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17/04/2026

Korinna Schumann Sozialministerium Österreich

⚠️ Wer Wettbewerb verbieten muss, hat bereits verloren🩺 Das Gesundheitssystem steht unter Druck. Wartelisten wachsen. Ka...
16/04/2026

⚠️ Wer Wettbewerb verbieten muss, hat bereits verloren

🩺 Das Gesundheitssystem steht unter Druck. Wartelisten wachsen. Kassenärzte werden seltener. Wahlärzte deutlich häufiger. Die politische Reaktion darauf lautet: Wettbewerb eindämmen.

Das ist ein strategischer Kommentar zum Interview mit Gesundheitsministerin Korinna Schumann – und zur gefährlichen Logik hinter dem Ruf nach Privatisierungsverboten.

Am 8. April 2026 erschien in Arbeit&Wirtschaft ein Interview mit Bundesministerin Korinna Schumann. Titel: „Mit Gesundheit lässt sich gut Profit machen." Kernbotschaft: Private Anbieter im Gesundheitswesen gelten als Problem – und die Regierung wird handeln, um Privatisierungstendenzen „zurückzudrängen".

Schumann verweist auf ein „gutes, starkes öffentliches Gesundheitssystem", welches „dringend stabilisiert" werden müsse. Sie benennt 500 Millionen Euro im Gesundheitsreformfonds, Primärversorgungseinheiten als Zukunftsmodell, demografische Herausforderungen und das Versprechen des ASVG aus dem Jahr 1955.

Was das Interview nicht direkt ausspricht, scheint zwischen jeder Zeile hindurch: Das System steht unter erheblichem Druck. Wartelisten wachsen. Kassenärzte werden seltener, Wahlärzte deutlich häufiger – ein Plus von fast 150 Prozent seit 2000, bei lediglich 0,4 Prozent mehr Kassenärzten. Die politische Reaktion darauf lautet: Wettbewerb eindämmen.

In dieser Situation den Wettbewerb einzufrieren halte ich für einen fundamentalen strategischen Fehler – und ein demokratiepolitisches Problem ersten Ranges.

Als Co-Founder und CEO von pflege network®, dem ersten privaten Pflege-Franchisesystem Österreichs, und mit 15 Jahren Praxiserfahrung bei der ÖGK bringe ich eine Perspektive ein, die weder rein ideologisch noch rein unternehmerisch ist. Jemand, der beide Seiten dieses Systems von innen kennt, lernt: Systemisches Versagen zeigt sich immer zuerst in der Peripherie – lange bevor es in den Ministerien ankommt.

➡️Systemlogik schlägt Rhetorik
In der Strategieanalyse findet sich ein Grundsatz, der auf unsere Situation in der Gesundheitspolitik zutrifft wie auf kaum ein anderes Politikfeld:

Ein System, das seinen Wettbewerb verbieten muss, um zu überleben, hat bereits versagt.

Das ist keine ideologische Kampfansage gegen den Sozialstaat – es ist eine nüchterne systemlogische Diagnose.

Denn wenn private Anbieter Patientinnen und Patienten in einem solchen Ausmaß anziehen, dass dies politisch als Bedrohung gilt, verschiebt sich die relevante Frage: nicht, warum die Privaten so attraktiv sind, sondern warum das öffentliche System so unattraktiv wurde.

Schumann beantwortet diese Frage implizit selbst: Lange Wartezeiten, Ärztemangel im Kassensystem, fehlende Frauengesundheitsangebote, unzureichende Pflegeversorgung im ländlichen Raum. Kein einziges dieser Argumente richtet sich gegen Private. Alle gemeinsam sind Diagnosen eines Systems, das in zentralen Versorgungsaufgaben nicht liefert.

Wer in dieser Situation die Antwort in der Beschränkung von Wettbewerb sucht, verwaltet das Versagen – ohne es zu lösen.

Die eigentliche Reformaufgabe liegt anderswo: das öffentliche System so attraktiv, so effizient und so verlässlich zu gestalten, dass Menschen es aus Überzeugung wählen – nicht weil ihnen keine Alternative bleibt.

Demokratie, Marktwirtschaft und die Ausnahme Gesundheit
In einer funktionierenden Demokratie mit sozialer Marktwirtschaft gilt ein Grundprinzip: Der Staat greift in den freien Markt ein, um Monopole zu verhindern – nicht, um sie zu errichten.

Kartellrecht, Wettbewerbsrecht, die gesamte regulatorische Architektur der EU folgen dieser Logik. Bundeswettbewerbsbehörde, Europäische Kommission, die einschlägigen Artikel des AEUV – alle verfolgen das Ziel, Machtkonzentration zu begrenzen und Wettbewerb zu schützen.

Die politische Erzählung rund um das österreichische Gesundheitswesen dreht dieses Prinzip um: Staatlich eingegriffen werden soll hier nicht, um ein Monopol zu brechen – sondern um eines zu zementieren.

Für das demokratische Gleichgewicht stellt dieser Ansatz ein Problem dar. Sobald der Staat als einziger Anbieter auftritt und gleichzeitig als Regulierer, Förderer und Kontrolleur agiert, entsteht ein Interessenkonflikt, der systemimmanent nicht auflösbar ist.

In anderen Bereichen – Energie, Telekommunikation, Verkehr – hat Österreich, hat Europa die Liberalisierung als notwendiges Korrektiv erkannt. Im Gesundheitswesen hingegen gilt staatliche Dominanz als Schutz, privates Engagement als Bedrohung.

Jenseits der wirtschaftspolitischen Fragwürdigkeit liegt eine ethische Dimension: Wer so argumentiert, behauptet implizit, Qualität, Innovation und Patientenorientierung seien exklusive Eigenschaften staatlicher Strukturen. Die Evidenz spricht dagegen.

➡️ Das Monopol der Solidarität hat einen blinden Fleck
Schumann verweist auf das ASVG-Versprechen von 1955: Versorgung unabhängig von Einkommen, Alter und Wohnort. In seiner Grundidee richtig und wichtig – und seit Jahren gebrochen. Nicht durch Private, sondern durch Systemversagen im öffentlichen Bereich selbst.

Wer in Österreich lebt, weiß, was Versorgungsgleichheit im öffentlichen System praktisch bedeutet: Wartezeiten von Wochen auf einen Facharzttermin, stundenlange Anfahrten zu Kassenärzten, lückenhafte Angebote in der mobilen Pflege. Formal gilt das ASVG-Versprechen. Faktisch gilt es nicht.

Daraus ergibt sich ein Paradoxon, das politisch kaum diskutiert wird: Private Anbieter schließen oft genau jene Lücken, die das öffentliche System offenlässt. Sie entstanden nicht als Ursache der Ungleichheit im System – sondern als Antwort auf sie.

Wer private Anbieter zurückdrängt, ohne die strukturellen Lücken zu schließen, verschlechtert die Versorgungslage für jene, die sich keine privaten Alternativen leisten können.

Das ist keine Theorie, sondern dokumentierte Realität in Regionen Österreichs, in denen pflege network® und ähnliche Strukturen tätig sind.

Unter der Rhetorik der Solidarität verbirgt sich ein realer Schaden: Die Abschaffung von Wettbewerb trifft zuerst jene, die auf Versorgung angewiesen sind – nicht jene, die sie politisch gestalten.

➡️ Gleichstellung konkret – wer wirklich verliert

Im Interview spricht Schumann explizit über Frauengesundheit: Endometriose, Wechseljahre, strukturelle Unterversorgung von Frauen im öffentlichen System. Richtig und wichtig – der daraus gezogene Schluss jedoch inkonsistent.

Frauen nehmen private Leistungen in Anspruch, weil das öffentliche System sie nicht ausreichend versorgt – nicht aus Ablehnung des Kassenangebots. Gynäkologie gehört zu den am stärksten von der Kassenflucht betroffenen Fachrichtungen. Frauenspezifische Erkrankungen werden im öffentlichen System chronisch unterdiagnostiziert und unterbehandelt.

Daraus folgt keine Beschränkung privater Frauengesundheitszentren als Lösung. Gefragt wäre ein öffentliches Angebot, das dem realen Bedarf von Frauen entspricht: Versorgungsplanung entlang geschlechtsspezifischer Bedarfsprofile, nicht entlang administrativer Überlieferung.

Analoges gilt für die Pflege. Die Aufnahme in die Schwerarbeiterregelung sendet ein wichtiges Signal. Zwischen Signal und Systemreform liegt jedoch eine erhebliche Distanz.

Solange Pflegeberufe systematisch benachteiligt und gesellschaftlich unterbewertet bleiben, wird keine Incentivierungsmaßnahme den Fachkräftemangel lösen.

Gleichstellung im Gesundheitswesen umfasst mehr als gleichen Zugang – gleiche Qualität, gleiche Bedarfsorientierung und gleiche Anerkennung derjenigen, die das System am Laufen halten. Ein Privatisierungsverbot verschiebt lediglich die Verantwortung, ohne irgendeines dieser Ziele zu erreichen.

➡️ Was wirksam wäre aber nicht gemacht wird
Anstatt Wettbewerb einzuschränken, braucht das österreichische Gesundheitswesen eine strategische Neuausrichtung entlang nachprüfbarer Kriterien. Aus meiner Arbeit im Schnittfeld von Sozialversicherung, privatem Pflegesystem und Digitalisierung ergeben sich sieben konkrete Positionen:

➡️ Wettbewerb als Qualitätshebel nutzen
Den Kassenbereich verlassen Ärzte nicht, weil Private attraktiver werben – sondern weil Bürokratie, Honorarstruktur und Rahmenbedingungen unattraktiv sind. Dort muss die Reform ansetzen.

➡️ Faire Finanzierungsparität zwischen öffentlich und privat herstellen
Wer öffentlich Leistung erbringt, benötigt dasselbe wirtschaftliche und fachliche Fundament wie private Anbieter. Quersubventionierung verzerrt und macht träge.

➡️ Versorgungsplanung regionalisieren und evidenzbasiert gestalten
Die von Schumann angekündigte Versorgungsanalyse geht in die richtige Richtung. Entscheidend bleibt, was daraus folgt: Bedarfsplanung nach Bevölkerungsstruktur, nicht nach politischem Verhandlungsergebnis.

➡️ Private Anbieter in Systemstrukturen integrieren
Hybridmodelle, in denen private Betreiber öffentliche Leistungsaufträge erfüllen, existieren in Deutschland, der Schweiz und den Niederlanden mit messbaren Qualitätsergebnissen. Österreich hat hier Nachholbedarf.

➡️ Digitalisierung als Systemreform begreifen
ELGA, Telemedizin und KI-gestützte Diagnostik bilden Voraussetzungen für skalierbare, qualitätsgesicherte Versorgung. Die Investitionen müssen der Dimension der Aufgabe entsprechen.

➡️ Pflegefachpersonen aufwerten
Schwerarbeiterregelung und Pflegebonus sind ein Tropfen auf den heißen Stein. Notwendig bleibt eine vollumfängliche Neubewertung des Berufsfeldes: eine starke akademische Verankerung, freie Berufsausübung und eine klare Unterscheidung zwischen Pflege und Betreuung in den Medien wären ein Anfang.

➡️ Transparenz über Systemleistung herstellen
Schumanns Kritik an interessensgeleiteten privaten Studien trifft einen realen Punkt. Sie gilt aber symmetrisch genau so für den öffentlichen Sektor. Österreich braucht unabhängige, regelmäßig publizierte Qualitäts- und Versorgungsindikatoren – vergleichbar, nachvollziehbar, öffentlich zugänglich.

➡️ Autorität aus Klarheit
Weder als Lobbyist privater Gesundheitsunternehmen noch als Ideologe schreibe ich dies. Sondern als jemand, der 15 Jahre im öffentlichen Sozialversicherungssystem gearbeitet hat, der die Stärken dieses Systems kennt – und deshalb seine Schwächen benennt, ohne sie zu beschönigen.

Echte Qualitäten hat das österreichische Gesundheitssystem, das ist unbestritten. Die Solidarlogik des ASVG trägt in ihrer Grundidee. Systeme aber, die sich nicht kritisieren lassen, Wettbewerb als existenzielle Bedrohung erleben und politisch vor Innovation geschützt werden müssen, verlieren langfristig – nicht gegen Private, sondern gegen die Realität.

Schumanns Interview steht symptomatisch für eine politische Kultur, die Problembeschreibung mit Problemlösung verwechselt.
„Privatisierungstendenzen zurückdrängen" ist eine ideologisch motivierte Erzählung mit dem Ziel den Status Quo zu zementieren.

Denn hätte die Ministerin tatsächlich eine Strategie im Sinn, würde sie darüber sprechen, wie das System so gut wird, dass niemand mehr eine Alternative braucht.

Gleichstellung im Gesundheitswesen – zwischen Geschlechtern, zwischen Regionen, zwischen sozialen Schichten – entsteht durch Qualität, Erreichbarkeit und Verlässlichkeit.

Wer das öffentliche System wirklich stärken will, muss den Mut aufbringen, es an diesen Kriterien zu messen – und nicht an der Abwesenheit von Konkurrenz.

Die Aufgabe ist lösbar. Wer sie lösen will, fängt nicht mit Verboten an.

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Thomas Maximilian Lener ist Co-Founder & CEO von pflege network® – Österreichs erstes privates Franchisesystem in der freiberuflichen Pflege. Mit 15 Jahren Hintergrund bei der ÖGK verbindet er systemisches Insiderwissen mit unternehmerischer Praxis. Er schreibt über Gleichstellung, Systemstrategie und strukturelle Erneuerung im Gesundheitswesen.

Sozialministerium Österreich

Ein Soziallandesrat der SPÖ vergibt mit öffentlichen Mitteln finanzierte Versorgungsgebiete an Organisationen, deren Füh...
04/04/2026

Ein Soziallandesrat der SPÖ vergibt mit öffentlichen Mitteln finanzierte Versorgungsgebiete an Organisationen, deren Führungspositionen mit SPÖ-Politiker:innen besetzt sind — über ein Regelwerk, das jeden anderen Anbieter, auch freiberufliche Pflegefachpersonen, komplett ausschließt.

Die mediale Aufarbeitung war eine unkritische Wiedergabe einer Presseaussendung von 🚩 Leonhard Schneemann (SPÖ).

Veröffentlicht wurde der Artikel vom ORF 🚩, dessen Stiftungsrat von der SPÖ als stärkster Fraktion dominiert wird. Mit Heinz Lederer 🚩 — ehemaliger Kommunikationschef der SPÖ, auf Vorschlag der SPÖ in den Stiftungsrat entsandt und Sprecher der SPÖ-Fraktion im Stiftungsrat — als Vorsitzendem.

🤔 Um was geht es?

Ab 1. April 2026 regelt das Burgenland 🚩 die mobile Pflege über ein Regionenmodell mit 28 Zuständigkeitsbereichen.

Alle 28 Regionen gingen an sechs Organisationen, fünf davon bilden die Bundesarbeitsgemeinschaft Freie Wohlfahrt.

Den größten Einzelanteil erhielt die Volkshilfe Österreich 🚩 mit 10 der 28 Regionen — mehr als ein Drittel aller Versorgungsgebiete im Bundesland.

Die Vergabe verantwortete SPÖ-Soziallandesrat Leonhard Schneemann 🚩.

Präsidentin der Volkshilfe Burgenland ist Verena Dunst 🚩 — SPÖ-Politikerin, ehemalige Landesrätin, ehemalige Erste Landtagspräsidentin des Burgenlands und seit Jahrzehnten im Landesparteivorstand der SPÖ Burgenland. Auf der offiziellen Website der SPÖ ist Dunst als Volkshilfe-Präsidentin geführt.

Beiden — Schneemann und Dunst — ist die Nähe zwischen ihren jeweiligen Institutionen keine Unbekannte: Sie treten gemeinsam bei öffentlichen Terminen auf. Auf der Geschichtsplattform des Roten Wien — der offiziellen historischen Dokumentationsplattform der SPÖ Wien — wird die Volkshilfe explizit als „befreundete Organisation der SPÖ" bezeichnet.

Auf Bundesebene war bis 2019 der SPÖ-EU-Abgeordnete Josef Weidenholzer 🚩 Präsident der Volkshilfe Österreich; seine Nachfolgerin Barbara Gross 🚩 ist ebenfalls SPÖ-Politikerin.

Der Ausschlussmechanismus für alle anderen Anbieter ist eine Gemeinnützigkeitsklausel:

Landesmittel erhalten künftig nur noch gemeinnützige Träger 🚩 ohne Gewinnerzielungsabsicht.

Dieser Satz klingt nach Verbraucherschutz. In seiner rechtlichen Wirkung schließt er jeden Anbieter außerhalb des gemeinnützigen Trägerkreises aus — auch Freiberufler – unabhängig von Qualifikation und Versorgungsqualität.

🇦🇹 Öffentliche Mittel finanzieren hier eine Versorgungsstruktur, die durch eine Rechtsformvorgabe geschlossen gehalten wird — zugunsten eines Anbieterkreises 🚩, dessen personelle Verflechtungen mit der vergebenden Partei 🚩 öffentlich dokumentiert sind.

Bitte teilen Sie Ihre Meinung mit uns – wir möchten wissen, wie Sie diesen Sachverhalt sehen.

Freiberufliche Pflege in Österreich: 3️⃣ Fronten →1️⃣ Ziel → 0️⃣ Rückzug.Wir bei pflege network® kämpfen gerade an drei ...
31/03/2026

Freiberufliche Pflege in Österreich: 3️⃣ Fronten →1️⃣ Ziel → 0️⃣ Rückzug.

Wir bei pflege network® kämpfen gerade an drei Fronten gleichzeitig:

💥 Front eins: BAG Freie Wohlfahrt.
Gesprächsangebot unterbreitet — an den Dachverband von Rotem Kreuz, Hilfswerk, Volkshilfe, Diakonie und Caritas. Gemeinsame Qualitätsstandards. Gemeinsame Fort- und Weiterbildung. Kooperation statt Konfrontation. Antwort: Ablehnung. Der Status quo ist offenbar schützenswerter als Lösungen für die Pflegeversorgung von morgen.

💥 Front zwei: Sozialversicherung.
Seit einem halben Jahr blockiert die ÖGK den Versorgungsausbau in der Pflege in Tirol. Dann eine Stellungnahme — vollgepackt mit Floskeln, Ausweichmanövern und Antworten auf Fragen, die niemand gestellt hat. Auf die tatsächlichen Fragen: kein Wort.

💥 Front drei: Land Niederösterreich.
Wir haben Argumente auf Basis der Bundesverfassung, des nationalen Rechts und des EU-Rechts vorgelegt. Ziel: Landesförderungen für freiberufliche Pflegefachpersonen. Auf keines davon wurde in den drei Ablehnungsschreiben inhaltlich eingegangen.

ℹ️ Das Muster ist nicht zufällig.
BAG Freie Wohlfahrt, Sozialversicherung, Länderpolitik — drei Akteure, ein gemeinsamer Nenner: Machterhalt.

Die freiberufliche Pflege ist in Österreich die einzige Berufsgruppe, der man systematisch den Zugang zum Gesundheitssystem verweigert. Die man nicht als gleichgestellter, vollwertiger Gesundheitsdiensteanbieter in Österreich anerkennt — ohne Kassenvertrag, ohne Gesamtvertragsverhandlungen.

👉 Wer das System kennt, weiß: Es ist so konstruiert.

Ja, dieser Kampf fühlt sich manchmal an wie David gegen Goliath. Und wir kennen den Ausgang.

Goliath hatte Rüstung, Größe, institutionelle Rückendeckung. David hatte Präzision, Ausdauer und das Recht auf seiner Seite. Bundesverfassung. EU-Recht. Grundrechte. Versorgungsrealitäten, die sich nicht wegdiskutieren lassen.

♦️♠️♥️ ♣️ Wir sitzen an diesem Tisch — mit unseren Karten, mit unseren Argumenten, mit unseren Partnern. Und wir bleiben sitzen.

Denn man verlässt den Tisch erst, wenn die letzte Karte gefallen ist.

Tom & Derry Lener

Founder & CEO
TOM & DERRY Unternehmensberater
Betreiber der Marke pflege network®

#§135ASVG

Am 26. März 2025, hat der Tiroler Landtag mit Zustimmung aller Parteien – Tiroler Volkspartei, SPÖ, FPÖ, Die Grünen, Lis...
27/03/2026

Am 26. März 2025, hat der Tiroler Landtag mit Zustimmung aller Parteien – Tiroler Volkspartei, SPÖ, FPÖ, Die Grünen, Liste Fritz und NEOS – die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) aufgefordert, den Stillstand bei Verträgen in der medizinischen Hauskrankenpflege sofort zu beenden.

Seit Herbst blockiert die ÖGK Vertragsabschlüsse mit freiberuflichen diplomierten Pflegekräften. BVAEB und SVS bringen Verträge zustande – die ÖGK nicht.

Die Folgen treffen Versicherte direkt: Leistungen müssen vorfinanziert werden, obwohl Direktverrechnung möglich wäre. ÖGK-Versicherte sind damit schlechter gestellt als Versicherte anderer Kassen.

Der Landtag fordert:
→ Ausstehende Verträge rasch abschließen
→ Zugang neuer Pflegekräfte sicherstellen
→ Verbindlicher Zeitplan für weitere Vertragsabschlüsse

Verlässliche, wohnortnahe Pflege darf nicht an Bürokratie scheitern.

Quelle: Tiroler Volkspartei / Bild: VP-Gesundheitssprecherin LAbg. Beate Scheiber bei der Sitzung vom 26. März zur ÖGK Pflege-Blockade

💬 Kommentar pflege network:

Wir haben den Vertragsstopp der ÖGK juristisch geprüft. Ergebnis: Die ÖGK dürfte mit dieser Praxis gegen nationales sowie EU-Recht verstoßen.

ÖGK Generaldirektor Bernhard Wurzer als auch Obmann Peter McDonald haben mehrfache Anfragen bis zum heutigen Tag unbeantwortet gelassen. Ein einstimmiger Landtagsbeschluss ist ein klares Signal – jetzt muss die ÖGK Stellung beziehen.

Die stärkste Stimme im freiberuflichen Pflegesektor in Österreich – auf LinkedIn. Über 7.000 Follower auf den pflege net...
25/03/2026

Die stärkste Stimme im freiberuflichen Pflegesektor in Österreich – auf LinkedIn. Über 7.000 Follower auf den pflege network® Profilen. Organisch. Ohne Paid Ads.

Stellen Sie sich vor, Entscheider aus Behörden und Politik, Sozialversicherung und öffentlichen Einrichtungen wären jeden Tag erreichbar. Ohne Termin. Ohne Gatekeeper.

Diese Möglichkeit existiert. Fast niemand im freiberuflichen Pflegesektor nutzt sie.

Thomas Maximilian Lener, Co-Founder & CEO, ist Gestalter der pflege network® Social Media Strategie.

Sein einfaches Prinzip:
• regelmäßig erscheinen
• Inhalte mit Strategie teilen
• und nicht aufhören, wenn es still bleibt

👉 Bis aus Sichtbarkeit Vertrauen wird.

Beim pflege network® CONNECT Event teilte er sein Wissen mit den Franchise-Partnern. Einige wollen nun selbst als Corporate Influencer starten.

Was aus konsequenter LinkedIn-Arbeit entstand:

🔹 Kontakte zu Entscheidungsträgern von Unternehmen mit über 1 Mrd. Euro Umsatz

🔹 Teilnehmerakquise für eine Fachveranstaltung mit > 20 Teilnehmern

🔹 Florierende Verbindungen und Austausch mit Pflegefachpersonen und Praxisinhabern in ganz Österreich

Aber eine Stimme allein reicht nicht.

👉 Der freiberufliche Pflegesektor braucht deine Stimme auf LinkedIn.

Deine Erfahrung. Deine Perspektive. Jeder Beitrag, jeder Kommentar, jedes geteilte Praxiswissen stärkt eine ganze Berufsgruppe.

🚀 Du musst nicht perfekt starten – du musst nur starten. Nicht morgen. Jetzt.

Bist du freiberufliche DGKP oder Praxisinhaber/in? Schreib in die Kommentare, was dich bisher davon abhält – oder was dich motiviert auf Social Media aktiv zu werden oder bereits zu sein. 👇

Alle reden über Pflegenotstand. Niemand redet darüber, warum das System aktiv verhindert, dass er sich löst. Bis jetzt.L...
22/03/2026

Alle reden über Pflegenotstand. Niemand redet darüber, warum das System aktiv verhindert, dass er sich löst. Bis jetzt.

Lesen Sie jetzt in der neuen Ausgabe von pflege network® Aktuell: "Freiberufliche Pflegefachpersonen gegen ein Kartell"

💙 Gemeinsam stark – weil Pflege Vertrauen braucht.Wer in der freiberuflichen Pflege arbeitet, kennt die Realität: Es bra...
22/03/2026

💙 Gemeinsam stark – weil Pflege Vertrauen braucht.

Wer in der freiberuflichen Pflege arbeitet, kennt die Realität: Es braucht mehr als Fachwissen. Es braucht ein Netzwerk, auf das man sich wirklich verlassen kann.
Genau das ist die Idee hinter pflege network.
Als Netzwerkpartner bist du nicht allein unterwegs. Du arbeitest selbstständig – mit all der Freiheit, die du dir gewünscht hast – und weißt gleichzeitig: Im Hintergrund steht ein System, das trägt.

✅ Flexible Zeiteinteilung – du bestimmst, wann und wie viel du arbeitest.
✅ Qualitätssicherung – gemeinsam halten wir hohe Standards, nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen.
✅ Lückenlose Versorgung – fällt ein Einsatz aus, springen qualifizierte Netzwerkpartner ein. Kein Klient bleibt allein.
✅ Echte Gemeinschaft – Vertretung, Austausch und gegenseitige Unterstützung sind bei uns kein Versprechen, sondern gelebte Praxis.

Pflege verdient mehr. Mehr Wertschätzung. Mehr Selbstbestimmung. Mehr Zusammenhalt.
Wenn du als diplomierte Pflegefachkraft den nächsten Schritt in Richtung Selbstständigkeit machen willst – oder einfach wissen möchtest, wie unser Modell funktioniert – dann meld dich. Wir freuen uns auf den Austausch. 🙌

👉 www.pflegenetwork.at

😇 Was im Pflegesystem totgeschwiegen wird 🤫 Denn kaum jemand spricht darüber. Also tu ich es.Das Narrativ kennt jeder im...
20/03/2026

😇 Was im Pflegesystem totgeschwiegen wird 🤫 Denn kaum jemand spricht darüber. Also tu ich es.

Das Narrativ kennt jeder im Pflegesektor:

Private Anbieter = Profitgier, Qualitätsverlust, Menschenfeindlichkeit.

Wir Gemeinnützige = Herz, Haltung, die Guten™.

Dieses Selbstbild sitzt tief. Und es ist gefährlich.

👇 Was die Realität zeigt 👇

So manch gemeinnützige Akteur im Österreichischen Pflegesektor sichert seine Marktposition nicht durch bessere Qualität, sondern mit Vitamin B.

Neue Kassenverträge? Derzeit blockiert. Neue Anbieter? Unerwünscht. Wahlfreiheit für Pflegebedürftige? Systemfremd.

Nicht weil das Gesetz es verlangt. Sondern weil der Status quo bequem ist.

Die GuKG-Anforderungen gelten für alle gleich. Die Qualitätsstandards gelten für alle gleich. Die Haftung gilt für alle gleich.

Aber der Marktzugang – der ist alles andere als gleich.

👇 Die Haltung gegenüber privaten Anbietern 👇

Wer Kritik übt, bekommt das Moralargument zurück: "Es geht uns um die Menschen, nicht ums Geschäft."

Gleichzeitig zeigen dieselben Akteure wenig Interesse daran, dass eben diese Menschen eine Wahlfreiheit bekommen.

Eine Wahlfreiheit, die

• Versorgungsknappheit bekämpft,
• Qualität steigert,
• Bewegung in ein stagnierendes System bringt.

Das ist kein Altruismus. Das ist Marktschutz mit humanitärem Deckmantel.

👇 Wie echte Qualitätsorientierung aussieht 👇

Sie begrüßt Wettbewerb. Sie hält Vergleichen stand. Sie braucht keine Abschottung, weil sie überzeugt.

Wer hingegen reflexartig auf "Qualitätsbedenken" verweist, sobald ein privater Anbieter auftaucht – ohne einen einzigen konkreten Qualitätsindikator zu nennen – demonstriert damit vor allem eines: die Angst vor Vergleichbarkeit.

❌ Der Pflegesektor braucht keine geschlossene Gilde mit Heiligenschein.

✅ Er braucht Anbieter, die sich messen lassen und dem Vergleich standhalten.

👇 Was muss sich also ändern? 👇

pflege network® will nicht gegen das Traditionelle kämpfen. Auch nicht konkurrieren.

Unser Ziel ist echte Kooperation statt schöner Worte.

Was deshalb aufhören muss: die systematische Abschottung eines Marktes, der Menschen gehört, die ihn ihr Leben lang finanziert haben.

Also muss man nun den Mut aufbringen, mit tot geschwiegenen Wahrheiten transparent umzugehen.

Denn jede echte Veränderung beginnt mit Selbsterkenntnis – mit einem klaren Blick auf das, was ist.

– Founder's note –

Thomas Maximilian Lener
Co-Founder & CEO
TOM & DERRY Unternehmensberater
Betreiber der Marke pflege network®

Go TiCare Innovations Go! 🛫🚀🏎️
16/03/2026

Go TiCare Innovations Go! 🛫🚀🏎️

14/03/2026

pflege network CONNECT – PGZ Fritzens – 14. März 2026 mit TiCare Innovations

Adresse

Zirmweg 99
Steinach Am Brenner
6150

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