08/02/2026
Schon wieder unter den „Top 10 Internist:innen“ in Wien 🏅
Sicher ein Grund, mich zu freuen und auch dankbar zu sein, dass meine Arbeit gut ankommt!
Aber wie hilfreich sind Beliebtheitsrankings auf Ärzt:innen-Suchportalen eigentlich wirklich für Patient:innen?
Diese Plattformen bewerten Dinge wie Freundlichkeit, Wartezeit, Kommunikation, Ausstattung oder das Praxisteam – und natürlich sind diese Punkte von Relevanz und sie sagen etwas über subjektive Erfahrungen, aber nur wenig über das, was viele eigentlich wissen möchten:
👉 Wie gut ist die medizinische Qualität?
Es dürfte wenig Zusammenhang geben zwischen Online-Bewertungen und objektiven Qualitätszeichen , wie z. B. Komplikationsraten, Outcomes oder Patientensicherheit geben.
Das heißt leider für Patient:innen, dass es nicht so einfach ist, sich zu orientieren, weil leider viele ⭐ ⭐ ⭐ nicht unbedingt gute Medizin bedingen (und umgekehrt).
Was hilft Patient:innen dann wirklich?
Der Verlauf von Erkrankungen wird nachweislich positiv beeinflusst durch ärztliche Kompetenz, Empathie, Respekt, Geduld, Ehrlichkeit, Professionalität und gute Kommunikation (und die kann man z.B. in Fortbildungen lernen).
Gerade bei funktionellen Erkrankungen, chronischen Schmerzen oder medizinisch nicht eindeutig erklärbaren Beschwerden zeigt die Evidenz:
• ➡️ empathische Kommunikation verbessert die Adhärenz (das heißt, dass gemeinsam gesteckte Ziele konsequent verfolgt werden können)
• ➡️ sie reduziert die Symptombelastung
• ➡️ und sie geht mit besserer körperlicher und psychischer Gesundheit einher
Es sind auch Punkte, die Patient:innen üblicherweise wichtig sind: dass man ihnen zuhört, sie ernst nimmt und genügend Zeit für die Anliegen da ist.
Das heißt, dass Bewertungsportale für Patient:innen tatsächlich sehr hilfreich sein können, indem man sich die Erfahrungen von Menschen durchliest, die bereits jenen Arzt oder jene Ärztin aufgesucht haben – vorausgesetzt natürlich, dass die Rezensionen echt sind 🙂.