23/03/2026
Klar, am Anfang verwendete ich die einfachen Entschuldigungen: ich nehme Medikamente, Fastenzeit, Dry January, Sportphase etc. Es half kurzfristig. Bei manchen Menschen war ich auch offen. Und ich gehe fest davon aus, dass das auch hinter meinem Rücken wie eine Breaking News die Runde machte: „Er trinkt nicht mehr, weil er nicht mehr DARF“. Das zeigen die auch nach vier Jahren immer noch vorkommenden Blicke nach unten, das „Gar-nicht-erst-fragen“, ob man etwas trinken will. „Es“ steht halt immer im Raum.
Was sich verändert hat, ist mein Umgang damit. Es ist mir zwischenzeitlich völlig egal geworden. Wenn es – selten – dazu kommt, dass es mal zur Sprache kommt, kann ich sagen, dass Alkohol ja die komische Eigenschaft hat, dass man durch den erfolgreichen „Kampf“ gegen ihn (es ist kein Kampf, aber das Wort wird halt immer wieder verwendet) in der Wertung absteigt. Das auch hier im Forum zuweilen geschilderte „Lob, es geschafft zu haben“, nehme ich meist als vergiftetes Lob wahr, bei dem meist ein gedankliches „Du Armer“ bestenfalls mitschwingt. ...
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