07/12/2025
Freiheit zeigt sich nicht darin, festzuhalten, sondern im Loslassen. Das Alte – vertraute, sicher, aber auch begrenzend – darf gehen, damit Neues entstehen kann.
Doch genau darin liegt das Paradoxon: Wir fürchten den Verlust, und doch ist es gerade dieser Verlust, der uns befreit. Loslassen verlangt Mut – den Mut, die eigenen Sicherheiten zu hinterfragen, den Mut, die Leere auszuhalten, und den Mut, sich dem Unbekannten zu öffnen.
Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern trotz der Angst zu handeln. Er ist die Kraft, die uns erlaubt, die Hände zu öffnen, auch wenn wir nicht wissen, was hineingelegt wird. Loslassen heißt nicht vergessen oder abwerten. Es heißt, dem Leben zu vertrauen – zu geben, nicht zu fordern.
Vielleicht ist es nicht das Neue, das uns ruft, sondern die Bereitschaft, uns selbst neu zu begegnen.
Freiheit ist dann nicht das Ziel, sondern der Weg - um zu Werden, um zu Fragen, um mutig Loszulassen und ein Vertrauen, das wir dem Weg geben.
Bedeutet Freiheit für mich, Kontrolle zu behalten – oder den Mut, Kontrolle abzugeben?
Wo in meinem Leben brauche ich diesen Mut, um loszulassen?
Wem oder was könnte ich Vertrauen schenken, damit Neues entstehen darf?
Herzlichst,
Matthias
Team Campus Krieger