21/11/2025
Bewegung wird noch immer oft unterschätzt.
Bei AD(H)S ist nicht zu wenig Dopamin enthalten, sondern es wird zu rasch wieder abgebaut und kommt deshalb bei der gegenüberliegenden Nervenzelle nicht an. Mit Sport und Bewegung kann der Botenstoff erhöht werden und somit ist die Chance höher, dass mehr davon in die Nervenzelle übertragen werden kann.
Regelmässige und gesunde Ernährung hilft die Aufmerksamkeitsspanne aufrecht zu erhalten. Es kann jedoch schnell passieren, dass es vergessen geht zu essen. Der später einsetzende Heisshunger ist vor Allem so intensiv, weil der Dopaminmangel so stark spürbar wird. Es kann passieren, dass abends, nachdem viel Energie gebraucht wurde, ein Dopaminloch entsteht und das mit Essen ausgeglichen wird. Deswegen lieber über den Tag verteilt regelmässig essen. Wenn’s hilft - ein Erinnerungswecker stellen!
Sexualität ist mehr als körperliche Nähe – sie aktiviert das Belohnungssystem unseres Gehirns. Dabei wird Dopamin freigesetzt, das uns euphorisch, verbunden und lebendig fühlen lässt.
ABER!:
Je nach AD(H)S Ausprägung sind diese natürlichen Dopamin ausschüttenden Aktivitäten nicht ausreichend, um den Leidensdruck nachhaltig zu mindern.
Um einen Umgang mit den Herausforderungen zu finden, ist es oft einfacher und nachhaltig wirkungsvoller eine medikamentöse Therapie in Anspruch zu nehmen, damit die Botenstoffe genügend vorhanden sind! Immer in Kombination mit einer Verhaltenstherapie /Coaching um sich Strategien anzueignen.
Ich distanziere mich von Aussagen wie zB:
“Du brauchst einfach mehr Bewegung, dann geht das schon mit deiner AD(H)S.