Institut für Achtsamkeit und Selbstregulation

Institut für Achtsamkeit und Selbstregulation IFARE - Sabine Griesebner
Lösung von Stress und Trauma

Ziel des Institutes ist es, allen Berufsgruppen, die therapeutisch und beratend mit Menschen arbeiten, eine innere Haltung nahe zu bringen, die einen weiten, nicht wertenden und achtsamen Raum schaff, um so unsere Klienten und Klientinnen mit einer speziellen Fokussierungsmethode zu unterstützen ihre Anliegen in ihrem Tempo, in Achtsamkeit mit sich selbst und der Aktivierung der eigenen Selbstregulation zu lösen.

31/12/2025
31/12/2025

Hallo du lieber Mensch,

ich möchte mich heute, an diesem letzten Tag des Jahres, von Herzen bei dir bedanken.

Für dein Dasein.
Für dein Lauschen.
Für dein Vertrauen
in das, was sich nicht drängen lässt.
Und für deinen Mut,
deinen eigenen Weg weiterzugehen.

Als kleines Geschenk schicke ich dir
eine kurze Meditation zum Jahresabschluss.
Möge sie dich sanft begleiten.

Ich wünsche dir ein behutsames Hinübergleiten
in ein neues Jahr,
getragen von Gesundheit,
durchwoben von Liebe
und erfüllt von Vertrauen in das Hilfreiche und Gute.

💫 Mögest du glücklich sein.
💫 Mögest du gesund sein.
💫 Mögest du dein Herz öffnen können und dich sicher fühlen.
💫 Mögest du das Schöne in der Welt sehen.
💫 Mögest du Kraft und Vertrauen für all deine Entwicklungsschritte haben.

Von Herzen deine Sabine

26/12/2025

Ein paar Gedanken zum Nachahmen & Nachdenken: Dank an Sabine Prager fürs Teilen

Kennst du das Märchen vom Laden der magischen Geschenke ?
Nein ?
Dann erzähle ich sie Dir heute:

Es ist einer dieser Abende, an denen der Schnee unter den Schuhen leise knirscht und die Luft so riecht, als könnte jeden Moment ein neuer Zauber beginnen. Aus den Häusern dringt warmes Licht, irgendwo duftet es nach Vanille, Zimt und frisch gebackenen Plätzchen. Die Welt hält kurz den Atem an.

Genau an so einem Abend läuft Peter, zwölf Jahre alt, durch eine kleine Gasse. Die Hände tief in den Jackentaschen vergraben, der Schal etwas zu locker gebunden. Er ist unterwegs, um ein Geschenk zu besorgen, etwas Besonderes soll es sein.

Er denkt an seine Mama. Daran, wie sie in letzter Zeit oft müde war. Daran, wie sehr er sie zum Lächeln bringen möchte. Und daran, wie schön es wäre, wenn sie sich wieder leichter fühlen würde und wieder fröhlicher ist.

Irgendetwas aus einem großen Laden hätte er schnell gefunden. Aber irgendwie weiß er, dass es diesmal besonders sein darf.

Er liegt ein wenig zurückgesetzt, im Schaufenster brennt warmes Licht. Überall glitzert es weihnachtlich, als wären Weihnachtselfen am Werke gewesen. Über der Tür hängt eine alte Glocke, die aussieht, als hätte sie schon tausend besondere Momente angekündigt.

Als Peter die Tür öffnet, klingelt sie mit einem hellen Ton.

Drinnen ist es warm. Die Luft riecht nach Holz, nach Orangen, nach Plätzchen, die gerade erst aus dem Ofen gekommen sein könnten. Überall stehen Regale und kleine Tische, darauf liegen Päckchen in allen erdenklichen Größen. Manche sind in braunes Papier gewickelt, andere in weichen Stoff gehüllt. Nichts wirkt perfekt verpackt. Und doch hat jedes einzelne etwas an sich, das den Blick festhält und eine ganz eigene Energie ausstrahlt.

Peter tritt näher. Als er eines der Päckchen in die Hand nimmt, spürt er ein leichtes Kribbeln. Kein schweres Gewicht, eher ein Gefühl von Wärme, als würde darin etwas liegen, das gut tut und stärkt.
Neben den Päckchen hängt ein Schild. In schöner, geschwungener Schrift steht dort:
Hier gibt es die wahren Geschenke des Lebens.
Freude. Mut. Hoffnung. Freundschaft. Liebe.
Peter liest die Worte mehrmals. Dann schaut er sich um, sucht nach einer Preisliste, nach einer Kasse, nach irgendeiner Erklärung. Schließlich entdeckt er hinter dem Tresen eine ältere Frau mit einem Lächeln, das so warm ist wie der Raum selbst. Ihre Augen funkeln, als wüsste sie längst, warum er hier ist.

„Entschuldigung“, fragt Peter zögernd, „was kostet das ?“
Die Frau legt den Kopf ein wenig schief. „Hier bezahlt man nicht mit Geld“, sagt sie und es klingt fast wie ein Geheimnis.

Peter runzelt die Stirn. „Wie denn dann ?“

Sie kommt langsam hinter dem Tresen hervor, als hätte sie alle Zeit der Welt. „Sag mir, wen möchtest du beschenken ?“

„Meine Mama“, antwortet Peter leise. „Sie ist in letzter Zeit so müde. Ich möchte, dass sie wieder lacht. So richtig lacht, wie früher. Und dass es ihr einfach wieder gut geht.“

Die Frau nickt langsam und schaut ihn aufmerksam an. „Und was glaubst du, braucht sie am meisten ?“

Peter denkt nach. Erst will er sagen „Ruhe“ oder „Urlaub“, aber dann merkt er, dass es etwas anderes ist.
„Dass sie spürt, dass sie nicht allein ist“, sagt er schließlich. „Dass jemand sie sieht. Und dass sie wieder Kraft bekommt.“

Ein Lächeln huscht über das Gesicht der Frau. „Dann hast du bereits verstanden, wie man hier bezahlt“, sagt sie sanft.

„Mit dem, was du weitergibst. Mit einem ehrlichen Lächeln. Mit Zeit. Mit einem guten Wort. Mit Aufmerksamkeit. Mit etwas, das von Herzen kommt und jemand anderem guttut.“

„Aber … ich habe doch noch gar nichts getan“, sagt Peter verwirrt.

„Hast du nicht ?“, fragt sie. „Du bist losgegangen, um deine Mama glücklich zu machen. Du hast dir Gedanken gemacht, was sie wirklich braucht. Du hast zugehört, nicht nur mit den Ohren, sondern mit dem Herzen. Das ist bereits ein Geschenk. Und oft beginnt genau so H💜ilung.“

Sie deutet auf die Päckchen. „Was du hier mitnimmst, ist nur ein Anfang. Es wird größer, je mehr du es teilst. Freude verdoppelt sich, wenn man sie weitergibt. Hoffnung wächst, wenn man sie in andere pflanzt. Und Liebe … Liebe hat die Eigenschaft, dass sie nie weniger wird, egal wie viel man davon verschenkt.“

Peter versteht nicht alles, was sie sagt. Aber er spürt, dass es wichtig ist. Dass es wahr ist.

„Und wenn ich nicht genug habe ?“, flüstert er. „Zum Weitergeben ?“

Die Frau legt ihm sanft die Hand auf die Schulter. „Du hast bereits mehr, als du denkst. Jeder hat es. Manchmal muss man nur daran erinnert werden.“

Er greift nach einem Päckchen, das in weiches, cremefarbenes Tuch gewickelt ist. Es fühlt sich an wie eine kostbare Umarmung.

Später, als er das Geschenk überreicht, passiert etwas Besonderes.

Die Augen seiner Mama leuchten. Sie lacht, so richtig, von Herzen. Sie nimmt ihn in den Arm, und in diesem Moment merkt Peter, wie sich etwas entspannt. Als würde wieder mehr Wärme, mehr Leben durch sie fließen.

Freude fühlt sich größer an, wenn man sie teilt.
Hoffnung wird heller, wenn man sie weitergibt.
Und Liebe findet ihren Weg von einem Herzen zum nächsten, ganz von selbst.

Peter erzählt von dem Laden. Erst seinen Freunden. Dann deren Familien. Die Geschichte wandert von Tür zu Tür, von Herz zu Herz. Immer mehr Menschen machen sich auf den Weg in die kleine Gasse. Sie bleiben stehen, reden miteinander, helfen sich, hören zu. Und ohne dass es jemand geplant hätte, verändert sich das Dorf. Es wird zu einer richtigen Gemeinschaft, in der sich jeder willkommen fühlt.

Vielleicht ist genau das auch heute eines der schönsten Geschenke: ein Umfeld, in dem man wachsen darf.

Menschen, die sich gegenseitig unterstützen. Eine Gemeinschaft, in der Freude, Hoffnung, Energie und Liebe geteilt werden – und in der H💜ilung ganz leise ihren Platz findet.

Denn was wirklich zählt, lässt sich nicht kaufen. Es entsteht dort, wo Menschen sich begegnen, einander sehen und sich gegenseitig stärken.

Danke, dass *DU* Teil davon bist.

Hallo du lieber Mensch,geht’s dir auch so? Kaum hat man sich an den Jänner gewöhnt, steht schon wieder Weihnachten vor d...
18/12/2025

Hallo du lieber Mensch,

geht’s dir auch so? Kaum hat man sich an den Jänner gewöhnt, steht schon wieder Weihnachten vor der Tür – mit Lichterketten, Keksen und dieser leisen Frage im Hintergrund: „Was war das bitte für ein Jahr?“

Für mich war es intensiv. Turbulent. Berührend. Überraschend.
Ein Jahr voller wunderschöner Erlebnisse, herzerfrischender Begegnungen und tiefer Momente – und ja, auch voller Herausforderungen, die sich weder ignorieren noch mit Teetrinken lösen ließen (ich habe es wirklich versucht ☕😉).

Und trotzdem – oder vielleicht genau deshalb – bin ich sehr dankbar.
Denn ohne Herausforderungen würden wir es uns vermutlich ziemlich bequem einrichten. Und das ist zwischendurch auch gut so! Genießen wir das was ist, wenn es grad schön, entspannt oder ruhig ist. Doch das Leben will uns weiterentwickeln...so scheint es... und gibt uns Aufgaben, die dazu dienen.

Gerade jetzt meldet sich bei mir mein Rücken sehr zuverlässig zu Wort.
Er lädt mich ein, langsamer zu werden, genauer hinzuschauen und mich mit Gefühlen und Körpersensationen auseinanderzusetzen, die ich mir nicht wirklich bestellt habe. Und so eigenartig es klingt: Es lohnt sich. Wirklich!

Wo auch immer du gerade stehst und womit auch immer du im Moment unterwegs bist...
Ich wünsche dir von Herzen eine ruhige, erholsame, gesunde Weihnachtszeit.
Mögest du dich aufgehoben fühlen – egal ob im Kreis lieber Menschen, in stiller Zweisamkeit oder einfach mit dir selbst (eine sehr unterschätzte Gesellschaft).

Für 2026 wünsche ich dir ein Jahr, das freudvoll, gesund und mit Liebe gut gefüllt ist.

💫 Mögest du glücklich sein.
💫 Mögest du gesund sein.
💫 Mögest du dein Herz öffnen können und dich sicher fühlen.
💫 Mögest du das Schöne in der Welt sehen.
💫 Mögest du Kraft und Vertrauen für all deine Entwicklungsschritte haben.

Ein kleiner Ausblick auf den Jahresbeginn 2026...

🌀 Am 10. Jänner findet wieder ein Aufstellungstag statt.
Dafür suche ich noch **Repräsentant:innen – Menschen mit Offenheit, Neugier und Lust auf tiefgehende Prozesse. Gib die Information sehr gern an Interessierte weiter.
📍 Alle weiteren Aufstellungstermine und das Anmeldeformular findest du wie gewohnt auf meiner Homepage:
👉 http://www.ifare.at/seminare

✨ Ganz besonders freue ich mich schon jetzt auf das Seminar mit Arwen "Neuausrichtung mitten im Leben" vom 6.-8. März 26 – altes schamanisches Wissen hilft uns, einen anderen Blick auf Veränderung ab der Lebensmitte zu bekommen. Einen kleinen Überblick dazu findest du ebenfalls auf der Website.

💫 Hast du Lust und Zeit?Ich bin noch auf der Suche nach Repräsentant*innen für die kommende systemische (Familien-)Aufst...
19/11/2025

💫 Hast du Lust und Zeit?
Ich bin noch auf der Suche nach Repräsentant*innen für die kommende systemische (Familien-)Aufstellung
am 05. + 06. Dezember 2025. 🌿

Manchmal spüren wir, dass etwas in uns in Bewegung kommen möchte – ein Thema, das uns berührt, ohne dass wir es ganz benennen können.
Als Repräsentant*in in einer systemischen Aufstellung hast du die Möglichkeit, diese besondere Methode in ihrer Tiefe zu erleben – ohne eigene Aufstellung, aber mitten im Geschehen, achtsam eingebunden in die Prozesse anderer.

Diese Teilnahme kann dir neue Einsichten schenken, das eigene Erleben bereichern und eine tiefe Verbindung zu innerer Ruhe und Klarheitermöglichen.
Oft lösen sich dabei unbewusst eigene Themen oder Blockaden – und neue Lebensenergie, Leichtigkeit und Mitgefühldürfen entstehen. ✨

🕓 Seminarzeiten
Freitag, 05.12.25: 16:30 Uhr - ca. 20:30 Uhr
Samstag, 06.12.25: 09:30 – ca. 18:30 Uhr

☕ Für Snacks, Kaffee und Tee ist gesorgt
Kosten: € 30,- (dieser Betrag ist eine Spende und kommt Menschen zugute, die sich keine Therapie leisten können)

Die Teilnahme wird mit 15 Einheiten Gruppenselbsterfahrung bestätigt –
anerkannt für das Propädeutikum, die Ausbildung zur/zum Lebens- und Sozialberater*in
sowie für Klinische Psycholog*innen.
💶 Kostenbeitrag: € 100,-

🌸 Tauche ein in ein Feld der Achtsamkeit und Verbindung – als Repräsentant*in wirst du Teil eines heilsamen Prozesses.

🌿 Praxisgespräche - Transgenerationale Dynamiken – der unsichtbare Einfluss auf UnternehmenBernhard ist Ende 50 und führ...
02/11/2025

🌿 Praxisgespräche - Transgenerationale Dynamiken – der unsichtbare Einfluss auf Unternehmen

Bernhard ist Ende 50 und führt einen mittelständischen Handwerksbetrieb mit 20 Mitarbeiter:innen.
Seit er den Betrieb mit Ende 20 von seinem Vater übernommen hat, kämpft er mit Unruhe im Team.
Egal ob Coaching, Beratung oder neue Strukturen – immer wieder entsteht Unfrieden.

Der Betrieb besteht seit vier Generationen. Sein Sohn möchte ihn übernehmen – aber nicht, „wenn es so bleibt“.

Die Aufstellung
Bernhard stellt auf:
den Betrieb, sich selbst, seinen Sohn, seinen Vater, den Unfrieden

Das Bild
Der Betrieb steht schwer und unbeweglich in der Mitte.
Der Unfrieden gleich daneben – voller Spannung.
Bernhard steht davor, den Blick gesenkt.
Sein Vater wendet ihm den Rücken zu.
Der Sohn steht weit entfernt – er will nichts damit zu tun haben.

Bernhard erzählt: In der Familie gab es immer Streit, den sein Vater vermeiden wollte.
Seine Mutter war unglücklich, weil der Vater nur für die Firma lebte. Sie starb, als Bernhard 26 war.
Der Urgroßvater übernahm den Betrieb im Krieg – von wem, wusste niemand genau. Die Unterlagen waren verbrannt.

Wir stellen den ursprünglichen Besitzer dazu.
Kälte und Starrheit legen sich über das Feld.
Dann kommen der Krieg und die Opfer hinzu – eine Welle von Emotionen geht durch das System.

Der ursprüngliche Besitzer blickt auf den Betrieb und sagt:
„Das war Unrecht.“

Der Urgroßvater ist beschämt – und es wird klar, dass er den Betrieb übernehmen musste, um die Produktion aufrechtzuerhalten.

Alle Generationen – Urgroßvater, Großvater, Vater, Bernhard – wenden sich nun dem ursprünglichen Besitzer zu.
Sie danken ihm und achten seine Geschichte.
Das Feld wird ruhig.
Der ursprüngliche Besitzer sagt:
„Ich danke euch, dass ihr es weitergeführt habt.“

Der Sohn tritt vor und sagt leise:
„Jetzt kann ich ihn nehmen.“

Einige Monate später
Bernhard erzählt, dass sich die Stimmung im Betrieb spürbar beruhigt hat.
Er hat weitergeforscht: Der ursprüngliche Besitzer war ein Halbjude, der im Krieg verhaftet wurde.
Was mit ihm geschah, blieb ungewiss – aber die Anerkennung seiner Geschichte hat etwas geheilt.

Manchmal ist es nicht die Gegenwart, die Unruhe bringt –
sondern das, was aus der Vergangenheit noch keinen Frieden gefunden hat.

✨ Wenn du die Aufstellungsarbeit einmal selbst kennenlernen möchtest:
Melde dich gerne als Repräsentant*in an 👉 https://www.ifare.at/seminare

🌿 www.ifare.at
Sabine Griesebner

Ein Ja zum Leben heißt auch ein Ja zur Endlichkeit - Dem Sterben & Tod bewusst begegnenWie uns altes schamanisches Wisse...
28/09/2025

Ein Ja zum Leben heißt auch ein Ja zur Endlichkeit -
Dem Sterben & Tod bewusst begegnen
Wie uns altes schamanisches Wissen leiten kann

Sterben und Tod gehören untrennbar zum Leben – und doch sind sie oft mit Angst, Sprachlosigkeit oder Verdrängung belegt.

In diesem Workshop schaffen wir gemeinsam einen achtsamen und geschützten Raum, um uns diesen Themen liebevoll zuzuwenden.

Gemeinsam mit Arwen, einer geweihten nepalesischen Schamanin, erkunden wir Wege, wie wir einen heilsamen und persönlichen Zugang zu Sterben und Tod finden können – jenseits von Tabus und kultureller Enge.

Inhalte des Seminars
🌿 Achtsamer Austausch zu persönlichen Erfahrungen und Fragen
🌿 Schamanische Heilrituale
🌿 Raum für Stille, Würdigung und neue Perspektiven
🌿 Impulse, wie wir auch im Alltag einen freundlicheren Umgang mit diesem Thema finden können

Dieser Workshop richtet sich an alle Interessierten – unabhängig von Vorerfahrungen. Willkommen sind alle, die sich dem Thema mit Offenheit, Neugier oder persönlichem Anliegen nähern möchten.

Anmeldung unter: https://www.ifare.at/seminare/

🌿 Praxisgespräche – Wenn der Schmerz nicht aufhört - Auflösung von transgenerationalen TraumataAufstellung als Friedensa...
27/09/2025

🌿 Praxisgespräche – Wenn der Schmerz nicht aufhört - Auflösung von transgenerationalen Traumata
Aufstellung als Friedensarbeit - Teil 4

Traumata und ungelöste Konflikte wandern oft unbemerkt von Generation zu Generation. Systemische Aufstellungsarbeit macht diese verborgenen Dynamiken sichtbar und eröffnet einen Raum, in dem Impulse zur Heilung angeregt werden – nicht nur individuell, sondern auch kollektiv, etwa nach Krieg, Flucht oder Vertreibung.

Petra hat Körperschmerzen – Schmerzen, die sie schon sehr lange begleiten vor allem im Unterleib. Die Diagnose Endometriose. Sie hatte Operationen, nimmt Schmerzmittel, wenn es nicht anders geht, und hat gelernt, sehr achtsam mit sich umzugehen. Jetzt möchte sie einen Schritt weitergehen und den Schmerz auf systemischer Ebene anschauen.

✨Die Aufstellung
Sie stellt auf: Sich, den Schmerz, ihre Mutter und ihren Vater

Das Bild:
Sie steht in der Mitte und möchte sich gerne bewegen, aber der Schmerz stellt sich immer wieder vor sie, als ob er sie schützen will. Die Mutter ist abgewandt, will nicht hinschauen, der Vater steht etwas verloren da und sagt: „Ich hätte ja gerne Kontakt, aber hier habe ich keinen Chance.“

Petra erzählt von ihrer Familie:
Die Mutter ihrer Mutter – ihre Großmutter – war immer sehr vorsichtig, ständig von einer leisen Angst begleitet. Sie mahnte ihre Tochter und auch Petra immer wieder, nicht zu vertrauensselig zu sein.
Von der Ur-Großmutter berichtet Petra, dass sie eine bemerkenswert starke Frau gewesen sei – sie hatte den Krieg überstanden, Schreckliches erlebt und dennoch tatkräftig am Wiederaufbau mitgewirkt. Für ihre Zeit war sie sehr emanzipiert, voller Tatkraft.
Der Ur-Großvater hingegen war schweigsam. Über ihn gibt es kaum Geschichten – er hat nie viel gesprochen.
Ich schlage vor, auch die Großmutter, die Ur-Großmutter und den Ur-Großvater mit in die Aufstellung zu nehmen.

✨Die Dynamik:
Der Ur-Großvater schaut in die Richtung, in die die Mutter schaut, spürt eine tiefsitzende Kälte und fühlt sich emotional abgespalten. Die Ur-Großmutter ist ständig unterwegs – sie kommt nicht zur Ruhe. Die Großmutter setzt sich, wie ein kleines Kind, auf den Boden und wippt hin und her, wie in Trance. Der Schmerz wird größer, ist jetzt mit dem Blick nur auf die Großmutter fokussiert, steht aber immer noch vor Petra, die wenig Bewegungsspielraum hat.

Wir stellen das „Trauma“ dazu. Es geht direkt auf den Ur-Großvater zu.
Er beginnt zu zittern, hält sich am Trauma fest – und plötzlich kann er sich der Ur-Großmutter zuwenden. Sie sieht ihn an, Tränen in den Augen.
Die Großmutter schlägt mit den Händen auf den Boden und wiederholt: „Ich halte das nicht mehr aus!“

✨Die Wendung
Ich lasse dem Feld ganz viel Raum, um in die Bewegung zu kommen, die sich von selbst entwickeln mag.
Der Schmerz löst sich von Petra und geht zur Ur-Großmutter. Diese kann ihn kaum anschauen, hält sich den Bauch und sagt, dass sie das niemals mehr hatte spüren wollen. Der Ur-Großvater bricht in Tränen aus und sagt: „Es tut mir so unendlich leid – ich konnte dich davor nicht schützen.“

Und plötzlich ist es, als würde ein Schleier von der Geschichte gehoben.
Unausgesprochen wird klar, was damals geschah – was Millionen von Frauen im Krieg erlebten...
Die Ur-Großmutter beginnt zu weinen.
Der Ur-Großvater nimmt sie in den Arm.
Auch die Großmutter darf zu ihnen kommen, sie ist nicht mehr allein. Auch sie kann jetzt Kontakt zu ihrer Tochter aufnehmen. Die Mutter lehnt sich an ihre Mutter an – eine tiefe Entspannung geht durch die Reihe der Ahn*innen. Die Mutter schaut auf und wendet sich Petra zu.
Zum ersten Mal. Petra atmet tief und lehnt sich an ihre weiblichen Vorfahren an.

Der Schmerz zieht sich zurück und sagt: „Wann immer du mich brauchst – ich bin da, aber lieber wäre ich etwas anderes. Es ist noch nicht ganz da, aber es spürt sich an, wie eine neue Lebendigkeit und eine enorme Kraft.“

✨Heilung, die weiterreicht
Es ist still. Eine dichte, ehrfürchtige Stille.
Alle im Raum sind tief bewegt – nicht nur von Petras Geschichte, sondern von dem, was sie in sich trägt: ein Stück kollektiver Erinnerung, die uns alle betrifft – Frauen wie Männer.

In dieser Aufstellung durfte Frieden einkehren.
Nicht nur für Petra, sondern auch für ihre Mutter, ihre Großmutter, ihre Ur-Großmutter – und vielleicht für viele Frauen, die Ähnliches erlebt haben.

Gleichzeitig wird sichtbar, wie sehr auch die Männer gelitten haben.
Wie schwer es war, ertragen zu müssen, dass sie ihre Frauen nicht schützen konnten.

✨Krieg trennt uns von unserem tiefsten, ur-menschlichen Instinkt der Verbundenheit.
Er reißt uns heraus aus dem Gefühl der Zugehörigkeit, schneidet uns ab von uns selbst, von unseren Emotionen, von unserer Mitmenschlichkeit.
Die Wunden, die er schlägt, reichen weit – sie wirken über Generationen fort und hinterlassen Spuren in Kindern, Enkeln und Urenkeln.

Systemische Aufstellungsarbeit kann diese unsichtbaren Fäden sichtbar machen – und einen Raum öffnen, in dem Heilung geschehen darf. Auch bei Petra – die Schmerzen verschwanden langsam. Dadurch, dass sich das Feld für dieses Thema geöffnet hatte, konnte sie das erste Mal ihre eigenen Verletzungen des Weiblichen ansehen und integrieren.

🔒 Hinweis zum Datenschutz: Mir ist Vertraulichkeit sehr wichtig. Die Impulse für diese Geschichten, die ich erzähle, stammen von Erfahrungen aus Aufstellungsprozessen – sie sind jedoch verfremdet und anonymisiert, sodass keine Rückschlüsse auf einzelne Personen möglich sind.

✨ Wenn du die Aufstellungsarbeit einmal selbst kennenlernen möchtest:
Melde dich gerne als Repräsentant*in an 👉 https://www.ifare.at/seminare/

🌿 www.ifare.at
Sabine Griesebner

🌿 Praxisgespräche – Förderung von Empathie und MitgefühlAufstellung als Friedensarbeit - Teil 3In Aufstellungen öffnen s...
14/09/2025

🌿 Praxisgespräche – Förderung von Empathie und Mitgefühl
Aufstellung als Friedensarbeit - Teil 3

In Aufstellungen öffnen sich Räume, in denen Menschen einander auf einer tiefen Ebene begegnen. Indem Teilnehmer*innen stellvertretend Rollen übernehmen, erleben sie nicht nur unterschiedliche Perspektiven, sondern spüren auch unmittelbar Gefühle und innere Bewegungen, die sonst verborgen bleiben. Dieses Eintauchen in andere Lebenswirklichkeiten fördert Mitgefühl, Verständnis und die Bereitschaft zur Vergebung – essenzielle Schritte auf dem Weg zu innerem und äußerem Frieden.

✨Lisa beschreibt es so:
„Ich werde für eine Rolle ausgewählt und stelle mich in das Feld. Es ist ein fast unmerklicher Übergang in eine andere Person, deren Geschichte, Emotionen und Körperempfindungen ich spüre. Sabine erinnert uns immer daran, nichts zu interpretieren – nur zu fühlen und darauf zu vertrauen, was auftaucht. Es geht nicht um die erzählte Geschichte, sondern um das, was im Moment lebendig wird. Für mich ist es bis heute ein Rätsel, wie das funktioniert – aber es funktioniert. Sobald ich aus der Rolle heraustrete, ist die Information weg, und ich bin wieder ganz bei mir. Diese Erfahrung, mich so unmittelbar in andere hineinversetzen zu können, empfinde ich als ein großes Geschenk. Sie hat mir geholfen, meinem eigenen Spüren zu vertrauen.“

✨Thomas erzählt:
„Am Anfang war ich sehr im Kopf, habe Dinge gesagt oder getan, weil ich dachte, das sei passend. Doch das Feld hat sofort reagiert – skeptisch und mit klaren Grenzen, wenn ich nicht authentisch war. Heute weiß ich: echt zu sein ist das Wertvollste, auch wenn ich einmal gar nichts spüre. Gerade dann ist das, was da ist, wichtig für den Prozess – ohne dass ich etwas dafür leisten muss.“

Auch Saskia macht eine berührende Erfahrung:
„Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal ein Verständnis für einen SS-Soldaten entwickeln könnte. Als Repräsentantin dieses Mannes habe ich gespürt, warum er anfällig war für dieses Regime und weshalb er sich ihm angeschlossen hat. Es ging nicht darum zu rechtfertigen, sondern darum, die größeren Zusammenhänge zu erkennen. Diese Art von Mitgefühl, das nicht mit Zustimmung verwechselt werden darf, öffnete einen Raum für Heilung und für die Übernahme von Verantwortung.“

✨Vera berichtet:
„Als ich in die Rolle einer Frau trat, die ihr Kind verloren hatte, war ich zutiefst berührt. Dieses Spüren hat mir einen neuen Zugang zu meiner eigenen Geschichte eröffnet. Ich hatte selbst eine Fehlgeburt erlebt und mir lange die Schuld gegeben, wodurch meine Trauer blockiert war. Durch die Aufstellungsarbeit hat sich in mir vieles gelöst. Ich konnte weicher mit mir selbst werden und der Liebe in mir mehr Raum geben.“

So entsteht in Aufstellungen ein Feld, in dem Empathie lebendig wird. Nicht als Theorie, sondern als unmittelbares Erleben. Ein Mitfühlen, das weich macht, das Verständnis wachsen lässt und Frieden möglich macht – in uns selbst und in den Beziehungen, die uns umgeben.

🔒 Hinweis zum Datenschutz: Mir ist Vertraulichkeit sehr wichtig. Die Impulse für diese Geschichten, die ich erzähle, stammen von Erfahrungen aus Aufstellungsprozessen – sie sind jedoch verfremdet und anonymisiert, sodass keine Rückschlüsse auf einzelne Personen möglich sind.

✨ Wenn du die Aufstellungsarbeit einmal selbst kennenlernen möchtest:
Melde dich gerne als Repräsentant*in an 👉 https://www.ifare.at/seminare/

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Sabine Griesebner

🌿 Praxisgespräche – Versöhnung mit der Herkunftsfamilie Aufstellung als Friedensarbeit - Teil 2Viele Konflikte im Erwach...
07/09/2025

🌿 Praxisgespräche – Versöhnung mit der Herkunftsfamilie
Aufstellung als Friedensarbeit - Teil 2

Viele Konflikte im Erwachsenenleben wurzeln in ungelösten Verstrickungen mit der Herkunftsfamilie. In einer Aufstellung können Eltern, Geschwister oder Ahnen wieder ihren Platz finden. Das entlastet von übertragener Schuld, Wut oder Scham – und schafft Frieden in den Beziehungen.

✨ Markus’ Geschichte
Markus erzählt, dass er nie ganz in seinen beruflichen Erfolg gehen kann. Immer wieder bremst er sich selbst aus – macht Fehler, verliert plötzlich alle Energie.
Seine Mutter sei erfolgreich, sagt er. Sie habe sich früh von seinem Vater getrennt, „weil der nichts auf die Reihe bringt“. Zu seinem Vater hat Markus nur wenig Kontakt, und wenn, dann endet es meist im Streit. „Er nervt mich einfach. Er ist so bedürftig“, erklärt er.

✨ Die Aufstellung
Wir stellen auf: Markus, den beruflichen Erfolg, die Mutter und den Vater.

Das Bild:
Der berufliche Erfolg wirkt optimistisch, aber er schaut aus dem Fenster, nicht zu Markus. Die Mutter steht in einiger Entfernung, wohlwollend zu ihm gewandt. Der Vater wirkt schwach, sucht Halt bei seinem Sohn – doch Markus weicht ihm aus.
Dann erzählt Markus von der Geschichte seines Vaters:
Sein Großvater war einer der Letzten, die aus Stalingrad herausgekommen sind – als Einziger seiner Kompanie überlebte er.
Wir stellen den Großvater dazu. Er blickt auf den Boden, tiefe Traurigkeit liegt über ihm. Als die gefallenen Kameraden dazugelegt werden, sinkt er zu ihnen auf den Boden. „Ich wäre lieber mit euch gegangen. Hier habe ich kein Recht zu leben.“ Ein Teil seiner Seele ist bei ihnen geblieben.
Doch die Kameraden werden unruhig. Sie wollen nicht, dass er bleibt, weil sie sich dadurch nicht geachtet fühlen. Ihr Wunsch ist es, dass er zu den Lebenden geht und das lebt, was ihnen verwehrt war. Da richtet sich der Großvater auf. Zum ersten Mal sieht er seinen Sohn – und ist bewegt, dass das Leben weitergegangen ist.
Der Vater kann sich nun an den Großvater lehnen und die Kraft der Männer spüren. Er braucht nicht länger den Sohn als Stütze – jetzt kann er selbst Halt geben.

✨ Die Wendung
Markus tritt selbst in die Aufstellung. Zum ersten Mal spürt er, wie es ist, diese männliche Kraft in sich zu fühlen. Es durchströmt ihn, trägt ihn.
Er wendet sich seinem beruflichen Erfolg zu – und dieser schaut ihn nun direkt an, ganz präsent, ganz bei ihm.

✨ Einige Zeit später
Markus erzählt, dass sich sein Verhältnis zu seinem Vater verändert habe. Sie können nun in Ruhe miteinander sprechen. Sein Vater interessiert sich sehr für seine beruflichen Projekte – und genau das gibt Markus Kraft.

✨ Essenz: Wenn das Verdrängte in der Herkunftsfamilie gesehen und geachtet wird, können neue Kräfte frei werden. Versöhnung mit den Ahnen bedeutet nicht, ihr Schicksal zu tragen – sondern ihren Weg zu würdigen und den eigenen zu gehen.

🔒 Hinweis zum Datenschutz: Mir ist Vertraulichkeit sehr wichtig. Die Impulse für diese Geschichten, die ich erzähle, stammen von Erfahrungen aus Aufstellungsprozessen – sie sind jedoch verfremdet und anonymisiert, sodass keine Rückschlüsse auf einzelne Personen möglich sind.

✨ Wenn du die Aufstellungsarbeit einmal selbst kennenlernen möchtest:
Melde dich gerne als Repräsentant*in an 👉 https://www.ifare.at/seminare/

🌿 www.ifare.at
Sabine Griesebner

Adresse

Laudongassse 42/4
Wien
1080

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