06/04/2026
Mikroplastik ist überall
Seit den 1950er-Jahren ist die weltweite Kunststoffproduktion regelrecht explodiert. Dabei gelangen mikroskopisch kleine Plastikpartikel, sogenannte Mikro- und Nanoplastikpartikel, in die Umwelt. Sie entstehen beim Abbau größerer Kunststoffteile und sind mittlerweile nahezu überall nachweisbar: am Meeresgrund in über 10.000 Meter Tiefe, in den Gletschern das Himalayas- und sogar in den Wolken.
Mikroplastik im Körper: Ein unterschätztes Risiko?
Diese winzigen Partikel gelangen über verschiedene Eintrittspforten wie Lunge, Darm oder Haut in den Körper. Auch die chemische Zusammensetzung der Mikroplastik-Partikel bereitet Forschern Sorgen. Viele dieser Teilchen enthalten toxische Substanzen oder nehmen Schadstoffe aus ihrer Umgebung auf.
Wasser, Bier und Limonade sind teils stark belastet
Ein wesentlicher Aufnahmeweg von Mikroplastik beim Menschen sind Lebensmittel, speziell Getränke. Untersuchungen haben belegt, dass Leitungs- als auch Flaschenwasser sowie zahlreiche Nahrungsmittel wie Gemüse, Obst, Fleisch, Eier, Tee oder Reis mit Mikroplastik belastet sein können.
Getränke aus Glasflaschen sind stark belastet
Ausgerechnet Glasflaschen, die als umweltfreundliche und saubere Alternative zu Plastikflaschen gelten, wiesen teils deutlich höhere Mikroplastikwerte auf als ihre Pendants aus Kunststoff oder Metall. Wie kann das sein?
Wahrscheinlich entstehen die Partikel durch mechanische Reibung während der industriellen Lagerung und des Abfüllprozesses. Die dabei freigesetzten Kunststoffpartikel können schließlich in das Getränk gelangen.
Mikroplastik ist allgegenwärtig- doch das Risiko bleib unklar
Mikroplastik ist inzwischen allgegenwärtig. Wie gefährlich diese Partikel tatsächlich für die menschliche Gesundheit sind, lässt sich derzeit noch nicht abschließend sagen. Es fehlen belastbare toxikologische Langzeitdaten.