Cranioraum

Cranioraum Craniosacral Therapie hilft körperliche und emotionale Blockaden zu lösen, tiefe Entspannung zu fördern und die Selbstheilungskräfte des Körpers zu aktivieren.

09/03/2026

Nur mal so als Gedanke. 😏
Wir AutistInnen verbringen unser ganzes Leben damit, zu maskieren. Wir lernen, Blickkontakt zu halten, auch wenn es unangenehm ist. Wir lernen Small Talk, auch wenn er für uns keinen Sinn macht. Wir passen unsere Körpersprache an, unterdrücken Stimming, lächeln zur richtigen Zeit, nicken bei den richtigen Themen.
Wir tun ständig so, als wären wir nicht autistisch.

Aber warum läuft das eigentlich nicht andersrum?
Warum können Neurotypische nicht einfach so tun, als hätten sie ein Spezialinteresse?
Als würden tiefgründige Gespräche sie mehr interessieren als oberflächlicher Smalltalk?
Als wären direkte Kommunikation und klare Ansagen ihre bevorzugte Art zu reden?
Als könnten sie Stille aushalten, ohne sie sofort füllen zu müssen?
Als würden sie verstehen, dass nicht jeder ständig Blickkontakt braucht?
Als wäre für sie auch okay, einfach mal nebeneinander zu existieren, ohne permanent interagieren zu müssen?

Klingt absurd? Genau. So absurd wie das, was von uns täglich erwartet wird.

Masking ist anstrengend. Es kostet Energie. Es führt zu Burnout. Und trotzdem wird es von uns als selbstverständlich erwartet – während niemand von Neurotypischen erwartet, sich uns anzupassen.

Vielleicht sollten wir öfter darüber reden, wie einseitig diese Anpassungserwartung ist. 💭

Kennst du das auch? Immer anpassen müssen, während andere einfach sie selbst sein dürfen?

04/03/2026

Von aussen sieht es aus, als würde ich nichts machen.
Ich stehe einfach nur im Wasser, manchmal stundenlang, bewegungslos oder mit kleinen, langsamen Bewegungen. Keine offensichtliche ‚Aktivität‘. Kein erkennbares ‚Ziel‘.
Leute verstehen das oft nicht.
‚Machst du da irgendwas?‘
‚Nein, ich stehe einfach nur hier.‘

Die Verwirrung in den Gesichtern. Die Fragen. Das Unverständnis. Manchmal auch Sorge: ‚Geht es dir gut?‘

In Wirklichkeit passiert so viel, das von aussen nicht sichtbar ist:
Mein Nervensystem reguliert sich. Nach Tagen (oder einer Woche) voller Reizüberflutung- Gespräche, die ich geführt habe, Blickkontakt den ich gehalten habe, laute Umgebungen, zu helles Licht, unvorhersehbare Situationen- ist mein System komplett überlastet. Wie ein überhitzter Motor, der dringend abkühlen muss.

Die sensorische Überstimulation klingt ab. Das Wasser gibt mir gleichmässige, vorhersehbare sensorische Inputs. Nicht zu viel, nicht zu wenig. Die Temperatur auf der Haut. Die sanften Bewegungen. Das Gefühl von Schwerelosigkeit. All das ist beruhigend, nicht überwältigend.
Mein Gehirn kommt zur Ruhe. Die repetitiven Bewegungen des Wassers- die kleinen Welle , das Plätschern, die gleichmässige Strömung- wirken wie Stimming. Sie geben meinem Gehirn etwas, worauf es sich fokussieren kann, ohe überfordert zu werden. Es ist wie eine Meditation, die auf mein autistisches Gehirn optimiert ist.
Ich finde zurück in meinen Körper. Nach stundenlangem Maskieren, Anpassen, Funktionieren, kann es vorkommen, dass ich das Gefühl für meinen Körper verliere, Schwierigkeiten habe zu spüren, wo ich aufhöre und meine Umgebung anfängt. Das Wasser hilft mir, mich wieder zu spüren, meine Grenzen, die Grenzen meines Körpers wieder wahrnehmen zu können.

Es ist keine verschwendete Zeit. Es ist Selbstfürsorge. Es ist Regulation.

Kennst du das auch? Oder hast du andere Orte oder Aktivitäten, die dir helfen dich zu regulieren?

Folge mir für mehr Einblicke in mein autistisches Leben- die Dinge, die von aussen vielleicht seltsam aussehen, aber für mich lebensnotwendig sind.

02/03/2026

Zum Tun Modus gehören die unbewusst ablaufenden Gewohnheiten, sie vereinfachen uns den Tag, weil wir über bestimmte Dinge nicht mehr nachdenken müssen. Problematisch wird es, wenn wir zu viel Zeit im Autopilot verbringen, dann bekommen wir nichts mehr mit und sind nur noch am Tun. Und irgendwann fragen wir uns wo die Zeit geblieben ist.

Im Sein Modus sind wir bewusst und achtsam im Moment. Im Sein Modus nehmen wir mit allen Sinnen wahr. Jeder Augenblick wird achtsam mit allen Sinnen wahrgenommen. Wir sind im Hier und Jetzt und nicht in Gedanken an die Vergangenheit oder Träumen über die Zukunft.

Nimm dir immer wieder bewusst Zeit um aus dem Tun Modus zu kommen.
Zum Beispiel mit einer Atemübung. Beobachte deinen Atem ohne ihn zu verändern oder zu bewerten. Nimm wahr wie und wo sich dein Körper bewegt, wenn du ein- und ausatmest.

26/02/2026

Warum fällt es so vielen neurodivergenten Menschen schwer, ihren Körper wahrzunehmen? 🧠

Reize werden anders verarbeitet – intensiver oder weniger klar. Das führt oft zu:

* Hunger, Durst, Müdigkeit nicht rechtzeitig bemerken
* Verspannungen und Schmerzen übersehen
* Ständige innere Anspannung ohne es zu merken

Craniosacral Therapie kann hier sanft unterstützen: Sie fördert tiefe Entspannung und stärkt die Verbindung zum eigenen Körper 💙

Auch kleine Übungen im Alltag können, die Körperwahrnehmung verbessern helfen. Zum Beispiel 3x bewusst ein und ausatmen und dabei beobachten wo im Körper die Atembewegung wahrnehmbar ist. 🌱

Speichere dir das gerne ab 💜

22/02/2026

Zum Tun Modus gehören die unbewusst ablaufenden Gewohnheiten, sie vereinfachen uns den Tag, weil wir über bestimmte Dinge nicht mehr nachdenken müssen. Problematisch wird es, wenn wir zu viel Zeit im Autopilot verbringen, dann bekommen wir nichts mehr mit und sind nur noch am Tun. Und irgendwann fragen wir uns wo die Zeit geblieben ist.

Im Sein Modus sind wir bewusst und achtsam im Moment. Im Sein Modus nehmen wir mit allen Sinnen wahr. Jeder Augenblick wird achtsam mit allen Sinnen wahrgenommen. Wir sind im Hier und Jetzt und nicht in Gedanken an die Vergangenheit oder Träumen über die Zukunft.

Nimm dir immer wieder bewusst Zeit um aus dem Tun Modus zu kommen.
Zum Beispiel mit einer Atemübung. Beobachte deinen Atem ohne ihn zu verändern oder zu bewerten. Nimm wahr wie und wo sich dein Körper bewegt, wenn du ein- und ausatmest.

18/02/2026

Parallel Play ist etwas, das man typischerweise bei neurodivergenten Kindern kennt – sie spielen nebeneinander, jedes für sich, fühlen sich aber trotzdem verbunden. 🧩

Und weisst du was? Das verschwindet nicht einfach im Erwachsenenalter.
Bei mir und meiner Freundin sieht das so aus: Beide schauen Curling, jeder bei sich zuhause, tauschen uns nebenbei über WhatsApp aus. Keine Videocalls, kein physisches Treffen – aber trotzdem das Gefühl von Gemeinsamkeit, Zugehörigkeit und echtem Kontakt.

Das ist keine ‚schlechtere‘ Art von Freundschaft – sondern einfach eine andere, eine neurodivergente.
Eine, die genauso wertvoll ist. 💙
Manche Leute verstehen das nicht. Aber für uns? Ist es perfekt so.

Was ist deine liebste Art, Zeit mit Freunden zu verbringen? Eher klassisch zusammen sein – oder auch mal parallel, jeder für sich und trotzdem gemeinsam? 💬

16/02/2026

Nach Jahren des Maskings vergessen wir manchmal, dass wir Dinge auch anders machen dürfen 🌱
Was war dein ‚Aha-Moment‘, wo du gemerkt hast: Hey, ich kann das auch auf MEINE Art machen?

Erzähl’s mir in den Kommentaren! 💜

12/02/2026

Mir wurde mein Leben lang gesagt, ich wirke unehrlich. Bis ich die Studien dazu fand. 👀
Mann et al. (2012, 2013) - „Windows to the Soul? Deliberate Eye Contact as a Cue to Deceit“

13/10/2025

Vielleicht geht es gar nicht darum, immer weiterzugehen –
sondern zu spüren, wann es Zeit ist, still zu werden.

Ein Atemzug, ein Moment in der Natur, ein kurzes Innehalten zwischen zwei Terminen,
genau dort beginnt Regulation.

Adresse

Hasenneststrasse 8
Beromünster
6215

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