09/02/2026
Alkohol verändert die Aktivität wichtiger Neurotransmittersysteme, vor allem von GABA, Glutamat, Dopamin und Serotonin. An den Synapsen führt das zu mehreren parallelen Effekten. Dämpfende Signale werden künstlich verstärkt, erregende Signale abgeschwächt. Um dieses Ungleichgewicht auszugleichen, passt das Gehirn seine Synapsen an: Rezeptoren verändern ihre Anzahl und Empfindlichkeit, Signalwege werden umgebaut. Was kurzfristig als Anpassung funktioniert, führt langfristig zu einer instabilen Reizverarbeitung.
Mit zunehmender Dauer des Alkoholismus verlieren Synapsen an Präzision. Die Signalübertragung wird unzuverlässig, Hintergrundrauschen nimmt zu, hemmende und aktivierende Signale geraten aus dem Gleichgewicht. Besonders betroffen sind Hirnregionen, die für Impulskontrolle, Gedächtnis, Emotionsregulation und Stressverarbeitung zuständig sind. Die Folge sind typische Symptome wie Reizbarkeit, Angst, Konzentrationsstörungen, emotionale Abstumpfung oder das Gefühl, innerlich „unter Strom“ zu stehen.
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