06/03/2026
Wir setzen Zeichen ☝ für die Schweizer , nicht nur im klinischen Alltag, sondern auch über Austausch und Wissensvermittlung. Mit fast 150 Teilnehmenden vor Ort war das gestrige 5. Nordwestschweizer Suchtsymposium von PDAG und Universitäre Psychiatrische Kliniken UPK Basel wieder ein voller Erfolg.
Mit der jährlich stattfindenden Veranstaltung schlagen wir die Brücke zwischen aktueller Forschung und klinischer Versorgung. Im Fokus standen dieses Jahr die kritischen Themen Stigmatisierung und Versorgungslücken. Dr. med. Sven Speerforck vom Universitätsklinikum Leipzig AöR beleuchtete die Entstehung stigmatisierender Strukturen im Gesundheitssystem, während Dr. med. Louise Penzenstadler vom HUG - Hôpitaux Universitaires de Genève zeigte, wie wir durch aufsuchende Behandlungskonzepte die Erreichbarkeit für Menschen mit komplexen Konsummustern erhöhen.
"Gute Suchtmedizin zeigt sich nicht nur in wirksamer Behandlung, sondern auch dabei, ob wir Menschen tatsächlich erreichen", fasst Dr. med. Eva-Maria Pichler, Leiterin des Zentrums für Abhängigkeitserkrankungen der PDAG, zusammen. "Der Austausch im Suchtnetzwerk zwischen Forschung und Praxis ist dafür sehr wichtig."
Prof. Dr. med. Marc Vogler, Chefarzt am Zentrum für Abhängigkeitserkrankungen der UPK ergänzt: "Stigma führt zu Marginalisierung. Und gerade randständige Menschen werden von den meisten unserer Behandlungsangebote kaum erreicht. Innovation ist daher gerade in Bezug auf die Behandlungssettings gefragt."
Ein herzliches Dankeschön gilt allen Teilnehmenden für die lebhaften Diskussionen sowie unseren Referierenden für die wertvollen Einblicke. Wir freuen uns bereits auf das nächste Jahr.