02/12/2025
Dazu ist vielleicht zu sagen, dass schnellschnell eben nicht wirklich nachhaltig ist 🌲🫶🏼🌲
Ein Holzbalken von 1918 und ein Balken von 2018 mögen sich äußerlich ähneln –
doch ihre Jahresringe erzählen zwei völlig verschiedene Geschichten.
Der alte Balken, aus einem echten Naturwald stammend, zeigt über 60 enge, feine Jahresringe.
Jeder einzelne entstanden durch langsames, ausgeglichenes Wachstum in einem stabilen Ökosystem.
Diese Dichte schenkt ihm eine außergewöhnliche Stärke:
mehr Widerstand, mehr Haltbarkeit, mehr Sicherheit – sogar eine deutlich langsamere Brennbarkeit.
Der moderne Balken dagegen besitzt nur 16 breite Jahresringe.
Er stammt aus schnell wachsenden Plantagen, die ausschließlich für die Holzindustrie gezüchtet wurden.
Er wächst rasch, aber verliert dabei das, was altes Holz so besonders machte:
Festigkeit, Widerstandskraft, Langlebigkeit.
Und dieser Vergleich hat nichts mit unterschiedlichen Baumarten zu tun –
sondern mit unterschiedlichen Waldmodellen.
Früher nutzte man Holz aus uralten Wäldern, die über Jahrhunderte entstanden.
Heute sind solche Wälder selten geworden.
Der Großteil des Holzes stammt aus Plantagen, die in hohen Zyklen wachsen, gefällt und erneut bepflanzt werden.
Die Botschaft?
Wälder sind keine Holzfabriken.
Sie sind komplexe, unersetzliche Ökosysteme.
Ihre letzten natürlichen Bestände zu schützen, bedeutet nicht nur, hochwertiges Holz zu bewahren –
sondern auch Luft, Wasser, Artenvielfalt… und letztlich unser eigenes Leben.
Jeder Jahresring eines Baumes ist ein Jahr unseres Planeten.
Wer ihn schützt, verteidigt seine eigene Zukunft. 🌍🌲