06/03/2026
💔 Frauen werden nachweislich seltener wiederbelebt. Oft wegen Hemmschwellen oder Unsicherheiten beim Umgang. Das kostet jedes Jahr Frauenleben.
Unser Appell: Erste-Hilfe-Wissen alle zwei Jahre auffrischen 👉Wiederbelebungsmaßnahmen, Herzinfarktsymptome und das richtige Verhalten im Notfall müssen geübt werden, damit sie im entscheidenden Moment sitzen!
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Eine Studie der MedUni Innsbruck zeigt die Unterschiede bei der Wiederbelebung zwischen den Geschlechtern: Qualität, Drucktiefe und Beatmungsdauer ist bei Frauen geringer als bei Männern, Frauen haben somit schlechtere Überlebenschancen. Für die Studienteilnehmer sei beispielsweise das "Freilegen der Brust unangenehm" gewesen, berichtete Studienleiterin und Direktorin des Instituts für Diversität in der Medizin Sabine Ludwig. Dies habe beispielsweise mit der Angst vor dem Vorwurf eines sexuellen Übergriffs zu tun, der Sorge vor der Verletzungsgefahr sowie auch damit, dass die Symptome von Frauen "nicht ernst genommen" würden. Ein Student berichtete, dass der Umgang bzw. die Entfernung des BHs und die Positionierung der Hände Unsicherheitsfaktoren gewesen seien. "Es gibt keinen medizinischen Unterschied bei der Reanimation zwischen Männern und Frauen", hielt Benjamin Treichl, Oberarzt an der Universitätsklinik für Anästhesie und Intensivmedizin fest. Es hapert auch an der Verfügbarkeit weiblicher Reanimationspuppen. An der Medizin Uni behalf man sich daher mit Puppen, auf die Brüste einfach aufgeklebt werden. Erst seit kurzem seien weibliche Puppen auch am Markt zu bekommen, sagte Ludwig.
➡️ Zum Artikel: https://kurier.at/wissen/gesundheit/erste-hilfe-herzstillstand-reanimation-wiederbelebung/403137772
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Bild: Johanniter