04/08/2020
While I climbed up a long ladder, a deep fear wrapped me up. Fear of death or perhaps fear of losing something important. Rarely had I felt such fear. I held on and then kept climbing. My body carried me up slowly but surely, despite the fear. One sure-footed step followed an even safer hold until I reached the top of the cold iron staircase. There I sat a moment before I dared to get up.
I stood at the railing and looked down. " It is not vertigo" echoed inside of me. A friend of mine died a few days ago in a paragliding accident. He left many friends, children and a partner. She's an old friend of mine, too. The whole thing might have shaken up something inside of me. I realised that a few days before I had visualised my interpretation of the moment of his death and I had intensively experienced his last feelings. I realised how fragile we humans are and how fast we can go when our time has come. I could feel the sadness of his family mixed with mine. I was able to admit it without shame and withdraw for a moment. I let the images of the accident pass me by several times. Tears accumulated and then flowed silently. With each repetition I noticed how he and I drifted further and further apart. I took a step back from his life into mine. I’ll continue to mourn and grieve for this farewell. Apart from that, I can't blame myself for other people's decisions. I can make my life worth living. Out of respect for death and the dead, I can pay homage to my own life. My life is my responsibility.
He lived his passion. He flew and, now will keep flying until his energy forms matter elsewhere. Love will keep him alive for us, and inside us. His life has given me the chance to decide to wake up a little more and to be a little more engaging during my time here.
In some countries people dance, sing and celebrate a funeral. The joy of our lives allows the souls of the dead to move on. Being grateful for the time he has dedicated to us and for the light he has shone in our darkness; it allows him to free the anchor from this dimension and to build new life where it is needed. Also but not only thanks to him I am the person I am allowed to be today. I carry him with pride, letting him go because I know that now I am strong enough to carry my own burdens. Perhaps even strong enough to shine my light in the darkness of others.
With love... so long...
Beim hochsteigen einer langer Leiter, wickelte mich eine tiefe Angst ein. Angst vom Tot oder vielleicht Angst das ich etwas wichtiges verlieren könnte. Ich hatte nur selten solch eine Angst gefühlt. Ich hielt inne und kletterte weiter. Mein Körper trug mich trotz der Furcht langsam aber zuverlässig hinauf. Ein sicherer Tritt folgte einem noch sicherer Griff bis ich oben an der kalte eiserne Leiter ankam. Da sass ich ein Moment bevor ich mich traute aufzustehen.
Ich stand am Geländer und blickte hinunter. «Ich habe keine Höhenangst» klang in mir. Ein Freund von mir starb vor einigen Tage an einem Gleitschirm Unfall. Er hinterliess Kinder und Partnerin. Sie ist auch eine Langjährige Freundschaft von mir. Es darf in mir etwas aufgewühlt haben. Es wurde mir klar das ich einige Tage zuvor, meine Vorstellung des Moments seines Todes visualisiert und, seine letzten Gefühle stark gelebt hatte. Ich nahm war wie Zerbrechlich wir Menschen sind und, wie schnell es gehen kann wenn unsere Zeit gekommen ist. Ich konnte, zusammen mit meiner, auch die Traurigkeit seiner Familie fühlen. Ich konnte es ohne mich zu schämen zugeben und mich zurückziehen. Ich liess die Vorstellung der Szene des Unfalls noch mehrmals über mich gehen. Tränen stauten sich an und flossen dann auch leise aus meinen Augen. Bei jeder Wiederholung merkte ich wie wir uns trennten. Ich stieg aus seinem Leben in meins zurück. Ich fühle weiterhin mit und traure für diesen Abschied. Ausserdem kann ich mich nicht für die Entscheidungen anderen verantwortlich machen. Ich kann mein Leben so gestalten das es sich lohnt es gelebt zu haben. Aus Respekt vom Tot und den Toten, das eigene Leben huldigen. Mein Leben ist meine Verantwortung.
Er hat seine Leidenschaft gelebt. Er ist geflogen und, heute fliegt er weiter bis seine Energie anderswo Materie bilden wird. Liebe wird ihn für uns, und in uns, am Leben halten. Sein Leben hat mir die Gelegenheit gegeben zu entscheiden ein bisschen wacher und unternehmensfreudiger durch meine Zeit hier zu ziehen.
In manchen Länder tanzt, singt und feiert man eine Beerdigung. Freude für unsere Leben ermöglicht der Seelen der Toten weiterzuziehen. Für die Zeit die er uns gewidmet hat und, das Licht das er in unsere Dunkelheiten gestrahlt hat dankbar zu sein; erlaubt ihm den Anker von dieser Dimension zu lösen und neues Leben da wo es ihn benötigt aufzubauen. Nicht nur, sondern auch dank ihm bin ich der Mensch den ich heute sein darf. Ich trage ihn mit Stolz mit, lasse ihn gehen weil ich weis das ich jetzt Stark genug bin um meine Lasten selber zu tragen. Vielleicht auch Stark genug selber mein Licht in die Dunkelheiten anderen scheinen zu lassen.
In Liebe…auf bald…