22/12/2025
Was macht Körperfett wirklich?
Körperfett – medizinisch Fettgewebe oder adipöses Gewebe genannt – ist weit mehr als ein Energiespeicher. Es ist ein aktives Organ, das Hormone bildet, Stoffwechselprozesse steuert und sogar das Immunsystem beeinflusst.
Es gibt verschiedene Arten von Fettgewebe:
Weißes Fett speichert Energie, polstert Organe und reguliert Hormone.
Braunes Fett verbrennt Energie, um Wärme zu erzeugen – besonders bei Neugeborenen.
Beiges Fett kann je nach Bedarf Energie speichern oder verbrennen.
Fettgewebe befindet sich unter der Haut, um die Organe, zwischen Muskeln und sogar im Knochenmark. Doch wichtiger ist: Es ist kein passives Gewebe. Fettzellen setzen Botenstoffe frei – sogenannte Adipokine – die mit Gehirn, Leber, Muskeln und Immunsystem kommunizieren.
Diese Signale steuern Hunger, Blutzucker, Fettstoffwechsel, Entzündungen und Energieverbrauch. So beeinflusst Fettgewebe Appetit, Fruchtbarkeit, Hormonhaushalt und das Immunsystem.
Doch Gleichgewicht ist entscheidend. Bei Übergewicht vergrößern sich Fettzellen, was Entzündungen und Insulinresistenz fördert – mit Risiken wie Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Zu wenig Fett hingegen kann Hormone stören, Fruchtbarkeit mindern und die Temperaturregulation beeinträchtigen.
Fazit: Körperfett ist kein Gegner, sondern ein lebendiges, hormonaktives Organ, das unsere Gesundheit von innen heraus steuert. Eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung helfen, dieses System im Gleichgewicht zu halten.
Bilder wurden mit KI generiert und dienen lediglich zur Veranschaulichung.
Quellen:
Avtanski, D., & Stojchevski, R. (2024). Adipose Tissue: Endocrine Functions, Health Implications, and Future Perspectives.
Cleveland Clinic (2025). Adipose Tissue (Body Fat).