09/03/2026
Nur mal so als Gedanke. 😏
Wir AutistInnen verbringen unser ganzes Leben damit, zu maskieren. Wir lernen, Blickkontakt zu halten, auch wenn es unangenehm ist. Wir lernen Small Talk, auch wenn er für uns keinen Sinn macht. Wir passen unsere Körpersprache an, unterdrücken Stimming, lächeln zur richtigen Zeit, nicken bei den richtigen Themen.
Wir tun ständig so, als wären wir nicht autistisch.
Aber warum läuft das eigentlich nicht andersrum?
Warum können Neurotypische nicht einfach so tun, als hätten sie ein Spezialinteresse?
Als würden tiefgründige Gespräche sie mehr interessieren als oberflächlicher Smalltalk?
Als wären direkte Kommunikation und klare Ansagen ihre bevorzugte Art zu reden?
Als könnten sie Stille aushalten, ohne sie sofort füllen zu müssen?
Als würden sie verstehen, dass nicht jeder ständig Blickkontakt braucht?
Als wäre für sie auch okay, einfach mal nebeneinander zu existieren, ohne permanent interagieren zu müssen?
Klingt absurd? Genau. So absurd wie das, was von uns täglich erwartet wird.
Masking ist anstrengend. Es kostet Energie. Es führt zu Burnout. Und trotzdem wird es von uns als selbstverständlich erwartet – während niemand von Neurotypischen erwartet, sich uns anzupassen.
Vielleicht sollten wir öfter darüber reden, wie einseitig diese Anpassungserwartung ist. 💭
Kennst du das auch? Immer anpassen müssen, während andere einfach sie selbst sein dürfen?