28/12/2025
Rauhnächte & Shiatsu
Körperarbeit für die stillste Zeit zwischen den Jahren.
Die Rauhnächte fühlen sich für viele wie eine Zwischenzeit an: nicht ganz alt, noch nicht ganz neu. Eine kleine Schwelle, die uns einlädt, kurz langsamer zu werden – für Rückblick, Reinigung und eine sanfte Ausrichtung auf das, was kommen darf.
Traditionell gehört oft das Räuchern dazu: den Raum klären, schützen, neu ordnen. Weniger „Magie“, mehr gelebte Kulturtechnik. Und genau hier passt Shiatsu wunderbar hinein – nicht, weil es historisch zusammengehört, sondern weil es sich ergänzt:
«Was die Rauhnächte im Kopf anstossen, kann Shiatsu im Körper verankern.»
Der Winter ruft oft nach Rückzug und Regeneration. In der TCM spricht man hier vom Wasser-Element: Ruhe, Tiefe, Kraft speichern.
Shiatsu bringt in dieser Zeit drei Qualitäten besonders schön zur Geltung: Loslassen (Druck + Ausatmen), Grenzen & Schutz (was ist gerade „zu viel“?) und Ausrichtung – Klarheit ohne Zwang.
Wenn du magst, probier ein Mini-Ritual (10–15 Min):
1. Füße warm, Handy weg, Tee bereit.
2. 6 ruhige Atemzüge (Ausatmen etwas länger)
3. die Fusssohlen langsam ausstreichen
4. zum Schluss ein Journaling-Satz: „Heute lasse ich …“
Essenz: Rauhnächte erinnern ans Innehalten – und Shiatsu zeigt, wie sich Innehalten im Körper anfühlt.