06/04/2026
Fettgewebe wird oft nur als Problem gesehen. Doch es ist ein hormonaktives Organ. Gerade in den Wechseljahren übernimmt es eine wichtige Rolle:
Es produziert Estron - das dominierende Östrogen nach der Menopause.
Das bedeutet: Zu wenig Körperfett kann die hormonelle Anpassung erschweren. Ich sehe in der Praxis immer wieder, dass Frauen mit einem sehr geringen Körperfettanteil stärkere Beschwerden haben in den Wechseljahren.
Andererseits kann ein Zuviel - vor allem an Bauchfett - hormonelle Prozesse dysregulieren.
Es geht also nicht um „weniger ist besser“. Sondern um Balance. Um Stoffwechselgesundheit. Um ein System, das regulieren kann. Vielleicht dürfen wir auch beginnen, unser Bild vom Körper neu zu denken. Ein Körper der stark, stabil und gut versorgt ist, ist das Ziel. Nicht einfach dünn um jeden Preis.
Was dich dabei unterstützt: Regelmässige, nährende Mahlzeiten mit ausreichend Protein und gesunden Fetten (bitte nicht nur pflanzlich), ein stabiler zirkadianer Rhythmus, Bewegung, die deinen Stoffwechsel stärkt und keinen chronischen Stress für deinen Körper bedeutet, sowie sanftes Krafttraining. Dauer-Stress ist Gift für deine Hormone und kann zu Bauchfett beitragen, ebenso joggen morgens auf leeren Magen.
Denn dein Körper braucht keine Extreme. Er braucht Bedingungen, in denen er gut arbeiten und regulieren kann. Wenn dich das Thema anspricht, schreib mir 🫶🏼.