25/01/2021
"Vom Motivationstief zum Motivationshoch" oder "how to keep the psyche high" - Part 4
Meine Wohnung ist keine Kletterhalle...🏠
Aktuell haben wir nur die Möglichkeit zu Hause zu trainieren.
Wir sind mittlerweile darauf konditioniert mit gewissen Örtlichkeiten gewisse Tätigkeiten/Emotionen zu verknüpfen.
Büro = Arbeit, Restaurant = Essen, Kletterhalle = Klettern
Wer bekommt nicht trotz eines langen Tages und müden Augen einen Motivationsschub wenn er die Kletterhalle betritt?
Dieses Feeling haben wir daheim nicht, da unser zu Hause gerade vieles auf einmal sein muss:
Büro, Kindergarten/Schule, Restaurant, Café und eben Kletterhalle/Fitnessstudio.
Aber wir können versuchen Kletterhallen ähnliche Bedingungen zu schaffen:
Das Training sollte wenn möglich in einem eigenen Zimmer statt finden, wo es keine Ablenkung gibt – sollte eine räumliche Trennung nicht möglich sein, sind Kopfhörer und Musik eine Strategie um den Fokus einzig und allein auf das Training zu richten. Der Geschirrspüler wird nicht während einer Satzpause ausgeräumt – den gibt es schließlich auch nicht in der Kletterhalle.
Auch wenn die Kletterschuhe gerade nicht benötigt werden – stelle das Kletter-Equipment in Sichtweite – hänge Bilder die du mit klettern verbindest - verstreue Chalk (nein lass es besser ;-)) - sei kreativ und schaffe eine Kletterhallen Atmosphäre.
Wenige unter uns haben eine Kletterwand oder kletterspezifische Trainingsgeräte daheim.
Das ist auch nicht notwendig – die meisten notwendigen Übungen funktionieren ohne jegliches Zubehör! Natürlich sind Fingerboard und Campus Board ausgezeichnete Möglichkeiten unsere Kletter-Performance zu erhöhen aber eben nicht die Einzigen.
Neben unzähligen Übungen mit dem eigenen Körpergewicht, gibt es neben kosten un-intensiven Widerstandsbändern (TheraBand, MiniBand,...), tolle Möglichkeiten sich zu Hause low-budget kletterspezifische Trainingsgeräte zu basteln.
Als Beispiel: Holzblock + Reepschnur + Expressschlingen – fertig ist das perfekte Trainingstool für Zangengriffe, sowie für ein statisches Training der Unterarmextensoren.
(Wie oft haben wir wirklich für einen Zangengriff trainiert und bei einer Schlüsselstelle mit Zange dann furchtbar geflucht? Ich h**e meine Hand!)
Nur weil wir aktuell nicht an den kleinsten Leisten klettern können und die Finger auf Anschlag trainieren, bedeutet das nicht, dass unsere Leistung Schaden nimmt. Im Gegenteil – trainiere die bis jetzt meistens vernachlässigten Gegenspieler Muskeln und du wirst sogar stärker.
Durch gezieltes Training der Antagonisten (z.B.: Fingerstrecker, Unterarmstrecker,...) erhöhen wir unsere Kraft. Die intermuskuläre Koordination, das Zusammenspiel der Spieler und Gegenspieler, wird verbessert. Je besser die Abstimmung, desto geringer ist der Energieverbrauch. Wir optimieren den Bewegungsablauf.
Den ganzen Artikel findest du auf meiner Hompepage:
https://www.mo-na.at/blog/vom-motivationstief-zum-motivationshoch/