06/04/2026
Wenn das neue Angst macht und Unsicherheit auslöst und man lieber den gewohnten Weg geht, der schmerzt und einem klein macht, ja dann ist es meistens das Trauma das auf uns einwirkt.
Seit fast 20 Jahren begleite ich nun Menschen auf ihrem Weg und bin selbst seit über 20 Jahren froh darum, selbst Begleitung anzunehmen, wenn mich meine Themen fordern, oder auch überfordern.
Es ist für mich eine Stärke sagen zu können, dass ich Hilfe und Unterstützung brauche. Denn wie viele andere Menschen auch, habe ich in meiner Kindheit nicht die Nähe und Aufmerksamkeit bekommen, die ich gebraucht hätte. Ich habe früh gelernt, dass ich auf mich selbst gestellt bin und mir alles selbst erarbeiten und erkämpfen musste. Tugenden die nicht nur schlecht sind und doch so grosse Hindernisse sein können. Heute kann ich um Hilfe bitten, ich kann abgeben, ich kann zulassen und auch geschehen lassen. Nicht immer, aber immer mehr.
Diese sogenannten Traumastrudel, von Ereignissen die über einen längeren Zeitraum im Leben geschehen sind, brauchen Zeit und Geduld, dass sich diese nachhaltig verändern und wir neue Wege gehen können.
Trauma kann nicht einfach so weg meditiert oder abgeschüttelt werden. Trauma braucht Zeugen und ein Raum der Geborgenheit. Traumatherapie kann sehr sanft und doch emotional sein. Wenn wir verstehen, dass nicht die Erinnerung an die Ereignisse, sondern die gespeicherte Ladung im Nervensystem unser Rucksack ist, dann ist Veränderung in kleinen Schritten möglich.
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