Mantrailing

Mantrailing Infos, Tipps und Diskussionen rund ums Mantrailing.

Großartig!!!Abgängige demenzkranke 87-Jährige von Polizeidiensthund aufgefunden
08/02/2026

Großartig!!!

Abgängige demenzkranke 87-Jährige von Polizeidiensthund aufgefunden

Landespolizeidirektion Burgenland

𝐌𝐚𝐧𝐭𝐫𝐚𝐢𝐥𝐢𝐧𝐠 & 𝐌𝐲𝐭𝐡𝐞𝐧Der Fall, der in den letzten Tagen durch die Presse gegangen ist – bei dem sich eine private Hundefü...
04/02/2026

𝐌𝐚𝐧𝐭𝐫𝐚𝐢𝐥𝐢𝐧𝐠 & 𝐌𝐲𝐭𝐡𝐞𝐧

Der Fall, der in den letzten Tagen durch die Presse gegangen ist – bei dem sich eine private Hundeführerin nun vor Gericht verantworten muss – beschäftigt mich nicht erst seit kurzem.
Ich verfolge ihre Arbeit und die anderer und die dazugehörigen Aussagen seit Jahren – und sie haben mich schon lange nachdenklich gemacht.

Nicht wegen der einzelnen Personen.
Sondern weil hier mit Hoffnung gearbeitet wird.

Mantrailing-Einsätze bedeuten Hoffnung für Angehörige.
Und genau deshalb ist es unabdingbar, absolut ehrlich zu sein – nicht nur im Einsatz selbst, sondern schon viel früher: im Training, in der Ausbildung, in den Aussagen darüber, was Hunde können – und was nicht.

Rund ums Mantrailing haben sich über die Jahre viele Vorstellungen und Mythen etabliert.
Manche klingen logisch, manche beruhigen und andere schaffen Erwartungen, die weder Hunde noch Menschen erfüllen können.

Ich möchte das zum Anlass nehmen, einige dieser Mythen näher zu beleuchten.

Dazu wird es eine Serie im WhatsApp-Kanal geben – jeweils ein Mythos, eingeordnet aus meiner praktischen Erfahrung und dort, wo es möglich ist, gestützt durch wissenschaftliche Studien.

Mich interessiert aber auch Eure Sicht!

Welche Mythen, Aussagen oder „Gewissheiten“ rund ums Mantrailing begegnen Euch immer wieder, bei denen Ihr Euch fragt: stimmt das wirklich?
Dann gerne her damit!

Und hier findet Ihr den WhatsApp Kanal:

Mantrailing, Hundenase und mehr auf WhatsApp: https://whatsapp.com/channel/0029Va8XrDXGZNCjxLRYn908

Update:Der Link zu den Nachrichtenhttps://www1.wdr.de/nachrichten/landespolitik/ermittlungen-mantrailer-hunde-betrugsver...
26/01/2026

Update:
Der Link zu den Nachrichten
https://www1.wdr.de/nachrichten/landespolitik/ermittlungen-mantrailer-hunde-betrugsverdacht-100.html

𝐌𝐚𝐧𝐜𝐡𝐦𝐚𝐥 𝐡𝐨𝐥𝐭 𝐞𝐢𝐧𝐞𝐧 𝐝𝐢𝐞 𝐑𝐞𝐚𝐥𝐢𝐭𝐚̈𝐭 𝐞𝐢𝐧.

𝑊𝑖𝑒 𝑑𝑒𝑟 𝑊𝐷𝑅 𝑎𝑚 26.01.2026 𝑖𝑛 𝑠𝑒𝑖𝑛𝑒𝑛 𝐿𝑜𝑘𝑎𝑙𝑛𝑎𝑐ℎ𝑟𝑖𝑐ℎ𝑡𝑒𝑛 𝑏𝑒𝑟𝑖𝑐ℎ𝑡𝑒𝑡𝑒, 𝑒𝑟𝑚𝑖𝑡𝑡𝑒𝑙𝑡 𝑑𝑖𝑒 𝑆𝑡𝑎𝑎𝑡𝑠𝑎𝑛𝑤𝑎𝑙𝑡𝑠𝑐ℎ𝑎𝑓𝑡 𝐸𝑠𝑠𝑒𝑛 𝑔𝑒𝑔𝑒𝑛 𝑒𝑖𝑛𝑒 𝑝𝑟𝑖𝑣𝑎𝑡𝑒 𝐻𝑢𝑛𝑑𝑒𝑓𝑢̈ℎ𝑟𝑒𝑟𝑖𝑛 𝑎𝑢𝑠 𝑁𝑅𝑊, 𝑑𝑖𝑒 𝑟𝑒𝑔𝑒𝑙𝑚𝑎̈ß𝑖𝑔 𝑏𝑒𝑖 𝑀𝑜𝑟𝑑𝑒𝑟𝑚𝑖𝑡𝑡𝑙𝑢𝑛𝑔𝑒𝑛 𝑒𝑖𝑛𝑔𝑒𝑠𝑒𝑡𝑧𝑡 𝑤𝑢𝑟𝑑𝑒. 𝑁𝑎𝑐ℎ 𝑊𝐷𝑅-𝐼𝑛𝑓𝑜𝑟𝑚𝑎𝑡𝑖𝑜𝑛𝑒𝑛 𝑏𝑒𝑠𝑡𝑒ℎ𝑡 𝑑𝑒𝑟 𝑉𝑒𝑟𝑑𝑎𝑐ℎ𝑡, 𝑑𝑎𝑠𝑠 𝐵𝑒ℎ𝑜̈𝑟𝑑𝑒𝑛 𝑢̈𝑏𝑒𝑟 𝑑𝑖𝑒 𝑡𝑎𝑡𝑠𝑎̈𝑐ℎ𝑙𝑖𝑐ℎ𝑒𝑛 𝐹𝑎̈ℎ𝑖𝑔𝑘𝑒𝑖𝑡𝑒𝑛 𝑖ℎ𝑟𝑒𝑟 𝑀𝑎𝑛𝑡𝑟𝑎𝑖𝑙𝑒𝑟-𝐻𝑢𝑛𝑑𝑒 𝑔𝑒𝑡𝑎̈𝑢𝑠𝑐ℎ𝑡 𝑤𝑜𝑟𝑑𝑒𝑛 𝑠𝑒𝑖𝑛 𝑘𝑜̈𝑛𝑛𝑡𝑒𝑛. 𝐼𝑛 𝑑𝑒𝑚 𝐵𝑒𝑖𝑡𝑟𝑎𝑔 𝑤𝑖𝑟𝑑 𝑔𝑒𝑠𝑐ℎ𝑖𝑙𝑑𝑒𝑟𝑡, 𝑑𝑎𝑠𝑠 𝑑𝑖𝑒 𝐻𝑢𝑛𝑑𝑒𝑓𝑢̈ℎ𝑟𝑒𝑟𝑖𝑛 𝑏𝑒ℎ𝑎𝑢𝑝𝑡𝑒𝑡 ℎ𝑎𝑏𝑒, 𝑖ℎ𝑟𝑒 𝐻𝑢𝑛𝑑𝑒 𝑘𝑜̈𝑛𝑛𝑡𝑒𝑛 𝑛𝑜𝑐ℎ 𝑣𝑖𝑒𝑙𝑒 𝐽𝑎ℎ𝑟𝑒 𝑛𝑎𝑐ℎ 𝑒𝑖𝑛𝑒𝑟 𝑇𝑎𝑡 – 𝑡𝑒𝑖𝑙𝑠 𝑠𝑜𝑔𝑎𝑟 𝑢̈𝑏𝑒𝑟 𝐴𝑢𝑡𝑜𝑠𝑝𝑢𝑟𝑒𝑛 – 𝑑𝑒𝑟 𝐺𝑒𝑟𝑢𝑐ℎ𝑠𝑠𝑝𝑢𝑟 𝑒𝑖𝑛𝑒𝑠 𝑉𝑒𝑟𝑑𝑎̈𝑐ℎ𝑡𝑖𝑔𝑒𝑛 𝑓𝑜𝑙𝑔𝑒𝑛. 𝑊𝑖𝑠𝑠𝑒𝑛𝑠𝑐ℎ𝑎𝑓𝑡𝑙𝑒𝑟 𝑏𝑒𝑤𝑒𝑟𝑡𝑒𝑛 𝑠𝑜𝑙𝑐ℎ𝑒 𝐴𝑢𝑠𝑠𝑎𝑔𝑒𝑛 𝑙𝑎𝑢𝑡 𝑊𝐷𝑅 𝑒𝑖𝑛𝑑𝑒𝑢𝑡𝑖𝑔 𝑎𝑙𝑠 𝑛𝑖𝑐ℎ𝑡 ℎ𝑎𝑙𝑡𝑏𝑎𝑟. 𝐷𝑖𝑒 𝑆𝑡𝑎𝑎𝑡𝑠𝑎𝑛𝑤𝑎𝑙𝑡𝑠𝑐ℎ𝑎𝑓𝑡 𝑝𝑟𝑢̈𝑓𝑡 𝑛𝑢𝑛 𝑑𝑒𝑛 𝑉𝑒𝑟𝑑𝑎𝑐ℎ𝑡, 𝑑𝑎𝑠𝑠 𝑑𝑖𝑒 𝐻𝑢𝑛𝑑𝑒 𝑚𝑜̈𝑔𝑙𝑖𝑐ℎ𝑒𝑟𝑤𝑒𝑖𝑠𝑒 𝑘𝑒𝑖𝑛𝑒𝑟 𝑟𝑒𝑎𝑙𝑒𝑛 𝑆𝑝𝑢𝑟 𝑓𝑜𝑙𝑔𝑡𝑒𝑛, 𝑠𝑜𝑛𝑑𝑒𝑟𝑛 𝑢𝑛𝑏𝑒𝑤𝑢𝑠𝑠𝑡 𝑔𝑒𝑙𝑒𝑛𝑘𝑡 𝑤𝑢𝑟𝑑𝑒𝑛. 𝐹𝑢̈𝑟 𝑒𝑛𝑡𝑠𝑝𝑟𝑒𝑐ℎ𝑒𝑛𝑑𝑒 𝐸𝑖𝑛𝑠𝑎̈𝑡𝑧𝑒 𝑠𝑜𝑙𝑙𝑒𝑛 𝑑𝑒𝑛 𝐸𝑟𝑚𝑖𝑡𝑡𝑙𝑢𝑛𝑔𝑠𝑏𝑒ℎ𝑜̈𝑟𝑑𝑒𝑛 𝑙𝑎𝑢𝑡 𝑖𝑛𝑡𝑒𝑟𝑛𝑒𝑛 𝑈𝑛𝑡𝑒𝑟𝑙𝑎𝑔𝑒𝑛 𝑚𝑒ℎ𝑟𝑒𝑟𝑒 𝑡𝑎𝑢𝑠𝑒𝑛𝑑 𝐸𝑢𝑟𝑜 𝑖𝑛 𝑅𝑒𝑐ℎ𝑛𝑢𝑛𝑔 𝑔𝑒𝑠𝑡𝑒𝑙𝑙𝑡 𝑤𝑜𝑟𝑑𝑒𝑛 𝑠𝑒𝑖𝑛. 𝐷𝑖𝑒 𝐵𝑒𝑠𝑐ℎ𝑢𝑙𝑑𝑖𝑔𝑡𝑒 𝑤𝑒𝑖𝑠𝑡 𝑑𝑒𝑛 𝑉𝑜𝑟𝑤𝑢𝑟𝑓 𝑒𝑖𝑛𝑒𝑟 𝑇𝑎̈𝑢𝑠𝑐ℎ𝑢𝑛𝑔 𝑧𝑢𝑟𝑢̈𝑐𝑘.

Geruchsspuren sind keine stabilen Objekte, sondern zeitlich extrem fragile Strukturen aus Hautpartikeln, Mikrotröpfchen, Mikroorganismen und flüchtigen organischen Verbindungen (VOCs), die nach ihrer Ablage sofort Verdünnung, Oxidation, mikrobiellen Abbau sowie physikalischer Umverteilung durch Wind, Thermik, UV-Strahlung, Feuchtigkeit und Bodenprozesse unterliegen. Bereits nach Tagen bis wenigen Wochen ist die ursprüngliche Spurstruktur – also eine kontinuierliche, bodennahe, gerichtete Ablage mit erkennbarem Konzentrationsgradienten – irreversibel zerstört; über Jahre hinweg existiert sie physikalisch nicht mehr.

Für sogenannte Autospuren gilt dies in noch stärkerem Maß: Selbst frische Autospuren sind olfaktorisch nicht existent, da der Individualgeruch eines Menschen im geschlossenen Fahrzeug überwiegend im Innenraum gebunden bleibt und nur in minimalen, stark verdünnten und ungeordneten Anteilen nach außen gelangen kann. Bei Fahrgeschwindigkeiten von bereits 30–50 km/h zerstören Fahrzeugturbulenzen jede potenzielle Richtungs- oder Linieninformation vollständig; es entsteht weder eine kontinuierliche Ablage noch ein stabiler Geruchsgradient. Hunde können unter diesen Bedingungen keiner Spur folgen, weil keine vorhanden ist. Wenn dennoch Suchverhalten beobachtet wird, handelt es sich zwangsläufig nicht um Spurarbeit, sondern um Reaktionen auf Kontext, Umweltreize oder unbewusste Lenkung.

Provokant gesagt: Nicht der Hund scheitert – die Behauptung scheitert an Physik, Chemie und Biologie.

𝐐𝐮𝐞𝐥𝐥𝐞𝐧

• Bertschinger, R., & Gloor, S. (2020). Erwartungseffekte und unbewusste Lenkung im Suchverhalten von Spürhunden.

• Craven, B. A., Paterson, E. G., & Settles, G. S. (2010). Odor plume dynamics and dispersion in air.
Experiments in Fluids, 49, 437–454.

• Curran, A. M., Rabin, S. I., Prada, P. A., & Furton, K. G. (2005). Analysis of the uniqueness and persistence of human scent.
Journal of Forensic Sciences, 50(1), 1–8.

• Geiss, O., Barrero-Moreno, J., Tirendi, S., & Kotzias, D. (2010). Exposure to volatile organic compounds in vehicle interiors. Atmospheric Environment, 44, 192–200.

• Harvey, J., Perry, J., & Murray, S. (2006).
Airflow dispersion of odorants and implications for scent detection. Atmospheric Environment, 40, 5666–5676.

• Hepper, P. G., & Wells, D. L. (2005).
How many footsteps do dogs need to determine the direction of an odour trail? Chemical Senses, 30(4), 291–298.

• Jezierski, T., Walczak, M., & Górecka-Bruzda, A. (2014). Information-seeking behaviour of sniffer dogs during scent detection tasks.
Applied Animal Behaviour Science, 153, 1–10.

• Johnen, D., Heuwieser, W., & Fischer-Tenhagen, C. (2017). An evaluation of canine scent identification – a review of methodologies. Forensic Science International, 275, 1–7.

• Kalmus, H. (1955). The discrimination by the nose of the dog of individual human odours. British Journal of Animal Behaviour, 3, 25–31.

• Lit, L., Schweitzer, J. B., & Oberbauer, A. M. (2011). Handler beliefs affect scent detection dog outcomes. Animal Cognition, 14, 387–394.

• Settles, G. S. (2005). Fluid mechanics and scent detection. Journal of Fluid Mechanics, 544, 1–14.

• Syrotuck, W. G. (1972). Scent and the Scenting Dog. Barkleigh Productions, New York.

• Vass, A. A., Smith, R. R., Thompson, C. V., Burnett, M. N., Dulgerian, N., & Eckenrode, B. A. (2002). Odor analysis of decomposing buried human remains. Journal of Forensic Sciences, 47(3), 542–553.

• Vass, A. A. (2008). Beyond the grave: understanding human decomposition. Microbiology Today, 35, 190–192.

• Wang, C., Liu, X., Zhang, Y., et al. (2022).
Emission rates of volatile organic compounds from humans. Environmental Science & Technology, 56, 1231–1240.

• Zhang, J., Wei, Y., Fang, Z., et al. (2019).
Vehicle cabin air quality: sources, exposure, and health implications. Environment International, 127, 1–10.

• Zou, Y., Zhao, J., Zhong, L., et al. (2022).
Volatile organic compound emissions from the human body: comparison of skin and breath emissions.
Indoor Air, 32(10).

• WDR 4 (2026).
Lokalnachrichten, Beitrag zu Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Essen,
26.01.2026, 11:16 Uhr.

𝐷𝑒𝑟 𝑓𝑜𝑙𝑔𝑒𝑛𝑑𝑒 𝑇𝑒𝑥𝑡 𝑖𝑠𝑡 𝑏𝑒𝑤𝑢𝑠𝑠𝑡 𝑎𝑢𝑠𝑓𝑢̈ℎ𝑟𝑙𝑖𝑐ℎ, 𝑤𝑒𝑖𝑙 𝑚𝑖𝑟 𝑤𝑖𝑐ℎ𝑡𝑖𝑔 𝑖𝑠𝑡, 𝑑𝑖𝑒𝑠𝑒𝑠 𝑇ℎ𝑒𝑚𝑎 𝑑𝑖f𝑓𝑒𝑟𝑒𝑛𝑧𝑖𝑒𝑟𝑡, 𝑤𝑖𝑠𝑠𝑒𝑛𝑠𝑐ℎ𝑎𝑓𝑡𝑙𝑖𝑐ℎ 𝑓𝑢𝑛𝑑𝑖𝑒𝑟𝑡 ...
25/01/2026

𝐷𝑒𝑟 𝑓𝑜𝑙𝑔𝑒𝑛𝑑𝑒 𝑇𝑒𝑥𝑡 𝑖𝑠𝑡 𝑏𝑒𝑤𝑢𝑠𝑠𝑡 𝑎𝑢𝑠𝑓𝑢̈ℎ𝑟𝑙𝑖𝑐ℎ, 𝑤𝑒𝑖𝑙 𝑚𝑖𝑟 𝑤𝑖𝑐ℎ𝑡𝑖𝑔 𝑖𝑠𝑡, 𝑑𝑖𝑒𝑠𝑒𝑠 𝑇ℎ𝑒𝑚𝑎 𝑑𝑖f𝑓𝑒𝑟𝑒𝑛𝑧𝑖𝑒𝑟𝑡, 𝑤𝑖𝑠𝑠𝑒𝑛𝑠𝑐ℎ𝑎𝑓𝑡𝑙𝑖𝑐ℎ 𝑓𝑢𝑛𝑑𝑖𝑒𝑟𝑡 𝑢𝑛𝑑 𝑜ℎ𝑛𝑒 𝑃𝑎𝑢𝑠𝑐ℎ𝑎𝑙𝑢𝑟𝑡𝑒𝑖𝑙𝑒 𝑧𝑢 𝑏𝑒𝑡𝑟𝑎𝑐ℎ𝑡𝑒𝑛.

𝗪𝗮𝗿𝘂𝗺 𝗺𝘂̈𝘀𝘀𝗲𝗻 𝗧𝗶𝗲𝗿𝗲 𝗯𝗲𝗶𝗺 𝗧𝗶𝗲𝗿𝗮𝗿𝘇𝘁 𝘀𝗼 𝗼𝗳𝘁 𝗼𝗵𝗻𝗲 𝗶𝗵𝗿𝗲 𝗕𝗲𝘇𝘂𝗴𝘀𝗽𝗲𝗿𝘀𝗼𝗻 𝗮𝘂𝘀𝗸𝗼𝗺𝗺𝗲𝗻?

Es gibt eine Frage, die mich schon seit sehr langer Zeit beschäftigt – und die sich mir fachlich wie praktisch bis heute nicht schlüssig erklärt.

Warum möchten so viele Tierärztinnen und Tierärzte, dass Hunde (und auch Katzen) für bestimmte Untersuchungen oder vor operativen Eingriffen von ihren Besitzern getrennt abgegeben werden?

Diese Praxis begegnet mir immer wieder – auch bei Tieren, die von Welpe an bewusst und positiv an Tierarztbesuche gewöhnt wurden. Hunde, die gelernt haben, dass medizinische Untersuchungen grundsätzlich bewältigbar sind, geraten plötzlich in eine massive Stresssituation, weil ihnen ausgerechnet in einem entscheidenden Moment ihre wichtigste Sicherheit genommen wird: die vertraute Bezugsperson. Nicht selten scheint damit ein Großteil der zuvor mühsam aufgebauten positiven Lernerfahrungen innerhalb kürzester Zeit zunichtegemacht zu werden.

Dabei ist gut belegt, dass der Tierarztbesuch für viele Hunde eine erhebliche Stressbelastung darstellt. Zahlreiche Studien zeigen deutliche Stressreaktionen – messbar über Verhalten, Herzfrequenz, Körpertemperatur und Stresshormone wie Cortisol. Diese Belastung ist also kein subjektives Empfinden einzelner Hundehalter, sondern wissenschaftlich eindeutig nachweisbar.

Natürlich ist mir bewusst, dass es Tierhalterinnen und Tierhalter gibt, die in Untersuchungssituationen nicht geeignet sind, ihr Tier ruhig und fachgerecht zu unterstützen. Ebenso ist bekannt, dass Menschen ihre eigene Unsicherheit oder Angst auf ihr Tier übertragen können. Auch dieser emotionale Transfer zwischen Mensch und Hund ist wissenschaftlich gut untersucht. Genau daraus ergibt sich jedoch eine zentrale Schlussfolgerung: Stressreaktionen sind individuell. Sie hängen vom einzelnen Tier, vom jeweiligen Menschen und von der Qualität der Beziehung zwischen beiden ab. Eine pauschale Entscheidung gegen die Anwesenheit des Besitzers wird dieser Individualität nicht gerecht – weder verhaltensbiologisch noch tierschutzfachlich.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass meine Hunde in meiner Anwesenheit deutlich kooperativer sind als ohne mich. Mir ist der Strahlenschutz selbstverständlich bekannt, und ich bin jederzeit bereit, die notwendige strahlenschutzrechtliche Aufklärung zu unterschreiben und alle vorgeschriebenen Schutzmaßnahmen einzuhalten. Für mich ist das kein Sonderwunsch, sondern ein verantwortungsvoller und lösungsorientierter Umgang mit einer Situation, die für viele Tiere nachweislich erheblichen Stress bedeutet.

Ein solches Spannungsfeld zwischen medizinischer Notwendigkeit und emotionaler Sicherheit zeigt sich besonders deutlich, wenn man individuelle Erfahrungen betrachtet.

Besonders deutlich zeigt sich dieses Spannungsfeld am Beispiel meiner Hündin Salia. Sie hat eine Magendrehung erlebt und ist seither ein ausgeprägter Angstpatient. Selbstverständlich steht außer Frage, dass eine Magendrehungsoperation sowie die akute Notfallversorgung und Nachsorge zu den Situationen gehören, in denen der Besitzer nicht anwesend sein kann und darf. Solche medizinischen Notfälle erfordern schnelles, strukturiertes Handeln und haben immer Vorrang vor allen anderen Aspekten.

Einige Zeit nach dieser Magendrehung kam es jedoch – außerhalb einer akuten Notfallsituation – zu einem weiteren Vorfall, bei dem Salia mir gegen meinen ausdrücklichen Wunsch aus der Hand genommen wurde. In meiner Anwesenheit war sie bis dahin ansprechbar und kooperativ.
Salia, die selbst als Angstpatientin nach der Magendrehung in meiner Anwesenheit weiterhin kooperativ beim Tierarzt war, hat durch diesen Vorfall gelernt, dass sie sich in solchen Situationen selbst schützen muss. Seitdem ist ihre Kooperationsbereitschaft deutlich eingeschränkt. Solche Erfahrungen sind aus fachlicher Sicht weder notwendig noch im Sinne einer stressarmen, lernfreundlichen Medizin.

Auch im Kontext von Narkosen spricht vieles für eine differenzierte Betrachtung. Studien und klinische Erfahrung zeigen, dass viele Tiere ruhiger sind, wenn ihre Bezugsperson bei der Narkoseeinleitung anwesend ist, und dass auch das Aufwachen aus der Narkose weniger stressbehaftet verlaufen kann, wenn eine vertraute Person in der Nähe ist. Selbstverständlich müssen Besitzer darauf vorbereitet werden, dass Tiere in diesen Phasen unruhig sein oder ungewohnte Lautäußerungen zeigen können, die nicht zwangsläufig auf Schmerzen hinweisen. Dennoch bleibt die Anwesenheit einer vertrauten Bezugsperson für viele Tiere ein stabilisierender Faktor – emotional wie physiologisch.

Auch Studien zur Besitzeranwesenheit während tierärztlicher Untersuchungen zeichnen ein differenziertes, aber klares Bild: Die Anwesenheit des Besitzers reduziert Stress nicht in jedem Fall vollständig, sie kann ihn jedoch messbar abschwächen – insbesondere bei Routineuntersuchungen, nicht invasiven Maßnahmen und bei einer stabilen Mensch-Tier-Bindung. Diese Aussagen sind wissenschaftlich gut belegt und wiederholt nachgewiesen.

Rechtlich ist die Situation ebenfalls eindeutig: Es besteht keine generelle Verpflichtung, Tiere ohne ihre Besitzer zu untersuchen oder zu behandeln. Die Anwesenheit des Besitzers ist grundsätzlich möglich, sofern keine medizinischen, sicherheitsrelevanten oder organisatorischen Gründe dagegensprechen. Auch beim Röntgen ist die Anwesenheit des Besitzers unter Einhaltung des Strahlenschutzes rechtlich zulässig. In der Praxis ist diese Frage daher weniger eine rechtliche Notwendigkeit als vielmehr eine Frage der Haltung, der Organisation und der jeweiligen Praxisphilosophie.

Für mich ergibt sich daraus eine klare Konsequenz: Sofern kein akuter Notfall vorliegt, wähle ich gezielt Tierärztinnen, Tierärzte und Kliniken, die bereit sind, Tierarztbesuche individuell, stressarm und wissenschaftlich fundiert zu gestalten. Dazu gehört für mich ausdrücklich, bei der Narkoseeinleitung, beim Aufwachen sowie – unter Einhaltung aller Schutzmaßnahmen – bei Röntgen- und Ultraschalluntersuchungen anwesend zu sein.

Nicht, weil es immer notwendig ist.
Sondern weil es für viele Tiere nachweislich einen entscheidenden Unterschied macht.

Quellen (Auswahl)
• Döring, D., Roscher, A., Scheipl, F., Küchenhoff, H., & Erhard, M. (2009).
Fear-related behaviour of dogs in veterinary practice. Applied Animal Behaviour Science, 117(3–4), 171–181.
• Hekman, J. P., Karas, A. Z., & Sharp, C. (2014).
Salivary cortisol concentrations and behavior in dogs during veterinary visits. Physiology & Behavior, 132, 43–50.
• Stellato, A. C., Dewey, C. E., Widowski, T. M., & Niel, L. (2020).
Evaluation of associations between owner presence and indicators of fear in dogs during routine veterinary examinations. Journal of the American Veterinary Medical Association, 257(10), 1031–1040.
• Mariti, C., Ricci, E., Zilocchi, M., & Gazzano, A. (2015).
Owners as a secure base for their dogs. Behaviour, 152(9), 1275–1294.
• Thieme Tiermedizin – Praxismanagement:
Dürfen Besitzer beim Röntgen dabei sein?
https://tiermedizin.thieme.de/team-praxis/praxismanagement-an/detail/tiermedizin-duerfen-besitzer-beim-roentgen-dabei-sein-1827

Hinweis:
Ich teile diesen Text hier bewusst in voller Länge, weil ich die Diskussion offen führen möchte.

In meinem WhatsApp-Kanal werde ich in den nächsten Tagen:
– auf häufige Einwände eingehen
– einzelne Aspekte vertiefen (z. B. Notfall vs. Routine, Narkose, Strahlenschutz)
– und auch persönliche Gedanken teilen, die hier keinen Platz hatten.

Wer tiefer einsteigen und weiterdenken möchte, ist herzlich eingeladen:

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Ein außergewöhnliches Wochenende liegt hinter uns. 🤩PD Ganslosser und PD Leschnik gemeinsam zu erleben, war eines der ei...
19/01/2026

Ein außergewöhnliches Wochenende liegt hinter uns. 🤩

PD Ganslosser und PD Leschnik gemeinsam zu erleben, war eines der eindrucksvollsten und besten Seminare, die ich seit Langem gehört habe.
Am Samstag widmeten sich beide dem Zusammenspiel von Krankheit und Verhalten beim Hund, am Sonntag standen genetische Erkrankungen und ihre Auswirkungen auf das Verhalten im Mittelpunkt.

Was diese beiden auszeichnet: höchste wissenschaftliche Tiefe, ohne den Praxisbezug zu verlieren – verständlich, spannend und mitreißend vermittelt. Die Zeit ist förmlich verflogen, und ich hätte ihnen noch stundenlang zuhören können. Einzigartig und schlicht großartig.

Teaser: Im Mai spricht PD Ganslosser gemeinsam mit Detlef Busse über Verständigung und den Einfluss des Hundehalters.

Energieverbrauch im Winter – Trailen kostet mehr als man denktTrailen im Winter ist nicht nur „ein bisschen kälter“ – es...
15/01/2026

Energieverbrauch im Winter – Trailen kostet mehr als man denkt

Trailen im Winter ist nicht nur „ein bisschen kälter“ – es ist für Hunde deutlich energieintensiver. Schon Temperaturen über dem Gefrierpunkt erhöhen den Energieverbrauch spürbar. Kälte, Nasenarbeit, anspruchsvoller Untergrund und sogar Wartezeiten im Auto summieren sich zu einer Belastung, die viele unterschätzen. Warum Wintertraining den Körper besonders fordert – und was das für Training, Pausen und Fütterung bedeutet – darum geht es in diesem Beitrag im WhatsApp Kanal.

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🔔 Erinnerung – dieses Wochenende!Seminare mit PD Ganslosser & PD Leschnik🗓️ 17.01.2026Krankheit und Verhalten beim Hund🗓...
13/01/2026

🔔 Erinnerung – dieses Wochenende!

Seminare mit PD Ganslosser & PD Leschnik

🗓️ 17.01.2026
Krankheit und Verhalten beim Hund

🗓️ 18.01.2026
Genetische Erkrankungen und ihre Auswirkungen auf das Verhalten

📍 3462 Bierbaum am Kleebühel

✨ Noch Plätze frei!

Zwei Seminare, die es so noch nie gegeben hat:
Erstmals sprechen Udo Ganslosser (Verhaltensbiologe) und Michael Leschnik (Kleintierneurologe) gemeinsam – interdisziplinär, wissenschaftlich fundiert und praxisnah.
Ein einzigartiger Einblick in die Zusammenhänge von Krankheit, Genetik und Verhalten.

Mehr Infos & Anmeldung:
https://mantrail.at/downloads/seminaranmeldung_ganslossere2026---seminaranme.pdf

Winter darf kalt sein – aber nicht schmerzhaftIm Winter sind die Straßen vielerorts matschig, verschneit oder voller Str...
11/01/2026

Winter darf kalt sein – aber nicht schmerzhaft

Im Winter sind die Straßen vielerorts matschig, verschneit oder voller Streusalz. Für Hundepfoten ist das eine echte Herausforderung. Vor allem Salz kann stark austrocknen, brennen und schmerzhafte Risse in den Ballen verursachen. Gelangen zusätzlich Schmutz, kleine Steinchen oder Salzkristalle in diese feinen Hautrisse, wird jeder Schritt unangenehm – im schlimmsten Fall so schmerzhaft, dass ein Tierarztbesuch nötig wird.

Trotzdem gehen wir mit unseren Hunden raus. Wir gehen Gassi. Wir trainieren. Wir trailen.
Umso wichtiger ist es, den Pfoten im Winter etwas mehr Aufmerksamkeit zu schenken.

Einige Tipps für guten Pfotenschutz gibt’s im WhatsApp Kanal!

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Trailen im Schnee – besser als sein Ruf ❄️❄️❄️Trailen im Schnee wirkt auf viele Hundeführer zunächst schwierig. Eine ges...
09/01/2026

Trailen im Schnee – besser als sein Ruf ❄️❄️❄️

Trailen im Schnee wirkt auf viele Hundeführer zunächst schwierig. Eine geschlossene weiße Decke scheint Gerüche zu verschließen oder gar auszulöschen. Tatsächlich ist Schnee jedoch keine Geruchsfalle, sondern kann unter bestimmten Bedingungen sogar stabilisierend wirken.

Frischer, lockerer Schnee ist hochporös. Zwischen den Schneekristallen entstehen Mikrohohlräume, in denen sich Geruchspartikel festsetzen können. Schnee wirkt dabei wie ein Schwamm für flüchtige organische Verbindungen. Gleichzeitig schützt er die Spur vor Wind, UV-Strahlung und schneller Verdunstung. Dadurch kann Geruch unter Neuschnee länger und gleichmäßiger erhalten bleiben als auf offenem, trockenem Boden.

Problematisch wird Schnee vor allem dann, wenn er stark verdichtet, gefroren oder vereist ist. In diesen Fällen findet kaum noch Luftzirkulation zwischen Boden und Oberfläche statt, wodurch Gerüche schlechter an die Oberfläche gelangen. Zusätzlich kann extreme Kälte die Freisetzung flüchtiger Duftstoffe deutlich verlangsamen.

Was es dennoch zu beachten gilt, lest Ihr im WhatsApp Kanal ☺️

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💫 Gedanken zum Jahreswechsel 💫Zum Jahresende blicke ich mit großer Dankbarkeit auf all die Begegnungen zurück, in denen ...
31/12/2025

💫 Gedanken zum Jahreswechsel 💫

Zum Jahresende blicke ich mit großer Dankbarkeit auf all die Begegnungen zurück, in denen mir Vertrauen entgegengebracht wurde und ich Menschen und ihre Hunde ein Stück ihres Weges begleiten durfte. Jede gemeinsame Arbeit, jedes Team und jeder einzelne Moment waren für mich wertvoll.

Mit großer Vorfreude schaue ich auf 2026 – auf ein Wiedersehen mit bekannten Gesichtern und auf neue Begegnungen. Ich freue mich darauf, auch im kommenden Jahr engagierte Teams begleiten zu dürfen, ehrliches Mantrailing zu vermitteln und dabei eines nie aus den Augen zu verlieren: die Freude am gemeinsamen Tun.

Ich wünsche uns und unseren Hunden viele schöne Erlebnisse, wertvolle gemeinsame Momente und Erinnerungen, die bleiben. Und über allem steht der Wunsch nach Gesundheit – für uns alle, auf zwei Beinen wie auf vier Pfoten.

Kommt gut ins neue Jahr.
🌟 Prosit 2026! 🌟

Karina

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Wann fängt Weihnachten an?🎄Rolf KrenzerWenn der Schwache dem Starken die Schwäche vergibt.Wenn der Starke die Kräfte des...
24/12/2025

Wann fängt Weihnachten an?🎄

Rolf Krenzer

Wenn der Schwache dem Starken die Schwäche vergibt.
Wenn der Starke die Kräfte des Schwachen liebt.
Wenn der Habewas mit dem Habenichts teilt.
Wenn der Laute bei dem Stummen verweilt.
Und begreift, was der Stumme ihm sagen will!
Wenn das Leise laut wird und das Laute still.
Wenn das Bedeutungsvolle bedeutungslos.
Das scheinbar Unwichtige wichtig und groß.
Wenn mitten im Dunkel ein winziges Licht
Geborgenheit, helles Leben verspricht.
Und Du zögerst nicht, sondern Du gehst
so wie Du bist darauf zu.
Dann, ja dann fängt Weihnachten an!

Frohe Weihnachten uns allen! ♥️🎄♥️
Karina

Adresse

Wien
1220

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