Hebammen am See

Hebammen am See Kontaktinformationen, Karte und Wegbeschreibungen, Kontaktformulare, Öffnungszeiten, Dienstleistungen, Bewertungen, Fotos, Videos und Ankündigungen von Hebammen am See, Zentrum für Schwangerenbetreuung, Seestrasse 64, Stäfa.

Es gibt Diagnosen, bei denen ein Kaiserschnitt sinnvoll, wichtig und manchmal lebensrettend ist.Daran gibt es nichts zu ...
18/01/2026

Es gibt Diagnosen, bei denen ein Kaiserschnitt sinnvoll, wichtig und manchmal lebensrettend ist.
Daran gibt es nichts zu rütteln.
Und genauso gilt:
Ein Kaiserschnitt darf auch eine bewusste, selbstgewählte Entscheidung sein.
Aus welchen Gründen auch immer.
Wenn eine Frau ihn möchte – go for it.
Gleichzeitig erleben wir in unserer Arbeit immer wieder Frauen, die mit grosser Verunsicherung zu uns kommen.
Sie erzählen von Aussagen wie:
der kindliche Kopf sei zu gross,
das Kind stehe „noch nicht richtig“,
oder es „passe einfach nicht“.
Solche Sätze machen Angst.
Und sie bleiben.
Was dabei oft untergeht:
Ein kindlicher Kopf ist nicht starr. Er ist dafür gemacht, sich unter der Geburt zu konfigurieren.
Und wie gut ein Kind seinen Weg durch das Becken findet, lässt sich in der Schwangerschaft nicht zuverlässig vorhersagen – denn wie sich eine Geburt entwickelt, zeigt sich erst, wenn sie wirklich beginnt.
Auch Gewichtsschätzungen in der Schwangerschaft sind genau das: Schätzungen.
Sie können deutlich vom tatsächlichen Geburtsgewicht abweichen.
Und trotzdem bleibt im Kopf oft hängen:
„Ein grosses, schweres Kind – vielleicht ist ein Kaiserschnitt sicherer.“
Diese Gedanken sind verständlich.
Gleichzeitig schaffen solche Zahlen und Aussagen nicht selten mehr Unsicherheit, als dass sie eine wirklich klare oder für die Geburt relevante Aussage ermöglichen.
Und selbst wenn eine Geburt begonnen hat, bedeutet das nicht, dass es keinen Spielraum mehr gibt.
Wenn sich unter der Geburt zeigt, dass es wirklich nicht geht, kann jederzeit ein Kaiserschnitt gemacht werden.
Geburt ist kein Entweder-oder, sondern ein Weg mit Möglichkeiten.
Was uns wichtig ist:
Kaiserschnitt ist keine Niederlage.
Spontangeburt ist kein Beweis von Stärke.
Und Entscheidungen sollten nicht aus Angst entstehen, sondern aus guter, ehrlicher und sicherer Aufklärung.
Wir wünschen uns Gespräche, die informieren statt verunsichern.
Zeit für Fragen.
Raum für Zweifel.
Und Vertrauen – in den Körper, in den Prozess und in gute Begleitung.
Denn Angst darf da sein.
Aber sie sollte nicht der Ausgangspunkt für Entscheidungen sein.



📸by l

Prolaktin ist das Hormon, das die Milchbildung steuert. Bei jedem Stillen, jedem Saugen, jedem Pumpen wird es ausgeschüt...
13/01/2026

Prolaktin ist das Hormon, das die Milchbildung steuert. Bei jedem Stillen, jedem Saugen, jedem Pumpen wird es ausgeschüttet. Der Körper merkt sich dabei keine Uhrzeiten, sondern reagiert auf Bedarf. Wird häufig getrunken, steigt der Prolaktinspiegel. Wird selten getrunken, fährt die Milchproduktion herunter. Wertfrei. Biologisch. Verlässlich.
Genau deshalb muss – und sollte – kein fixer 4-Stunden-Rhythmus etabliert werden. Stillen ist kein Stundenplan und kein Trainingsprogramm. Werden Stillmahlzeiten bewusst hinausgezögert, fehlt dem Körper das Signal. Weniger Signal bedeutet weniger Prolaktin. Weniger Prolaktin bedeutet langfristig weniger Milch. Nicht abrupt, nicht spektakulär – aber konsequent.
Babys trinken nicht gleichmässig. Sie trinken in Phasen, in Wellen, manchmal sehr häufig, manchmal mit längeren Pausen. Das ist kein Stillproblem, sondern Regulation. Besonders in Wachstumsschüben oder in den Abendstunden sorgt häufiges Stillen dafür, dass sich die Milchmenge anpasst. Das ist kein Zufall, sondern ein fein abgestimmtes Zusammenspiel.
Ein Rhythmus darf entstehen. Aber er muss nicht gemacht, trainiert oder erzwungen werden. Der Körper der Frau ist darauf ausgelegt, auf Signale zu reagieren – nicht auf die Uhr.
Stillen ist Beziehung, nicht Kontrolle.
Und Nachfrage regelt die Milchbildung. Immer.

Ganz einfache Rechnung.
End of Story.






📸by

Prolaktin ist das Hormon, das die Milchbildung steuert. Bei jedem Stillen, jedem Saugen, jedem Pumpen wird es ausgeschüt...
13/01/2026

Prolaktin ist das Hormon, das die Milchbildung steuert. Bei jedem Stillen, jedem Saugen, jedem Pumpen wird es ausgeschüttet. Der Körper merkt sich dabei keine Uhrzeiten, sondern reagiert auf Bedarf. Wird häufig getrunken, steigt der Prolaktinspiegel. Wird selten getrunken, fährt die Milchproduktion herunter. Wertfrei. Biologisch. Verlässlich.
Genau deshalb muss – und sollte – kein fixer 4-Stunden-Rhythmus etabliert werden. Stillen ist kein Stundenplan und kein Trainingsprogramm. Werden Stillmahlzeiten bewusst hinausgezögert, fehlt dem Körper das Signal. Weniger Signal bedeutet weniger Prolaktin. Weniger Prolaktin bedeutet langfristig weniger Milch.
Nicht abrupt, nicht spektakulär – aber konsequent.
Babys trinken nicht gleichmässig. Sie trinken in Phasen, in Wellen, manchmal sehr häufig, manchmal mit längeren Pausen. Das ist kein Stillproblem, sondern Regulation. Besonders in Wachstumsschüben oder in den Abendstunden sorgt häufiges Stillen dafür, dass sich die Milchmenge anpasst. Das ist kein Zufall, sondern ein fein abgestimmtes Zusammenspiel.
Ein Rhythmus darf entstehen. Aber er muss nicht gemacht, trainiert oder erzwungen werden. Der Körper der Frau ist darauf ausgelegt, auf Signale zu reagieren – nicht auf die Uhr.

Stillen ist Beziehung, nicht Kontrolle.
Und Nachfrage regelt die Milchbildung. Immer.
Die Rechnung ist recht einfach.
End of Story.






📸by

Schwangere waren noch nie so gut informiert wie heute.Und gleichzeitig noch nie so verunsichert.Instagram, TikTok, Podca...
04/01/2026

Schwangere waren noch nie so gut informiert wie heute.
Und gleichzeitig noch nie so verunsichert.
Instagram, TikTok, Podcasts, Foren, Ratgeber –
zu jeder Frage gibt es unzählige Antworten.
Oft widersprüchlich. Oft emotional. Oft absolut formuliert.
„So MUSS Geburt sein.“
„Wenn du das so machst, schadest du deinem Kind.“
„Das ist der einzige richtige Weg.“
Was dabei verloren geht, ist etwas Zentrales: Einordnung.
Viele Informationen werden nicht falsch vermittelt –
aber kontextlos.
Ein Einzelfall wird zur Wahrheit.
Eine persönliche Erfahrung zur Regel.
Eine laute Meinung zur Norm.
Das Ergebnis erleben wir häufig in der Begleitung:
Frauen kommen nicht mit zu wenig Wissen –
sondern mit zu vielen offenen Fragen, Zweifeln und Ängsten.
Dabei bedeutet gute Vorbereitung nicht, alles zu wissen.
Und schon gar nicht, alles kontrollieren zu wollen.
Geburt, Wochenbett und Stillzeit sind keine Checkliste
und kein Algorithmus, der bei allen gleich funktioniert.
Was stärkt, ist nicht die nächste Info.
Was stärkt, ist zu verstehen:
Was betrifft mich wirklich?
Was ist Wissen – und was ist Meinung?
Was darf ich ernst nehmen – und was darf ich loslassen?
Gute Begleitung heißt für uns:
nicht noch mehr Input,
sondern Orientierung.
Nicht Angst verstärken,
sondern Handlungsfähigkeit.
Du musst nicht alles wissen.
Du darfst auswählen.
Und du darfst dir erlauben, Informationen auszublenden,
die dir nicht guttun.
Punkt.






📸by l

Das Geschäft mit der AngstAngst ist ein starkes Gefühl.Sie schützt uns. Sie warnt uns.Und sie lässt sich sehr gut nutzen...
30/12/2025

Das Geschäft mit der Angst
Angst ist ein starkes Gefühl.
Sie schützt uns. Sie warnt uns.
Und sie lässt sich sehr gut nutzen.
Rund um Schwangerschaft, Geburt und die erste Zeit mit Baby ist ein ganzer Markt entstanden, der weniger auf Vertrauen als auf Verunsicherung setzt.
Produkte, Kurse, Tests, Ratschläge – oft gut gemeint, manchmal sinnvoll, aber nicht selten getragen von der Botschaft:
„Ohne das bist du nicht sicher genug.“
Schwangere hören früh, was alles schiefgehen kann.
Gebärende werden mit Risiken konfrontiert, bevor sie überhaupt ihre eigene Kraft kennenlernen dürfen.
Frischgebackene Eltern bekommen das Gefühl, ständig etwas übersehen, falsch gemacht oder zu wenig vorbereitet zu haben.
Angst macht gefügig.
Angst lässt uns Kontrolle suchen.
Angst entfernt uns vom eigenen Körpergefühl.
Dabei ist Angst nicht dasselbe wie Information.
Wissen stärkt.
Angst schwächt.
Eine informierte Entscheidung entsteht aus Aufklärung, Zeit und Begleitung – nicht aus Druck.
Aus Verstehen, nicht aus Panik.
Aus Vertrauen in die eigene Wahrnehmung.
Der weibliche Körper ist kein permanentes Risiko.
Geburt ist kein medizinischer Notfall per se.
Und Elternschaft beginnt nicht mit Perfektion, sondern mit Beziehung.
Das heißt nicht, Risiken zu ignorieren.
Es heißt, sie einzuordnen.
Es heißt, sie gemeinsam zu tragen – statt sie zu vermarkten.
Wir wünschen uns eine Begleitung, die sagt:
„Du darfst Fragen haben.“
„Du darfst Nein sagen.“
„Du darfst deinem Gefühl trauen.“
Eine Begleitung, die stärkt statt verunsichert.
Die erklärt statt erschreckt.
Die Vertrauen wachsen lässt – nicht Angst.
Denn Sicherheit entsteht nicht durch immer mehr Kontrolle.
Sondern durch Wissen, Beziehung und Zugewandtheit.







📸by

Stillen – Nähe, die nährt. Für dein Baby. Für dich.Stillen beginnt oft ganz leise.Mit Haut auf Haut.Mit einem suchenden ...
28/12/2025

Stillen – Nähe, die nährt. Für dein Baby. Für dich.
Stillen beginnt oft ganz leise.
Mit Haut auf Haut.
Mit einem suchenden Mund.
Mit einem Körper, der instinktiv weiß, was zu tun ist.
Für dein Baby ist Stillen Ankommen.
Muttermilch passt sich ihm an –
sie stärkt sein Immunsystem, schützt vor Infekten
und unterstützt die Reifung von Darm, Gehirn und Nervensystem.
Doch noch bevor all das messbar wird,
spürt dein Baby etwas anderes:
deinen Herzschlag.
deine Wärme.
deine Nähe.
Stillen schenkt Sicherheit – immer wieder.
Für dich als Mutter ist Stillen ebenfalls ein Prozess.
Dein Körper unterstützt die Rückbildung der Gebärmutter,
Blutungen können schneller abklingen,
und langfristig sinkt das Risiko für Brust- und Eierstockkrebs.
Gleichzeitig entsteht beim Stillen Bindung.
Oxytocin fließt.
Momente der Ruhe entstehen –
kleine Inseln im oft stürmischen Wochenbett.
Und doch darf gesagt werden:
Stillen ist nicht immer leicht.
Es darf schmerzen.
Es darf müde machen.
Es darf Fragen aufwerfen.
Stillen ist kein Beweis von Stärke.
Kein Muss.
Kein Versprechen auf Glück.
Aber es kann ein Weg sein,
der nährt – körperlich und emotional.
Der verbindet.
Der heilt.
Und wenn dieser Weg Unterstützung braucht,
dann ist das kein Scheitern,
sondern Fürsorge.
Was zählt, ist nicht, wie lange du stillst.
Sondern dass du dich gesehen fühlst.
Und dein Baby gehalten.
Stillen ist Liebe.
Nicht Stillen aber auch.❤️






📸by

Liebe Familien,zum Jahresende möchten wir herzlich Danke sagen – für euer Vertrauen und für die vielen Begegnungen, die ...
24/12/2025

Liebe Familien,

zum Jahresende möchten wir herzlich Danke sagen – für euer Vertrauen und für die vielen Begegnungen, die unser Jahr geprägt haben.

Auch in diesem Jahr durften wir viele Familien während der Schwangerschaft und im Wochenbett begleiten. Diese Nähe und das gemeinsame Unterwegssein sind für uns immer wieder etwas Besonderes.

Neu entstanden sind in diesem Jahr unsere Spezial-Milchbar-Stunden, die wir gemeinsam mit Kinderzahnärztin Dr. Andrea Westermann und Ernährungsberaterin Claudia Mariani gestalten durften. Der offene Austausch und die wertvollen Gespräche haben uns sehr gefreut – deshalb werden wir dieses Angebot auch im kommenden Jahr weiterführen.

Ein weiterer besonderer Moment war unsere 5-Jahr-Feier, die uns dankbar auf das bisher Gewachsene zurückblicken liess.

Mit Blick auf das neue Jahr freuen wir uns über Veränderungen und Kontinuität zugleich: Ab Januar unterstützt uns Theresa Elser in der Wochenbettbetreuung.
Patrizia Piattella bleibt weiterhin ein wichtiger Teil unserer Arbeit und wird auch im kommenden Jahr einige unserer Kurse anbieten.
Zudem wird Ulrike Hämmerli, Osteopathin, auch im neuen Jahr jeweils mittwochs in unserer Praxis tätig sein.

Wir wünschen euch und euren Familien eine ruhige, lichtvolle Weihnachtszeit und einen guten Start ins neue Jahr – und sind gespannt, was 2026 bringen wird.

Herzlich
Hebammen am See GmbH
https://www.hebammenamsee.ch/

Inzwischen gibt es Apps für alles.Für den Schlafrhythmus, für Stillabstände, für Entwicklungsschritte, für jedes Gluckse...
27/11/2025

Inzwischen gibt es Apps für alles.
Für den Schlafrhythmus, für Stillabstände, für Entwicklungsschritte, für jedes Glucksen und jedes Stirnrunzeln unserer Kleinsten.
Sie erinnern uns daran, wann ein Baby müde „sein sollte“ – wann es schlafen müsste oder wie lange es noch bis zur nächsten Mahlzeit „dauert“.
Als Hebammen begleiten wir jeden Tag Familien, die müde sind.
Erschöpfte Eltern, die sich nach einer einzigen durchgeschlafenen Nacht sehnen.
Nach einem Moment Ruhe.
Nach Orientierung.
Und wir verstehen das – zutiefst.
Natürlich greifen wir in solchen Momenten gern zu Hilfsmitteln. Natürlich darf man sich Unterstützung wünschen. Technik kann entlasten, Struktur geben, Chaos sortieren.
Und doch erschreckt es uns manchmal.
Weil wir sehen, wie der Blick vom Kind wegwandert.
Wie Eltern nicht mehr auf das lauschen, was ihr Baby ihnen zeigt –
sondern auf das, was das Handy ihnen sagt.
Da sitzt ein kleiner Mensch vor uns, der überdeutlich zeigt, was er braucht: Nähe. Nahrung. Schlaf. Trost. Kontakt.
Und neben diesem kleinen Wesen leuchtet ein Display, das behauptet: „Es ist noch nicht wieder so weit.“
Doch doch.
Das Baby sagt es längst.
Wir dürfen nicht vergessen, was uns Menschen ausmacht:
Fühlen. Wahrnehmen. Intuition. Verbindung.
Dieses tiefe, uralte Wissen, das entsteht, wenn wir einander anschauen, berühren, atmen, hören.
Etwas, das keine App der Welt ersetzen kann.
Technik darf begleiten.
Aber sie darf niemals führen.
Denn der wahre Kompass sitzt nicht im Handy –
er sitzt in uns.
In unseren Herzen, in unserem Bauchgefühl, in unserer uralten Fähigkeit zu lieben.
Technik ist gut. Fortschritt ist wichtig.
Aber es gibt etwas, das wir nicht verlieren dürfen – etwas, das uns von Robotern und KI unterscheidet:
unsere Fähigkeit, einander wirklich zu sehen.
Mit Herz, mit Empathie, mit echtem Kontakt.
Lasst uns also all diese digitalen Helfer nutzen – aber nicht anstelle unseres Bauchgefühls.
Nicht statt des Blicks auf unser Kind.
Nicht statt dieser feinen, lebendigen Verbindung, die nur zwischen Menschen entstehen kann.
Lasst uns unsere Intuition bewahren.
Lasst uns lernen, unseren Babys zuzuhören – und uns selbst.
Lasst uns das nicht entgleiten.
📸by

Am Anfang steht die Liebe.Zwei Menschen begegnen sich, wachsen zusammen, teilen Träume, Hoffnungen, Pläne.Und irgendwann...
28/10/2025

Am Anfang steht die Liebe.
Zwei Menschen begegnen sich, wachsen zusammen, teilen Träume, Hoffnungen, Pläne.
Und irgendwann entsteht der Wunsch, diese Liebe sichtbar, greifbar, lebendig werden zu lassen – in einem Kind.
Das kleine Wunder, das die Krönung der Liebe sein soll.
Und dann kommt dieses Kind – und mit ihm eine völlig neue Welt.
Nichts ist mehr, wie es war.
Der Rhythmus des Lebens verschiebt sich, die Nächte werden kürzer, die To-do-Listen länger, die eigenen Bedürfnisse treten oft in den Hintergrund.
Man ist erfüllt, überwältigt, müde, überfordert, dankbar, verliebt – alles gleichzeitig.
Mit der Geburt eines Kindes wird nicht nur ein neues Leben geboren,
sondern auch eine neue Mutter, ein neuer Vater, eine neue Familie.
Doch in diesem großen Wandel bleibt oft etwas auf der Strecke: das Paar.
Das „Wir“, das einmal leicht und selbstverständlich war, muss sich neu finden.
Die Gespräche drehen sich um Stillrhythmen, Kinderarzttermine, Schlafpläne.
Zärtlichkeit weicht manchmal Erschöpfung, Nähe wird ersetzt durch Funktionieren.
Und doch ist genau dieses „Wir“ die Basis, auf der alles ruht.
Denn eine Familie entsteht nicht nur aus Eltern und Kind –
sie wächst aus der Verbindung zweier Menschen, die sich lieben, achten und füreinander da sind.
Paar zu bleiben, während man Eltern wird, ist keine Selbstverständlichkeit.
Es ist ein Prozess.
Ein sich immer wieder Finden, ein bewusstes Innehalten, ein liebevolles Erinnern daran, wo alles begonnen hat.
Wir Hebammen erleben diesen Wandel hautnah mit.
Wir sehen, wie stark, wie verletzlich, wie tief die Liebe in dieser Zeit sein kann.
Und wir möchten euch daran erinnern:
Ihr seid mehr als Mama und Papa.
Ihr seid zwei Menschen, die sich einmal füreinander entschieden haben –
und diese Entscheidung darf auch jetzt, mitten im Chaos des Familienalltags, Raum bekommen.
Schenkt euch Momente der Nähe, kleine Gesten, ehrliche Worte.
Redet miteinander, auch wenn ihr müde seid.
Hört einander zu, auch wenn es schwerfällt.
Liebt euch, auch wenn alles anders geworden ist.
📸by

„Aber ich hab auf Instagram gelesen …“Hören wir immer mal wieder.Wir finden es toll, wie viele (werdende) Eltern sich he...
14/10/2025

„Aber ich hab auf Instagram gelesen …“

Hören wir immer mal wieder.

Wir finden es toll, wie viele (werdende) Eltern sich heute informieren, lesen, vergleichen, dazulernen wollen.

Wissen ist wichtig – keine Frage.

Und auch gibt es online viele inspirierende Accounts, hilfreiche Tipps und gute Impulse.

Aber: Nicht alles, was gut klingt, ist auch gut geprüft.

Und nicht jeder, der laut spricht, hat auch Tiefe.

Das Internet hat viele Antworten.

Wir erleben immer wieder, dass Empfehlungen von selbsternannten „Experten:innen“ kursieren – oft nach einem Wochenendkurs oder einer kurzen Fortbildung. Und plötzlich klingt eine Susi_1295* überzeugender als das, was wir Hebammen nach Jahren der Ausbildung/Studium, praktischer Erfahrung und täglicher Begleitung sagen.

Da wird dann ein kurzer Post oder ein Reel zur neuen Wahrheit – und unser Fachwissen zur Meinung unter vielen.

Für uns Hebammen kann das manchmal echt frustrierend sein, vor allem aber sehen wir, wie schnell Eltern durch die vielen verschiedenen Meinungen und Informationen verunsichert werden.

Wir sehen, wie das eigene Bauchgefühl ins Wanken gerät, weil sich plötzlich alles widerspricht.

Und wie schwer es wird, den eigenen Weg zu finden.

Hebammen wollen nicht belehren.
Hebammen begleiten.

Mit echter Expertise, mit Ruhe, mit Zeit –
und mit einem offenen Ohr.

Ganz individuell. Nah an Frau, Kind und Familie.

Und vor allem: auf Augenhöhe.







📸 by

Wir sehen es so oft:Eltern, die mit allem, was sie haben, versuchen, es richtig zu machen.Die sich fragen, warum ihr Bab...
08/10/2025

Wir sehen es so oft:
Eltern, die mit allem, was sie haben,
versuchen, es richtig zu machen.
Die sich fragen, warum ihr Baby nicht „einfach schläft“.
Warum es abends weint.
Warum sie sich so erschöpft fühlen,
obwohl sie doch „nur zuhause“ sind.

Aber die Wahrheit ist:
Es ist einfach streng.

Die ersten Wochen – manchmal auch Monate – sind kein sanfter Start.
Sie sind ein Ausnahmezustand.
Eine körperliche und emotionale Grenzerfahrung,
auf die niemand wirklich vorbereitet ist.

Du kannst dein Baby nicht ändern.
Es braucht, was es braucht: Nähe, Wärme, dich.

Was du verändern kannst, sind die Umstände:

Du darfst Hilfe annehmen – von der Familie, von Freund*innen, von Nachbarn.
Du darfst sagen, dass du müde bist.
Du darfst Besuch absagen, wenn du keine Kraft hast.
Du darfst Tiefkühlpizza essen statt frisch kochen,
weil gerade anderes wichtiger ist.
Du darfst die Wäsche liegen lassen
und tagsüber schlafen.
Du darfst dein Handy ausschalten
und die Welt kurz draußen lassen.
Du darfst das Chaos stehen lassen,
wenn dein Kopf nach Ruhe schreit.

Es geht nicht darum, stark zu bleiben.
Es geht darum, weich zu bleiben –
für dich und dein Kind.

Annehmen, dass die Nächte lang sind, bedeutet nicht, dass du sie schön finden musst.
Es bedeutet nur, dass du aufhörst, gegen das anzukämpfen, was gerade ist.

Und genau dort, im Annehmen,
entsteht manchmal ein kleines bisschen Frieden.

Es muss nicht leichter werden.
Es darf einfach nur leichter zu tragen sein.



5 Jahre Hebammen am SeeAls wir – Katrin und ich (Kristin) – vor fünf Jahren im Untervogthaus gestartet sind, wussten wir...
02/10/2025

5 Jahre Hebammen am See

Als wir – Katrin und ich (Kristin) – vor fünf Jahren im Untervogthaus gestartet sind, wussten wir nicht, wohin unsere Reise führen würde. Und wir wussten auch nicht, wie sich unsere Zusammenarbeit entwickeln würde.

Heute wissen wir: Wir arbeiten unglaublich gerne zusammen. Auf Augenhöhe, mit Vertrauen, Herzblut und Leidenschaft. Gemeinsam.

In diesen fünf Jahren ist viel passiert: Wir durften unzählige Familien auf ihrem Weg ins Elternsein begleiten – in der Schwangerschaft, im Wochenbett, in der Stillzeit und darüber hinaus. Wir haben zugehört, beraten, unterstützt, Mut gemacht, mitgelacht und manchmal auch mitgeweint. Jede Begegnung, jede Geschichte und jedes kleine Wunder hat uns berührt und erfüllt.

Nach einigen Monaten im Untervogthaus stand für uns fest, dass wir mehr Platz brauchen würden. Im Mai 2021 war es dann so weit: Wir zogen in unsere eigenen Räume nach Stäfa. Dort haben wir einen Ort gefunden, der nicht nur mehr Raum bietet, sondern auch genau zu uns passt – ein Ort für Begegnung, Vertrauen und wertvolle gemeinsame Zeit.

Unsere Arbeit zeigt uns immer wieder, wie wichtig Nähe, Vertrauen und ein gutes Miteinander sind. Dass wir dabei nicht nur Familien wachsen sehen, sondern auch selbst gemeinsam gewachsen sind, macht uns besonders glücklich.

Anfang September haben wir dieses besondere Jubiläum mit vielen von euch gefeiert – mit Menschen, die wir begleiten durften und die Teil unserer Geschichte geworden sind. Danke für euer Vertrauen, eure Offenheit und all die besonderen Momente, die wir mit euch teilen durften. Ohne euch gäbe es „Hebammen am See“ nicht so, wie es heute ist.

Ein ganz besonderes Highlight unseres Festes war unsere Tombola: Dank eurer grossartigen Unterstützung konnten wir dabei 1’000 CHF für die wertvolle Arbeit der SpitalClowns sammeln.

Ein herzliches Dankeschön geht auch an alle Sponsoren der Lospreise, die mit ihren tollen Beiträgen dazu beigetragen haben, diese Aktion überhaupt möglich zu machen.
Danke .ch , , .ch , .ch , ,

Auf viele weitere Jahre voller Leben, Lachen, Liebe, Zusammenhalt, neuer Ideen.

Adresse

Seestrasse 64
Stäfa
8708

Öffnungszeiten

Montag 08:00 - 18:00
Dienstag 08:00 - 18:00
Mittwoch 08:00 - 18:00
Donnerstag 08:00 - 18:00
Freitag 08:00 - 18:00

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