03/02/2026
Ablehnende Haltung der Gesundheitsdirektion vor Regierungsratsentscheid – was heisst das jetzt?
🔹 Elf Aktionärsgemeinden und die GZO AG Spital Wetzikon haben beim Kanton ein Gesuch eingereicht: Eine Kantonsgarantie über 50 Millionen Franken soll der GZO AG Spital Wetzikon dazu verhelfen, Gelder zu marktüblichen Konditionen am Kapitalmarkt für die Fertigstellung des Neubaus aufzunehmen. Im Vergleich zum Antrag, den der Regierungsrat im März 2024 abgelehnt hat, ist die beantragte Summe deutlich reduziert und die Garantie grundpfandrechtlich besichert.
👉 Hier geht’s zur ganzen Medienmitteilung: www.gzo.ch/ueber-uns/presse/details/11-aktionaersgemeinden-und-gzo-ag-spital-wetzikon-stellen-antrag-an-regierungsrat-fuer-eine-kantonsgarantie-ueber-50-millionen-franken
🔹 Die Gesundheitsdirektion hat heute in den Medien bekräftigt, dass es nicht Aufgabe des Kantons sei, das GZO bei der Fertigstellung des Neubaus zu unterstützen. Was bedeutet diese Aussage fürs GZO? Andreas Mika, Verwaltungsratspräsident der GZO AG Spital Wetzikon, nimmt Stellung:
🗨️ «Wir bleiben zuversichtlich, dass der Gesamtregierungsrat die Haltung überdenkt. Es geht um einen Grundsatzentscheid, der die Gesundheitsversorgung im gesamten Kanton beeinflusst. Die Infrastruktur anderer Spitäler im Kanton ist aus den 70er-Jahren und erneuerungsbedürftig. Auch sie müssen in absehbarer Zeit investieren. Da Regionalspitäler ohne Staatsgarantie oder finanzstarke Eigentümer nicht kapitalmarktfähig sind, droht ein schleichender Zerfall der Infrastruktur der Gesundheitsversorger. Im Umkehrschluss könnten sich finanzstarke Gemeinden künftig mehr Gesundheitsversorgung leisten als finanzschwache.
🗨️ Bei einem Nein der Regierung müsste das GZO seinen Betrieb im Altbau fortführen, was grundsätzlich möglich, aber ökonomisch und ökologisch wenig sinnvoll ist.
🗨️ Das GZO hat seine Hausaufgaben sehr wohl gemacht. Das zeigen auch aktuelle Zahlen. Die Patientenzahlen haben im Vergleich zum Vorjahr (2024) deutlich zugenommen: Das Wachstum beträgt ambulant +3.6 % und stationär +4.3 %. Es zeigt sich, dass sich der Betrieb vom schwierigen ersten Jahr der Nachlassstundung erholt und wir den Businessplan einhalten können trotz der herausfordernden Situation. Zudem haben die Gemeinden der Kapitalerhöhung grossmehrheitlich zugestimmt, die Gläubiger verzichten bei einem Schuldenschnitt auf viel Geld und eine Bank wäre grundsätzlich bereit, mit Kantonsgarantie die Fertigstellung des Neubaus zu finanzieren.»