Roboterassistierte oder laparoskopische Eingriffe ermöglichen kleinere Schnitte, weniger Schmerzen und eine schnellere Genesung.
Das von der Europäischen Kommission mit € 6 Millionen dotierte Horizon Europe Projekt CLASSICA beschäftigt sich mit der Einführung und klinischen Validierung einer auf künstlicher Intelligenz (KI) basierenden Software, die während endoskopischer Eingriffe die Erkennung und Differenzierung bösartiger Geschwülste im Darm ermöglicht.
Die KI-basierte Technologie hilft dem Chirurgen, in Echtzeit während der Operation von großen Polypen im Mastdarm zwischen gut- und bösartigem Gewebe zu unterscheiden. Dabei erkennt die Software Unterschiede im Färbeverhalten von unterschiedlichen Geweben nach Gabe von Fluoreszenzfarbstoffen (Indocyaningrün, ICG), die in der Chirurgie regelmäßig eingesetzt werden.
Darmkrebs als dritthäufigster Tumor weltweit und zweithäufigste Todesursache ist das primäre Anwendungsgebiet dieser KI-basierten Technik. „Die Methoden und Technologien, die wir hier erforschen dürfen, haben ein immenses Potenzial, die Krebstherapie auch an anderen Körperregionen in Zukunft maßgeblich beeinflussen zu können“, so Primarius Prof. Felix Aigner.