29/03/2026
Unsere Heilpflanze des Monats:
Rotkohl / Rotkabis (Brassica oleracea var. capitata f. rubra)
Rotkohl, in der Schweiz häufig als Rotkabis bezeichnet, ist vor allem als Wintergemüse bekannt. In der Volksmedizin spielte Kohl jedoch auch als Heilpflanze eine wichtige Rolle, insbesondere durch seine Verwendung als Auflage oder Wickel. Während Rotkohl heute weniger als ‚Arznei‘ im engeren Sinn gilt, ist er aus ernährungsphysiologischer Sicht ein interessantes Gemüse mit potenziell gesundheitsfördernden Effekten.
Der Kohlwickel stellt ein klassisches Hausmittel dar. Meist werden Weisskohl oder Wirsing verwendet, doch auch Rotkohl eignet sich dafür – wobei er stärker abfärben kann. Traditionell kommen Kohlwickel bei ‚überlasteten‘, schmerzhaften oder gereizten Stellen wie Gelenken oder Muskeln zum Einsatz.
So macht man den Kohlwickel: Blätter vorbereiten, anwalzen, auflegen, abdecken und 1–3 Stunden wirken lassen. Nicht anwenden bei offenen Wunden oder Infektionen; bei Reizungen Wickel sofort entfernen.
Rotkohl beinhaltet wertvolle Pflanzenstoffen wie Anthocyane (antioxidativ) und Glucosinolate (enthalten in Kreuzblütlern). Er liefert Vitamin C, K, Folat und Ballaststoffe. Die typischen Inhaltsstoffe können im Körper zu gesundheitsfördernden Verbindungen umgewandelt werden.