29/01/2026
Imbolc ist das erste Jahreskreisfest des Jahres. Es liegt still zwischen Winter und Frühling, an der Schwelle des Neubeginns. Dieses Fest war der Göttin Brigid gewidmet, Hüterin des Feuers, der Inspiration und des neuen Lebens.
Die Tage werden spürbar heller, auch wenn die Kälte noch bleibt. In der Erde regt sich bereits neues Leben, Samen sammeln Kraft, erstes Grün kündigt sich leise an.
Imbolc erinnert uns daran, dass Wandel oft unscheinbar beginnt. Nicht laut, nicht plötzlich, sondern sanft und beharrlich. Das Licht kehrt zurück, Schritt für Schritt.
Für uns Witches sind die Jahreskreisfeste weit mehr als Daten im Kalender. Sie teilen das Jahr in natürliche Phasen und geben uns Orientierung im großen Rhythmus der Natur. Wir feiern Übergänge bewusst, statt sie zu übergehen.
Vom Rückzug zur Öffnung, von der Dunkelheit ins Licht, vom Säen zum Ernten. So bleiben wir verbunden mit den Zyklen um uns herum und mit den Zyklen in uns selbst.
Imbolc ist für uns auch ein kraftvoller Reminder, aufzuräumen. Nicht nur äusserlich, sondern auf allen Ebenen. Jetzt ist der richtige Moment für den Frühlingsputz, für das Loslassen von Altem im Keller, im Estrich und im Kopf.
Wir räuchern in dieser Zeit besonders gern mit unserer Räuchermischung und schaffen Raum, indem wir physisch entrümpeln, was keine Freude mehr bringt und keinen Nutzen hat.
Imbolc trägt die leise Gewissheit in sich, dass nach jeder Starre wieder Bewegung kommt. Dass nach jedem Winter ein Erwachen folgt. Wenn wir Imbolc bewusst erleben, erinnern wir uns daran, Vertrauen zu haben. In die Natur, in das Leben, in unseren eigenen Weg.
Das Licht kommt immer zurück. Und mit ihm die Möglichkeit, neu zu beginnen.