28/01/2026
✨ Mein inneres Kind ✨
Irgendwann haben wir gelernt, stark zu sein.
Leise zu sein.
Nicht zu fühlen.
Weiterzumachen.
Zu funktionieren.
Sich anzupassen.
Vielleicht hat damals niemand hingeschaut.
Vielleicht war kein Platz für Angst, Traurigkeit oder Bedürfnisse.
Vielleicht musste das Kind in uns einfach funktionieren.
Aber dieses Kind ist nicht verschwunden.
Es lebt noch immer in uns.
Und heute sind wir die Erwachsenen.
Heute sind wir die, die bleiben dürfen.
Die zuhören.
Die schützen.
Die halten.
Unser inneres Kind braucht keine perfekten Antworten.
Es braucht Sicherheit, Geborgenheit, Liebe.
Es braucht jemanden, der sagt:
„Ich sehe dich. Du bist nicht falsch. Ich gehe nicht weg. Ich bin da für dich!“
Innere-Kind-Arbeit bedeutet nicht, in der Vergangenheit stecken zu bleiben.
Sie bedeutet, jetzt Verantwortung zu übernehmen.
Nicht mehr wegzuschauen.
Nicht mehr zu verdrängen.
Sondern da zu sein – ehrlich und präsent.
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🪑 Kleine Übung für dich (wenn du magst):
Stell zwei Stühle einander gegenüber.
Setz dich zuerst auf den Kind-Stuhl.
Schließ die Augen.
Spür hinein:
• Wie geht es mir gerade?
• Was fühle ich?
• Was brauche ich?
• Was wünsche ich mir vom großen Ich?
Dann wechsel den Stuhl.
Setz dich als erwachsenes Ich hin.
Atme ruhig. Spüre nach, was dein kleines Ich gesagt hat.
Und frag dich:
• Was kann ich diesem Kind heute geben?
• Wie kann ich für Sicherheit sorgen?
• Was hätte ich mir damals gewünscht – und kann es mir jetzt selbst schenken?
Du musst nichts erzwingen.
Zuhören reicht.
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💛 Dein inneres Kind braucht keine Rettung.
Es braucht Beziehung.
Und die beginnt genau hier – mit dir.