16/04/2026
2010 schrieb ich ein Handout über Yoga und Rückenschmerzen. Gut gemeint. Aus eigener Erfahrung.
Überall versuchte ich, Varianten zu den Übungen zu finden, um sie passender zu machen.
Ich hatte eine Regel durch eine andere ersetzt. Füße zusammen funktioniert nicht? Ok- Dann hüftbreit. Als wäre das die Antwort.
Was ich damals noch nicht wusste: Kein Körper gleicht dem anderen. Und keine Regel — egal wie präzise — kann das ersetzen.
Irgendwann begann ich, anders hinzuschauen. Nicht: Wie soll diese Stellung aussehen? Sondern: Was ist für diesen Körper, in diesem Moment, sinnvoll?
Das ist der Unterschied zwischen Formen anleiten und Menschen wirklich begleiten.
Und es ist eine Kompetenz — keine Intuition. Sie lässt sich lernen. Aber nur, wenn man bereit ist, tiefer zu gehen als Ausrichtungsregeln.
Darüber habe ich im Journal geschrieben — und was präventives Yoga damit zu tun hat.
👉
Individuelle Yogaausrichtung: Warum nicht jeder Körper in dieselbe Stellung gehört – und was das für Yogalehrer:innen bedeutet.