12/12/2025
🔮 𝘿𝙞𝙚 𝙍𝙖𝙪𝙝𝙣𝙖𝙘𝙝𝙩𝙨𝙧𝙚𝙞𝙨𝙚 🌀
Hier erfährst du: 𝐃𝐚𝐬 𝐖𝐀𝐑𝐔𝐌 * 𝐊𝐫𝐢𝐭𝐢𝐤 𝐚𝐦 𝐇𝐲𝐩𝐞 𝐝𝐞𝐫 𝐑𝐚𝐮𝐡𝐧ä𝐜𝐡𝐭𝐞 * 𝐎𝐫𝐚𝐤𝐞𝐥𝐧 * 𝐋𝐨𝐬𝐥𝐚𝐬𝐬𝐞𝐧 * 𝐖𝐚𝐫𝐮𝐦 𝐞𝐬 𝐣𝐞𝐭𝐳𝐭 𝐬𝐜𝐡𝐨𝐧 𝐠𝐮𝐭 𝐢𝐬𝐭, 𝐥𝐨𝐬𝐳𝐮𝐥𝐚𝐬𝐬𝐞𝐧 𝐮𝐧𝐝 𝐬𝐢𝐜𝐡 𝐯𝐨𝐧 𝐀𝐥𝐭𝐞𝐦 𝐳𝐮 𝐭𝐫𝐞𝐧𝐧𝐞𝐧 * 𝐑ä𝐮𝐜𝐡𝐞𝐫𝐧 * 𝐚𝐥𝐭𝐞 𝐮𝐧𝐝 𝐧𝐞𝐮𝐞 𝐑𝐢𝐭𝐮𝐚𝐥𝐞 * 𝐌𝐚𝐜𝐡 𝐝𝐞𝐢𝐧 𝐞𝐢𝐠𝐞𝐧𝐞𝐬 𝐃𝐢𝐧𝐠
Für mich stellen die 𝕽𝖆𝖚𝖍𝖓ä𝖈𝖍𝖙𝖊 bereits seit meiner Kindheit ein großes Phänomen dar. Am 24. Dezember, wenn meine Eltern abends die Tiere im Stall versorgt hatten, pilgerte meine Mama mit einem Räuchertopf 🔥 um Haus und Stall 🐄, aus dem es wunderbar qualmte. Sie murmelte so einige Dinge vor sich her und wir Kinder marschierten hinter ihr nach. Ich kann mich noch gut an die in unserer Küche erinnern. Meine Mama machte aus dem Räuchern ihr eigenes Ding; sie räucherte, da es bei uns am Land Tradition war.
Für mich war es damals schon super interessant zu hinterfragen, WARUM alles nach und riechen und wir in der Dunkelheit um Haus und Stall laufen mussten. 🫣😅
Also. Die RAUCHNÄCHTE. Ja. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass dieser alte Brauch schön langsam wieder in unseren Alltag zurückkehrt. Wobei „Brauch“ nach so WENIG klingt, obwohl es doch so VIEL ist. 🙏🏼 Unendlich viel Wahrheit steckt in all diesem Tun- und jeder, der sich dafür interessiert, darf sich selbst in diese Energie hineinfallen lassen, um sein eigenes Ding daraus zu machen. Hier gibt es kein RICHTIG und kein FALSCH. Aber Vorsicht: Wenn du es einmal machst, wirst du es immer machen wollen. Magische Momente und Gänsehaut garantiert... 🫶✨
Wobei ich mittlerweile schon sehe, dass in „meiner“ Bubble ein 𝘳𝘦𝘨𝘦𝘭𝘳𝘦𝘤𝘩𝘵𝘦𝘳 𝘏𝘺𝘱𝘦 𝘶𝘮 𝘥𝘪𝘦 𝘙𝘢𝘶𝘩𝘯ä𝘤𝘩𝘵𝘦 zu entstehen beginnt. Merkst du das auch? 🫤 Hier wird plötzlich von einer „Rauhnachts- Challenge“ oder dem „Rauhnachts- Booster“ gesprochen. Plötzlich wird Tradition und alter Glaube vermarktet- der Anschein erweckt, dass es „ohne“ nicht mehr ginge. Wir alle sehnen sich aber gerade in dieser Zeit nach Ruhe, Stille und Rückzug und werden durch die vielen Angebote regelrecht dazu aufgehört, etwas zu tun. Und fühlen uns so noch mehr getrieben. 😵💫
. und machen aus DER Zeit, die eigentlich von altersher dem Rückzug dienen sollte, die nächste Challenge. Als hätten wir davon nicht schon genug in unserem Leben. 😑
Aber zurück zum Thema.
Die Rauhnächte beginnen je nach Überlieferung an einem anderen Tag. Ich habe mich für den am 25. Dezember entschieden, manche beginnen bereits am Heiligen Abend.
Die Rauhnächte bzw. Rauhnachtstage sind jene Schwellenzeit, die aus der Differenz von Sonnen- und Mondjahr entstanden sind. Unsere Ahnen lebten schon immer in direktem Kontakt mit der Natur- besonders dann, wenn diese sich wandelte und wieder in einen anderen Zustand überging. An diesen Tagen wurde das Alte verabschiedet und das Neue begrüßt. Denn die WENDE war da. 🌀
Und ganz besonders nun in diesen Tagen: das Jahresrad ⭕ hörte sich in dieser besonderen Zeit auf zu drehen- auch alle anderen Räder standen still. Es wurde möglichst nicht gearbeitet, sondern nur gefeiert, wahrgenommen und in der Familie gelebt. Die Welt steht in diesen Tagen still- das Unsichtbare soll nun besonders leicht zu spüren sein. Diese Zeit bietet Raum für Rückzug und Stille, dem Eintauchen in die persönlichen Tiefen, um dort Antworten zu finden und Vorhaben und Wünsche für das Neue zu kreieren.
Rauhnächte sind 𝑳𝒐𝒔𝒕𝒂𝒈𝒆- früher „loste“ man an diesen Tagen das folgende Jahr aus. Losen im Sinne von „ORAKELN“. Hier soll jede Rauhnacht für einen neuen Mondmonat stehen (der 25.12. also für den Jänner, 26.12. für den Februar,…). Man beobachtete die Tage: Wetter, Stimmung der Mitmenschen, Tiere, eigene Gedanken,… wurden zum Orakeln der jeweiligen Monate verwendet.
Ich mache das selbst sehr gerne- und ich sage euch nur: das ist tatsächlich pure Magie. ✨ Ich habe noch nie ein Jahr erlebt, welches ich nicht bereits in den Rauhnächten tatsächlich so orakelt habe. Zufall? Oder vielleicht spannende Interpretation? Für mich äußerst stimmig und passend.
Das Alte darf nun verabschiedet werden. Besonders bieten sich hier die Tage VOR den eigentlichen Rauhnächten an. Am 21. Dezember, zur WINTERSONNENWENDE, dem keltischen Julfest, feierten unsere Ahnen die längste Nacht und den kürzesten Tag des Jahres. Fortan werden die Tage wieder länger- das Dunkel dürfen wir hinter uns lassen. Daher sollten wir auch in den nächsten Tagen versuchen, alles was wir nicht mehr brauchen, 𝒍𝒐𝒔𝒛𝒖𝒍𝒂𝒔𝒔𝒆𝒏. Seien es Gedanken, Taten, Situationen oder Menschen- aber natürlich auch so simples wie Altes, Verbrauchtes und Kaputtes. Ich reinige das Haus grobstofflich von all dem Staub und Schmutz der letzten Wochen- aber vor allem die feinstoffliche 𝑹𝒆𝒊𝒏𝒊𝒈𝒖𝒏𝒈 darf nicht vergessen werden: ich räuchere z.B. mit und . Und zwar das ganze Haus von unten bis oben. Und wenn ich es in diesen Tagen nicht schaffe, dann nehme ich die Reinigung in meine persönlichen Rauhnächte mit und versuche, wenn es zeitlich passt, tagtäglich weitere Räume zu reinigen.
Dies mache ich gerne auch mit meiner Familie- hier räuchern wir einen Raum nach dem anderen und zwar so lange, bis der ganze Rauch das Zimmer in erlösenden Nebel setzt. Danach wird das Fenster geöffnet und der Rauch darf abziehen- und nimmt alles mit sich. Während des Räucherns sprechen wir aus, was wir LOSLASSEN möchten: Streit, Ärger, Unfälle,… Da sind meine Kinder immer besonders kreativ... Danach räuchern wir mit einer ganz besonders tollen Räuchermischung, mit der wir Harmonie, Liebe, Kraft, Ruhe und Achtsamkeit in unser Haus holen. Jeder von uns darf all seine WÜNSCHE mitteilen. Und falls ich nicht räuchere, dürfen besonders ausgewählte ätherische Öle mittels Diffuser in die Lüfte steigen. Hauptsache die feinstofflich gereinigten Räume sind wieder „aufgeladen“.
Ich liebe es z.B. selbst in 𝐑𝐢𝐭𝐮𝐚𝐥𝐞𝐧 alles Alte loszulassen und verbrenne die Gedanken dazu am Lagerfeuer, schreibe mir auch 13 Wünsche für das neue Jahr auf, von denen ich jeweils ein Zettelchen pro neuer Rauhnacht ziehe und diesen ohne ihn zu sehen verbrenne. Den 13. Wunsch darf ich mir dann selbst erfüllen. Auch hier möchte ich am Rande kurz erwähnen: Wähle deine Wünsche weise- sie könnten in Erfüllung gehen...
Und dass ich in den Rauhnächten keine 𝐖ä𝐬𝐜𝐡𝐞 👕 aufhänge, ist sowieso klar. Ich will ja nicht, dass sich die „Wilde Jagd“- also das Gefolge Odins, darin verfängt... 🫣😅
Du merkst: Viel könnte ich über diese besonderen Tage schreiben- und noch viel mehr erzählen. 🤩 Aber: Es gibt kein „DIE Rauhnächte“- mach dein eigenes Ding draus. 𝙴𝚜 𝚐𝚎𝚑𝚝 𝚗𝚒𝚌𝚑𝚝 𝚍𝚊𝚛𝚞𝚖, 𝚜𝚒𝚌𝚑 𝚒𝚗 𝚍𝚒𝚎 𝚅𝚎𝚛𝚐𝚊𝚗𝚐𝚎𝚗𝚑𝚎𝚒𝚝 𝚎𝚒𝚗𝚣𝚞𝚐𝚛𝚊𝚋𝚎𝚗- 𝚠𝚒𝚛 𝚕𝚎𝚋𝚎𝚗 𝚒𝚖 𝙷𝚒𝚎𝚛 𝚞𝚗𝚍 𝙹𝚎𝚝𝚣𝚝! Für mich ist es wichtig, zu wissen, woher all diese Überlieferungen kommen, wo die Wurzeln liegen- um diese dann für mich neu interpretiert in meine Gegenwart zu holen.
Wie überall gilt auch hier im Besonderen: Sei so kreativ und mutig und mach dein eigenes Ding draus.. 🤩
Wenn du Anregungen brauchst, hier mein E- Book dazu: https://hautnah.me/e-books/
Dabei ist wichtig nicht zu vergessen, dass wir alles in Ruhe machen dürfen. Oder vielleicht auch gar nichts machen brauchen. Sondern nur SEIN und Beobachten können. 🙏🏼🤍
Kennst du die Rauhnächte und zelebrierst sie? Schreib mir gerne etwas in die Kommentare. 🪇
Drück euch, die Eve