04/02/2026
Wenn die unsichtbare Welt plötzlich sichtbar wird.
Manche Begegnungen werden vorher angekündigt.
Seit einiger Zeit gehe ich jeden Tag in denselben mystischen Wald.
Seine sichtbaren und unsichtbaren Wesen sind mir vertraut geworden, seine Tiere, seine Stille, sein Atem.
Gestern sagte ich zu meinem Mann, dass zwei Rehe in meinem Feld sind, ohne sie gesehen zu haben, ohne äussere Hinweise. Ich hatte sie gespürt. Mit jener Wahrnehmung, die jenseits der Sinne liegt und der ich seit jeher vertraue.
Heute sass ich am gleichen Ort in Dzogchen-Meditation.
Offenes Gewahrsein, niemand, der sucht, nichts, das gefunden werden muss.
Dann traten sie aus dem Wald.
Zwei Rehe. Still. Wach. Gegenwärtig.
Sie blieben stehen, und für mehrere Minuten ruhten unsere Blicke ineinander.
Für einen Moment war ich nicht im Wald, ich war Teil seines Blicks.
Für einen Moment fiel der Schleier. Und alles war eins.
Verbunden,
Denise