13/04/2026
Viele Atemanleitungen sind gut gemeint.
Aber genau deshalb werden sie selten hinterfragt.
Und genau das ist hier kritisch zu betrachten.
„Atme tief ein.“
„Atme in deinen Bauch.“
„Fülle deine Lungen maximal.“
Sätze, die in vielen Yoga-Klassen ganz selbstverständlich sind.
Und gleichzeitig oft genau das verstärken,
was wir eigentlich vermeiden möchten.
Denn sie werden häufig so verstanden,
dass wir mehr Atem nehmen sollen.
Größer. Stärker. Maximaler.
Und genau dort entsteht Übertreibung –
und ein unnatürliches, dysfunktionales Atemmuster.
Dabei ist „tief atmen“ kein Aufruf,
mehr Luft in den Körper zu ziehen.
Sondern eine Einladung
zu einer ruhigeren, freieren Bewegung des Zwerchfells.
Ohne Druck.
Ohne sichtbare Anstrengung.
Auch Begriffe wie „Bauchatmung“
führen oft zu Missverständnissen.
Viele beginnen, den Bauch aktiv aufzublähen.
Ein Muster, das wenig mit natürlicher Atmung zu tun hat.
Und „Lungen maximal füllen“
ist nicht nur ein Mythos,
sondern fördert genau diese Übersteuerung.
Dabei geht es in einer gesunden Atmung
nicht um mehr Volumen.
Sondern darum,
genau die Menge zu atmen,
die deine aktuelle Stoffwechselsituation erfordert.
Und das ist in den meisten Fällen:
weniger.
Die Frage ist also „Wie können wir in der modernen Yoga-Praxis Atmung so anleiten,
dass sie unterstützt – statt hemmt?“
Mehr dazu in der aktuellen Podcastfolge von Meta Mat:
Ein Leitfaden für eine sichere und nachhaltige Atempraxis (Pranayama).
yogateachertraining