Trauer deinen Weg

Trauer deinen Weg Unterstützung verwaister Eltern
Öffentlichkeitsarbeit

Wir bedanken uns bei der HLWest Klasse 4 BHW (KV: Verena Gritsch, BEd) für Ihr Vertrauen und Aufmerksamkeit. Danke, dass...
10/12/2024

Wir bedanken uns bei der HLWest Klasse 4 BHW (KV: Verena Gritsch, BEd) für Ihr Vertrauen und Aufmerksamkeit. Danke, dass ich euch das Thema Trauer nahebringen durfte.

29/10/2024
Das komplementäre Trauern...Der Verlust eines Kindes hat tiefgreifende Auswirkungen auf die Partnerschaft.Es wird häufig...
24/10/2024

Das komplementäre Trauern...

Der Verlust eines Kindes hat tiefgreifende Auswirkungen auf die Partnerschaft.

Es wird häufig von einem komplementären Trauern gesprochen. Der Tod eines Kindes ist so gravierend, dass er möglicherweise alles infrage stellt, einschließlich der Beziehung. Obwohl Frauen und Männer gleichermaßen intensiv trauern, zeigen Väter ihre Trauer aufgrund gesellschaftlicher Normen vielleicht nicht so deutlich, was zu Missverständnissen führen kann. Die Mutter kann sich dadurch noch isolierter und verletzlicher fühlen. Doch ein gemeinsames Trauern ist möglich. Es ist entscheidend, dass Eltern über diese Aspekte der Trauer informiert werden und Unterstützung erhalten, um einen Weg durch das emotionale Chaos zu finden und eine Balance zwischen individueller und gemeinsamer Trauer zu erreichen.

Empfehlen kann folgendes Buch zu diesem Thema: „Gemeinsam trauern – gemeinsam weiter lieben: Das Paarbuch für trauernde Eltern“ von Roland Kachler und Christa Majer-Kachler

27/09/2024

Trauer deinen Weg ist ein ehrenamtlicher Verein, der sich der Unterstützung verwaister Eltern in ihrer Trauerarbeit widmet. Unser Ziel ist es, durch eine einfühlsame und respektvolle Begleitung neue Hoffnung und Perspektiven zu schaffen. Wir verstehen die Herausforderungen, vor denen Sie stehen, und bieten eine Vielzahl von Angeboten, um Ihnen in dieser schweren Zeit zur Seite zu stehen. Unsere Arbeit basiert auf Mitgefühl, Verständnis und der Überzeugung, dass kein Mensch seinen Verlust allein bewältigen muss. Lassen Sie uns gemeinsam einen Weg finden, der zu Ihnen passt.

Anja  Mein Name ist Anja und ich bin 35 Jahre alt. Ich habe zwei Kinder, die ich an der Hand halte, und eine Sternentoch...
19/08/2023

Anja

Mein Name ist Anja und ich bin 35 Jahre alt. Ich habe zwei Kinder, die ich an der Hand halte, und eine Sternentochter.
Mein Partner und ich hatten uns entschieden ein drittes Kind zu bekommen, damit wir uns komplett fühlen. Leider ist es dann aber anders gekommen als wir es uns gewünscht hätten. Bis zur Geburt von unserer Tochter Nora, wussten wir nicht, dass sie mit einer sehr seltenen und schweren Krankheit auf die Welt kommen würde. Nora schenkte uns drei Wochen, in denen wir sie begleiten durften.
Diese drei Wochen waren das größte Gefühlschaos das ich jemals erlebt habe. Glücklicherweise kann ich aber sagen, dass wir bestens betreut und aufgehoben waren. Es wurden unsere Ängste, Fragen und auch Wünsche immer ernst genommen. Ich sage heute noch, dass wir in dieser Zeit die Engel auf Erden um uns hatten.

Warum machst du bei „TrauerDeinenWeg“ mit?
Manchmal passieren im Leben Dinge, die die Welt für einige Zeit zum Stehen bringt. Da auch ich in solch einer Situation war, bin ich sehr dankbar dafür, dass in dieser schweren Zeit liebevolle und emphatische Menschen um mich waren, die Hand in Hand mit mir durch diese Zeit gegangen sind.
Ohne den Rückhalt dieser Menschen, hätte ich diese Situation nicht meistern können.
Daher weiß ich, wie wichtig es ist eine gute Begleitung zu haben. Sei es Familie, Freunde oder Menschen die in diesem Umfeld arbeiten.
Es ist mir eine Herzensangelegenheit anderen Familien in einer schweren Krise beiseite stehen zu dürfen. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass man in diesem Ausnahmezustand, nicht mehr klar denken kann. Vielmehr ist man in einer Hülle gefangen, welche die Welt nicht mehr klar erscheinen lässt. Das ist der Grund, warum ich anderen Menschen in dieser Not, unter die Arme greifen möchte um mit Ihnen gemeinsam durch diese schwere Zeit zu gehen. Fragen beantworten, Hilfestellung bieten und an richtige Stellen weitervermitteln, ganz egal was gebraucht wird. Ich möchte etwas von der Hilfe, die ich bekommen habe, auch an andere weitergeben.
Die vielen Möglichkeiten die durch unterschiedliche Kooperationen entstanden sind, können wir nun als großflächige Hilfe anbieten und somit vernetzt arbeiten.
Es gibt in einer solchen Situation nichts Schlimmeres, als das Gefühl, alleine zu sein. Aber das sind wir nicht.

Gibt es bestimmte Erlebnisse die dir in Erinnerung geblieben sind?
Natürlich, da gibt es einige.
Nie werde ich die Trauer, Niedergeschlagenheit und Ohnmacht vergessen, als uns mitgeteilt wurde, dass wir unsere Nora nicht mit nach Hause nehmen werden. Diesen Satz, die Menschen und die Umgebung dazu, werde ich mein ganzes Leben nicht vergessen.
Auch werde ich die positiven und stärkenden Zuwendungen nicht vergessen die uns stützten und begleiteten.
Wir hatten jedoch das Glück, dass wir von Anfang an sehr gut betreut worden waren. Wir wurden immer Schritt für Schritt auf das nächste eventuelle Ereignis vorbereitet. Wir erfuhren Respekt und Wertschätzung.

Was würdest du dir wünschen?
Ich würde mir wünschen, dass alle Familien, die ein solches Schicksal erleben müssen eine gute Unterstützung erfahren. Dass deren Familien und Freunde Verständnis für ihre Trauer haben.
Außerdem wäre es mir sehr wichtig, dass unsere Gesellschaft offener mit dem Thema Tod und Sterben umgeht.

Welchen Ansatz verfolgst du, was ist dir wichtig?
Trauer ist so individuell und vielschichtig, dass es mir ein Herzenswunsch ist, dass den Trauernden das notwendige Verständnis entgegengebracht wird und ihnen genügend Raum für das Trauern gegeben wird. Gleichzeitig möchte ich ihnen das Gefühl vermitteln, dass sie nicht alleine sind und wir für sie da sind.

Mira HaidWarum machst du bei diesem „Projekt“ mit?Trauer' deinen Weg ist eine Weiterentwicklung vom Verein TrauErleben.D...
17/08/2023

Mira Haid

Warum machst du bei diesem „Projekt“ mit?

Trauer' deinen Weg ist eine Weiterentwicklung vom Verein TrauErleben.

Damals war die Trauer- und Sterbebegleitung sehr im Fokus, jetzt kommt die Aufklärungsarbeit hinzu.

Seit 2004 bin ich eine verwaiste Mutter, böse Zungen könnten jetzt sagen: „Ist nicht einmal genug?!“

Darauf gibt es nur eine Antwort: „NEIN! So lange ich lebe, werde ich von meinem Sohn Finn erzählen.“

Es ist mir ein Anliegen zu zeigen, dass es ein Leben danach gibt (welches lebenswert ist!). Wir dürfen überleben, ohne Schuldgefühle.

Erst Jahre später wurde mir bewusst, dass mein Sohn Finn mich nicht mit leeren Händen zurück gelassen hat. Er hinterließ mir ein Geschenk, welches Liebe, Stärke und Mut beinhaltete.

So ein dramatisches Ereignis verändert vieles (vor allem in uns), Perspektiven verändern sich. Der Anfang des Trauerweges ist sehr kräftezehrend und perspektivlos.

Es hat sich einiges getan in den letzten Jahren, sowohl gesellschaftlich als auch rechtlich.

Dennoch ist meiner Meinung nach noch viel Aufklärungs- und Bewusstseinsarbeit nötig.



Gibt es bestimmte Erlebnisse die dir in Erinnerung geblieben sind?

Sehr viele. In Gesprächen mit Betroffenen merke ich, dass sich viel getan hat, aber Einiges noch klarer und fordernder ausgesprochen werden muss.

Hart in Erinnerung ist mir eine Ordinationsassistentin geblieben, die ein paar Tage nach dem Tod meines Sohnes, ihn als „Totgeburt“ bezeichnet hat. Sicher nicht aus Boshaftigkeit, aber es tat weh.

War mein Sohn keine Totgeburt, er hat gelebt.
Selbst wenn es so gewesen wäre, war ihr Verhalten respektlos.
In diesem Augenblick war ich wehrlos, überfordert und verletzt. Jetzt würde ich ihr wohl anders antworten.

Solche Erlebnisse gab es immer wieder (vor allem im professionellen Bereich).

Es gab aber auch positive.

Eine ehemalige Arbeitskollegin hat sich einfach so gemeldet, als sie es erfahren hat. Sie kam mich sogar besuchen. Sie war einfach da (mit ihrem Sohn).



Was würdest du dir wünschen?

Ich würde mir mehr Akzeptanz wünschen. Keiner der es nicht erlebt hat, kann auch nur erahnen, was der Tod des eigenen Kindes bedeutet.

Es sollte selbstverständlich sein, dass ich auch meine innere Dunkelheit zeigen darf. Von meinem Sohn voll Liebe aber auch voll Trauer und Schmerz erzählen kann, ohne be- oder verurteilt zu werden.

Ich wünsche mir, dass verwaiste Eltern selbstbewusster mit ihrem Verlust umgehen können.

Ein weiterer großer Wunsch wäre, dass Krankenhäuser Trauerbegleiterinnen (Betroffene) anbieten. In vielen Bereichen gibt es schon sogenannte „Ex in Begleiter“, also Betrofffene die Anderen in ähnlicher Situation weiterhelfen.

Es gibt zwar psychologische/seelsorgerische Betreuung, was an sich schon ein großer Erfolg und hilfreich ist!, aber ein weiterer Stützpfeiler, die Begleitung durch einen „Überlebenden“ wäre sicher ein Mehrgewinn.



Welchen Ansatz verfolgst du, was ist dir wichtig?

„Wir sind Vertriebene von der Insel der Seligen“, diesen Satz sage ich öfter.

Kinder sterben nicht vor den Eltern! Das ist falsch. Ein Paradoxon.

Plötzlich passiert es und man wird von der Insel der Seligen vertrieben.

„Unsere Kinder sind sterblich“

Dieses Bild habe ich im Kopf, mein Ansatz ist alle Gefühle als normal darzustellen. Schmerz, Wut, Zorn, Angst, Schuldgefühle und Unsicherheit haben ihre Berechtigung.

Anfangs sind wir keine ständigen Bewohner mehr der Insel, wir schippern mit unseren Booten um die Insel herum.

Mal mit mehr Abstand, mal mit weniger, mal in Gruppen, mal Allein….und irgendwann legen wir unser Boot an der Insel an, besuchen sie und bleiben auch wieder. Wir können wieder die Annehmlichkeiten genießen, Glück und Leichtigkeit verspüren. Und wenn uns die Insel zu laut ist, ziehen wir uns auf unser Boot zurück, rudern raus um wieder Ruhe und Kraft zu finden.

Mira@trauerdeinenweg.at

13/08/2023

Wir bieten Trauerbegleitung für verwaiste Eltern (unabhängig wie alt ihr Kind
war, nach Unfall, Krankheit, Fehlgeburt, stiller Geburt, Schwangerschaftsabbruch usw.) an.
Wie sieht das konkret aus?
Unser Ziel ist es Menschen in dieser schlimmen Zeit einen Rahmen zu bieten, der es ihnen ermöglicht zu trauern.

Es ist wichtig in dieser Situation zu wissen, dass man nicht alleine ist und dass es jemanden gibt der einen unterstützt und begleitet.

Die Vorbereitung auf eine stille Geburt ist eine sehr wichtige Hilfestellung, die wir anbieten möchten.

Hier gehört auch dazu, dass die Eltern erfahren, dass es einen Sternenkindfotografen gibt und diese Fotos wertvolle Erinnerungen an das Kind sind. Außerdem möchten wir darüber aufklären, dass unsere Sternenkinder auf dem Friedhof bestattet werden dürfen.

Nach der Bestattung, durchleben Mutter und Vater (auch Großeltern und Geschwister) einen sehr individuellen Trauerprozess und auch da möchten wir begleitend Allen zur Seite stehen.

Der Tod des eigenen Kindes ist ein Einschnitt, so schwerwiegend, dass dies nicht einmal erahnt werden kann. So viele Gefühle auf einmal, so viel Schmerz auf einmal und die quälende Frage nach dem Warum....

- Vieles lässt sich einfacher aussprechen, wenn ein gemeinsamer Hintergrund
besteht und man fühlt sich nicht mehr so "abnorm".
- Alles wird auf den Kopf und in Frage gestellt, auch die Partnerschaft ist
davon betroffen.
- Männer und Frauen trauern anders, dies kann zu Beziehungsproblemen
führen. Auch darüber reden wir und hoffen damit Missverständnisse zu
vermeiden.
- Wir sind ehrlich und beschönigen nichts.

Individuelle Trauerbegleitung (persönlich, schriftlich, telefonisch)

Nicht immer ist es möglich ein persönliches Gespräch vor Ort zu führen oder ein solches zu ertragen, seiner inneren Dunkelheit Raum zu geben ist aber wichtig.
Deshalb sind wir auch per Mail, WhatsApp, Zoom erreichbar.

Ungezwungene gemeinsame Treffen (Trauerkaffee/Trauerstammtisch)

- Gemeinsam Kaffee trinken, lachen, schweigen, zuhören, beobachten, reden.
- Alltag für jeden Anderen, auch für UNS! Wir gehen mit unserer Trauer außer
Haus.
- Diese Treffen sind als kleine Auszeit (und doch mit Hintergrund) gedacht.
- Wir begegnen uns auswärts, weil es nichts zu verstecken gibt.

Organisation von Stützgruppen bei Bedarf oder Information über schon
bestehende Selbsthilfegruppen

- Diese Treffen sind privat und in einem geschützten Rahmen, fernab der
Öffentlichkeit.
- Hier ist Raum und Platz für alle Gefühle!

Hilfe und Information bei Fragen der Bestattung, Gestaltung, Sternenkinder-
Fotografie, professionelle Begleitung uvm.

Wir sind auch hier gern behilflich. Wir stellen Kontakte her oder helfen aktiv mit.
Auch wenn man darüber nicht gern redet, aber auch das Finanzielle spielt manchmal eine Rolle. Wir sind auch hier bemüht eine Lösung zu finden.

Es entstehen durch unsere Unterstützung/Vermittlung keine Kosten, wir arbeiten
ehrenamtlich.

Der Verein "Trauer' deinen Weg" ist entstanden um etwas zu bewegen und zu verändern. Das gemeinsame Schicksal ist unser ...
12/08/2023

Der Verein "Trauer' deinen Weg" ist entstanden um etwas zu bewegen und zu verändern.

Das gemeinsame Schicksal ist unser Bindeglied, die Trauerwege waren/sind jedoch unterschiedlich.

Es ist die harte Realität, dass Kinder sterben, für Außenstehende ist allein dieser Gedanke grausam, für Betroffene ihr zukünftiges Leben.

Nach wie vor ist es ein Tabu darüber zu sprechen, es sind Hemmungen vorhanden, weil eben allein der Gedanke beängstigend ist.

Dieses Tabu gilt es aber zu brechen!

Wir möchten unterstützend begleiten, Hilfe anbieten und Möglichkeiten aufzeigen.

Öffentlichkeitsarbeit ist ein wichtiger Schritt um Barrieren abzubauen, Brücken bauen ist unser Ziel.

Zusammenarbeit mit verschiedensten Institutionen, professionellen Helfern, Ärzten, Selbsthilfegruppen und Vereinen uvm. ist uns sehr wichtig.

Je mehr Angebote es gibt, desto vielfältiger kann der Trauerweg gestaltet werden.

Als selbst betroffene Mütter ist es uns auch ein Anliegen Hoffnung zu geben, es gibt ein Leben danach ... welches auch lebenswert ist!

12/08/2023

Wir sind jetzt offiziell ein Verein :)
Die Freude ist groß, denn jetzt können wir starten.
Anja, Kate und ich (Mira) sind voller Tatendrang.

Adresse

Heilig Geist Wohnpark 6
Telfs
6410

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