11/04/2026
Wenn Kinder stark reagieren, richtet sich der Blick meist auf ihr Verhalten.
Was dabei oft übersehen wird:
Diese Situationen betreffen immer zwei Systeme.
Nicht nur das Kind ist aktiviert –
auch das Nervensystem der Bezugsperson reagiert.
Das kann sich zeigen als:
– innere Anspannung
– erhöhter Druck, die Situation „lösen zu müssen“
– Gereiztheit oder Überforderung
Aus neurophysiologischer Sicht treffen hier zwei dysregulierte Zustände aufeinander.
Und genau das verstärkt die Dynamik.
Veränderung beginnt deshalb nicht nur beim Kind,
sondern auch in der Fähigkeit der Erwachsenen,
den eigenen Zustand wahrzunehmen und zu regulieren.
Das ist kein bewusster Prozess –
sondern ein körperlicher.
Und genau hier setzt körperorientierte Arbeit an.