21/01/2026
Wenn Katzen sich ständig putzen, kahle Stellen bekommen oder nicht zur Ruhe kommen, wirkt das für viele Tierhalter zuerst wie ein reines Hautproblem. Oft steckt aber mehr dahinter.
🐱 In diesem Fall stellen wir dir den Fall einer jungen Katze vor, die sich seit Monaten übermäßig putzte und kratzte und sichtbare Hautveränderungen entwickelte. Der starke Juckreiz führte nicht nur zu wunden Stellen, sondern auch zu deutlichem Stress für das Tier.
🔍 Die Diagnose: Nach einer ausführlichen Untersuchung zeigte sich, dass die Katze an einem felinen atopischen Syndrom litt. Das ist eine Form der Allergie bei Katzen, bei der das Immunsystem überempfindlich auf Umweltstoffe wie Pollen, Gräser, Milben oder Schimmelpilze reagiert. Der anhaltende Juckreiz kann dabei auch das Verhalten deutlich beeinflussen.
🩺 Die Behandlung: Die Therapie bestand aus mehreren Bausteinen. Ziel war es, den Juckreiz zu lindern, die Entzündung der Haut zu beruhigen und die Katze langfristig zu stabilisieren. Dazu gehörte unter anderem eine allergenspezifische Immuntherapie, bei der sich der Körper schrittweise an die auslösenden Stoffe gewöhnt. Zusätzlich wurden Medikamente eingesetzt.
Ein wichtiger Teil der Therapie war außerdem die Verbesserung der Haltungsbedingungen. Dazu zählten mehr erhöhte Liege- und Versteckmöglichkeiten, ein katzengesicherter Garten, ausreichend Ruheplätze sowie Toiletten außerhalb der direkten Sichtweite anderer Katzen. Auch mehrere Kratzmöglichkeiten in verschiedenen Räumen halfen dabei, Stress abzubauen und der Katze mehr Sicherheit zu geben.
Bereits nach kurzer Zeit zeigte sich deutliche Verbesserung. Die Katze putzte sich wieder erheblich weniger, kam besser zur Ruhe und die Haut konnte sich erholen.
👉 Anhaltender Juckreiz oder auffälliges Putzverhalten sollte bei Katzen ernst genommen werden. In solchen Fällen beraten wir dich gerne.