Johanna Kohlbauer Physiotherapie

Johanna Kohlbauer Physiotherapie Gründerin Stadtpraxis Schärding | Manualtherapeutin | Sportphysiotherapeutin | CRAFTA- Therapeutin

29/01/2026

Viele Symptome, eine Ursache?
Schwindel, Benommenheit, innere Unruhe, Atemnot, Kloßgefühl im Hals, Müdigkeit, Druck im Kopf, fehlende Belastbarkeit, vegetative Symptome, Tinnitus, überall Verspannungen und alles vielleicht seit einer Infektion? (Kann auch ein anderer Virus/ Bakterium sein) 🦠

Das kann im Grunde immer mehr sein als ein isoliertes Organproblem. Warum? Darm und autonomes Nervensystem (vegetatives Nervensystem) sind eng miteinander verbunden, über die sogenannte Darm-Hirn-Achse.

Eine Infektion oder Fehlbesiedelung (z. B. durch Helicobacter pylori) kann nicht nur die Schleimhaut im Magen-Darm-Trakt beeinflussen, sondern auch die neuronale Reizweiterleitung:
Darm → Darm- Nervensystem → vegetatives Nervensystem → zentrale Nerven- Steuerzentren und dadurch überall: Hirnnerven/ Muskeln/ Faszien/ Stoffwechsel im ganzen Körper. Hört sich sehr komplex an, passiert aber sehr schnell und sehr oft. Und wird leider als solches nicht erkannt- oftmals erst nach Jahren 😳

Wenn diese Reizleitung dauerhaft aktiviert ist, entsteht keine akute Entzündung mehr, sondern eine Regulationsstörung. Das Nervensystem bleibt im Alarmmodus, was bedeutet: Sympathikus dominiert, Parasympathikus (vielen bekannt unter Nervus Vagus) kann nicht mehr sauber regulieren.

Zusätzlich wirkt der Körper strukturell:
Spannungen im Bauchraum → Faszienzüge → Statikveränderung → neuronale Irritation → veränderte Reizleitung im Nervensystem.
Das betrifft besonders den Brustraum, die Brustwirbelsäule und die vegetativen Nervenplexus und auch zentrale Schaltstellen zwischen Körper, Organen und Gehirn.

Wichtig:
Eine isolierte Darminfektion „infiziert“ durch Überreizung und fehlende Regulation den gesamten Körper. Dadurch entsteht Verspannung, Haltungsthemen wie eine runde Brustwirbelsäule, vorgeschobener Kopf und Ganzkörperanspannung oft über Monate, Jahre. Ganz schleichend. Bis Schmerzen dazukommen

Genau hier setzt die Re Integration des Körperalignments an: anstatt isoliert herumzudoktern, baut der Körper erneut sein stabiles und bewegliches Fundament auf um langfristig im gesamten System zu regulieren

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16/01/2026

Warum im Yin Yoga die richtige Ausrichtung, die Aktivierung der stabilisierenden Bandhas (Beckenboden / Bauch / Zwerchfell / Nacken / Kehlkopf) und eine stabilisierende und vollständige Zwerchfellatmung so relevant sind:

Yin Yoga ist kein simples „Loslassen und Dehnen“.
Es braucht das Yang – den Rahmen – die Gelenkszentrierung, damit Yin – das intuitive Loslassen überhaupt sicher passieren kann.

Biomechanisch gesehen bedeutet das:
Nur wenn Gelenke zentriert sind und die tiefen stabilisierenden Muskeln aktiv sind, verteilt sich die Belastung gleichmäßig über das Gewebe. Fehlt diese Grundstabilität, geht der Zug nicht in vor allem Muskeln und ein bisserl Faszien, sondern in Bänder, Kapseln, Nerven, Sehnen und somit in passive, nicht dehnbare Strukturen – und genau dort entstehen Überlastung und Gewebsverletzungen.

Deshalb müssen Beckenboden, Bauch, Zwerchfell, Nacken und Kehlkopf miteinander gekoppelt arbeiten.
Die Atmung muss im Kehlkopf, Bauch und im Beckenboden die richtigen Muskeln aktivieren. Nur eine vollständige, stabile Zwerchfellatmung erzeugt den inneren Druck, der die Wirbelsäule schützt, die Gelenke stabilisiert und den Körper in einen sicheren Spannungszustand bringt.

Das verhindert Grundspannung, die unbewusst und kompensatorisch entsteht.
Stattdessen entsteht eine bewusste, funktionelle Spannung, die eigentlich automatisiert ablaufen sollte.

🌙 Ohne Yang kein Yin.
🪐 Ohne Grundstabilität kein bewusstes Gewebe detonisieren / dehnen / beweglicher machen.
✨ Ohne Halt kein Loslassen.
💫 Ohne Rahmen kein Öffnen und Fühlen.

Erst wenn der Rahmen steht, darf das Nervensystem loslassen.
Erst wenn der Körper sich sicher fühlt, kann Yin seine Wirkung entfalten.

Und ja:
Nur wenn du instabil oder muskulär aus der Balance bist (was die meisten heutzutage sind), braucht es wieder dieses Bewusstsein, bis es erneut automatisiert ist.

Yin Yoga ist deshalb kein Gegensatz zu Kraft oder Stabilität, sondern vielmehr ihre Fortsetzung und Steigerung ❤️‍🩹 meistens wird es aber als Einstieg oder einfache entspannende Art gehandhabt, was vollkommen falsch Ist. Yin Yoga kann das absolut Heilsamste sein, wenn du dein Yang verkörpern kannst 🪐

Warum deine Atmung direkt deinen Kiefer und deinen Beckenboden beeinflusst 🫁 ⚡️ Kiefer, Zwerchfell und Beckenboden arbei...
10/01/2026

Warum deine Atmung direkt deinen Kiefer und deinen Beckenboden beeinflusst 🫁 ⚡️

Kiefer, Zwerchfell und Beckenboden arbeiten nicht getrennt.
Sie sind biomechanisch gekoppelt über Druck, Spannungund neuronale Ansteuerung. Sie bilden - wie du im Bild erkennen kannst- die 3 Verschlüssen für die inneren Drucksysteme Bauchraum, Brustkorb und Kopf und stabilisieren den Rumpf inklusive Organe nach oben und unten
Und der Schlüssel, der dieses System reguliert, ist deine Atmung 🧘🏼‍♀️

Bei physiologischer Nasenatmung liegt die Zunge flächig am Gaumen.
Das ist keine passive Haltung, sondern aktive Stabilisation:
Der Kiefer wird von innen zentriert, die Halswirbelsäule von vorne stabilisiert, der Kopf kann aufrecht getragen werden.

Gleichzeitig co-kontrahieren Zunge, Kiefer- und Nackenstabilisatoren, Zwerchfell und Beckenboden
als funktionelle Einheit.
So entsteht Rumpfspannung von innen, oben und unten.

Bei Mundatmung bricht dieses System auf.
Die Zunge sinkt nach unten, verliert ihre Spannung.
Umliegende Muskeln werden inaktiv.
Der Gaumen verliert seinen notwendigen Gegendruck.

Biomechanisch bedeutet das:
Der Kiefer verliert seine zentrierte Position,
die Halswirbelsäule folgt.
Der Kopf verlagert sich nach vorne,
die Aufrichtung der Wirbelsäule verändert sich.

Mit dem Verlust der Kiefer- und Zungenstabilität
nimmt auch die Rumpfspannung ab.
Der Beckenboden verliert seine Anbindung nach oben,
weil die Co-Kontraktion mit Zwerchfell und Kiefer fehlt.

Instabilität entsteht nicht punktuell, sondern sie wandert.
Über Becken, Hüfte, Knie bis in den Fuß.

Viele Probleme werden unten gespürt,
entstehen aber oben durch ein Atemmuster, das biomechanisch nicht vorgesehen ist.

Deine Atmung ist kein Nebenschauplatz.
Sie ist die Basis deiner inneren Aufrichtung.

Und sie entscheidet,
ob Kiefer, Nacken, Rumpf und Beckenboden zusammenarbeiten oder gegeneinander kompensieren.

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Warum Mundatmung – vom Säugling bis zum Erwachsenen – den Körper biomechanisch instabil macht und Nasenatmung die Grundl...
10/01/2026

Warum Mundatmung – vom Säugling bis zum Erwachsenen – den Körper biomechanisch instabil macht und Nasenatmung die Grundlage für gesunde Entwicklung ist?

Atmung ist kein isolierter Vorgang der Lunge, sondern viel mehr ein mechanischer Einflussfaktor auf die gesamte Körperstatik.

Die physiologische Atmung erfolgt IMMER über die Nase.
Sie ermöglicht eine stabile Zungenruhelage:
Die Zunge liegt flächig am Gaumen, der Kiefer wird von innen geführt, der Schädel erhält strukturelle Unterstützung in seinem Wachstum und Sein.

Bei Mundatmung fällt diese Stabilisierung weg, da die Zunge nun schlaff nach unten sinkt und mit der Zunge auch andere umliegende Muskeln inaktiv werden.
Der Gaumen verliert dadurch Gegendruck. Biomechanisch bedeutet das:
Der Kiefer und auch die Halswirbelsäule verlieren ihre zentrierte Position.
Der Kopf verlagert sich nach vorne. Die Aufrichtung der Wirbelsäule verändert sich.

Instabilität breitet sich nach unten fort:
Die Rumpfspannung nimmt ab, da die Zungen-/ Kieferstabilität immer mit Zwerchfell und Beckenboden/ Rumpfkapsel cokontrahieren, wodurch sich auch die Becken-/ Hüft-/ Knie und Fußposition und somit die Stabilität verändert- die Knie überstrecken sind, fallen nach Innen und werden rotatorisch instabil.

Besonders relevant ist Mundatmung bei Säuglingen und Kleinkindern.
Denn hier beeinflusst Atmung nicht nur Funktion, sondern Form:
Schädelentwicklung, Kieferform, Kopfausrichtung – all das wird über Zungenlage und Atemmuster mitgeprägt.

Chronische Mundatmung ist somit nicht richtig und fatal für den ganzen Körper.
Sie verändert Stabilität, Haltung und Entwicklung –
vom Kopf bis zu den Füßen.

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06/01/2026

Denn biomechanisch haben diese Muskelgruppen völlig unterschiedliche Aufgaben.
Stabilisatoren wie z. B. tiefe Rumpf-, Nacken- oder gelenknahe Muskeln arbeiten vorausschauend, mit niedriger Kraft, hoher Präzision und feiner Dosierung. Sie sichern Gelenke, bevor Bewegung überhaupt entsteht.
Mobilisatoren hingegen erzeugen Bewegung, Kraft und Tempo. Sie sind groß, leistungsfähig, aber nicht dafür gemacht, dauerhaft zu stabilisieren

Das Problem: In vielen Körpern und damit auch in vielen Therapiekonzepten sind diese Rollen vertauscht.
Tiefenstabilisatoren sind gehemmt, verspätet oder gar nicht aktiv. Mobilisatoren springen ein, halten fest, verspannen, übernehmen Kontrolle. Es entsteht ein muskuläres Ungleichgewicht: zu viel Bewegung ohne Führung oder zu viel Spannung ohne Sicherheit.

Biomechanisch führt das zu schlechter Gelenkzentrierung, ineffizienter Kraftübertragung und dauerhafter Kompensation.
Neurophysiologisch bedeutet es Stress. Denn das Nervensystem registriert fehlende mechanische Sicherheit. Die Folge: erhöhte Grundspannung, Schutzmuster, reduzierte Bewegungsvariabilität und chronische Beschwerden.

Genau deshalb reichen Kräftigung, Mobilisation oder „gute Übungen“ allein oft nicht aus.
Entscheidend sind Timing, Aktivierungsmuster und Dosierung.
Wann aktiviert ein Muskel?
Wie viel Spannung ist nötig?
Und in welcher Reihenfolge greifen Stabilisierung und Bewegung ineinander?

Ohne korrektes Timing kommen Stabilisatoren zu spät.
Ohne richtige Dosierung wird Aktivierung zu Übersteuerung.

Wenn du beginnst, diese Zusammenhänge wirklich zu sehen, verändert sich dein klinischer Blick:
Du erkennst, warum Beschwerden immer wiederkehren.
Warum das Nervensystem nicht zur Ruhe kommt.
Und warum dein:e Patient:in trotz Training nicht stabiler wird.

Genau hier setzt meine Fortbildung Physioconnect an.
Du lernst, Stabilisatoren sicher von Mobilisatoren zu unterscheiden, muskuläre Ungleichgewichte präzise einzuordnen und Therapie so aufzubauen, dass sie mechanische Sicherheit und neuronale Entlastung schafft.

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03/01/2026

Biomechanisch gesehen sind Kaumuskeln keine „Problemverursacher“, sondern echte Kompensationshelden. Sie verspannen sich oft nicht, weil sie zu stark sind, sondern weil sie zu viel Verantwortung übernehmen müssen.

Ein zentraler Grund ist ein Muskelungleichgewicht:
Wenn bewegende oder stabilisierende Gegenspieler ihre Aufgabe nicht ausreichend erfüllen, müssen die Kaumuskeln einspringen. Das passiert z. B. bei einer muskulären Instabilität der Halswirbelsäule oder des Kiefergelenks. Fehlt dort Führung und Halt, findet der Körper sie (leider) im Kiefer.

Häufig sehen wir dann Knirschen, Pressen oder das dauerhafte Andrücken der Zunge an die Zähne. Warum? Weil diese muskuläre Spannung oft mit Stabilität gleichgesetzt wird. Halt am falschen Ende, aber für den Körper und das Nervensystem erst mal logisch.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist das vegetative Nervensystem:
Dominiert der Sympathikus (Stress-, Alarm-, Leistungsmodus) dauerhaft über den Parasympathikus (Vagusnerv, Ruhe, Regeneration), bleibt der Muskeltonus erhöht. Der Körper ist ständig „on“ auch nachts. Entspannung wird verlernt.

Hinzu kommt oft eine fehlende innere Stressregulation. Unverarbeiteter Stress, emotionale Anspannung oder psychodynamische Themen – wie das dauerhafte Unterdrücken von Impulsen des Selbstausdrucks – suchen sich dann einen körperlichen Ausdruck. Zähne mahlen, pressen, kauen ohne Nahrung: Der Körper „verarbeitet“, was innerlich keinen Raum bekommt.

Und ja – auch der Beckenboden spielt mit.
Ein zu verspannter oder zu inaktiver Beckenboden beeinflusst gemeinsam mit Kiefer und Mundboden die Druck- und Stabilitätssysteme (Bauchraum, Atmung, Haltung). Gerät dieses System aus dem Gleichgewicht, reagiert der Kiefer oft mit Mehrarbeit.

Hast du das gewusst? Wissen ist hier erstmal Macht. Denn nur wer sich hier wahrnehmen & seine eigenen Kompensationsmuster beobachten und diese dann Schritt für Schritt ausgleichen lernt, kommt hier aus der Schmerzspirale. Nicht durch 1 Kraft-/ Mobilisierungs- oder Vagus Übung. Dieses Muster baut sich meistens über lange Zeit auf- wieso also soll eine blöde einzelne Vagus-Schüttelübung oder Kieferlockerungs-Übung dich hier langfristig rausholen? 🥲❤️‍🩹

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Schärding
4780

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Dienstag 09:00 - 14:00
Mittwoch 09:00 - 14:00
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