19/04/2026
Nika kommt aus dem weiten Russland. Ich selbst war schon 1,5 Jahre auf der Suche nach einer Samojedin die in mein Rudel und Alltag passt. Am 8.1.2020 wollte ich eine Serie auf BBC schauen und hatte etwas zufrüh eingeschalten, so dass noch die Nachrichten liefen. Da hiess es, dass die Flughäfen per sofort geschlossen seien. Obwohl ich selbst weder fliege noch irgend bezug zu diesen News hatte. War da so ein "es kommt was" Gefühl. Am nächsten Tag erhielt ich von der damaligen Zuchtwartin der Samojeden bei uns in der Schweiz, die Anfrage ob ich noch immer eine Hündin suchen würde. Nachdem ich dies bejate bekam ich den Kontakt von Nika's Nanny bzw. Der Hebamme von Nikas Mamma(manche nennen so Menschen Züchter-doch wer das wirklich fürs Hundewohl macht, ist weit mehr als das) Nika war schon ausreiseparat. Eine Familie in England war für sie auserlesen. Doch keine Flüge=kein England für Nika. Zu dem Zeitpunkt war Nika knapp 18 Wochen alt. Online haben wir Menschen von Welpen-Nanny zu Welpenaufzieher uns gegenseitig geprüft und ausgefragt. Videos und Fotos all unserer Hunde ausgetauscht und noch schneller als bei uns Menschen eine Freundschaft wuchs, spürte ich sofort "das ist sie, dieses Mädel gehört zu uns". Intensive 2 Wochen später, die voller Organisation für den Einflug waren, da die Grenzen für Autos zu waren. Flog sie endlich ein. Als ich sie aus ihrer Flugbox holen durfte, schmiegte sie sich sofort an mich und von da an waren wir unzertrennlich. Instant vertrauen. Ich durfte nich Mal das Auto einladen denn eine liebe Freundin, die mitkam damit ich auf Nika schauen kann bei der Heimfahrt und sie Fahren, erkannte auch, dass Nika sofort nervös wurde wenn ich aus ihrem Sichtfeld war. So setzte ich mich zu Nika, die sich an mich kuschelte und ruhig zusah wie das Auto eingeladen wurde. Zuhause durfte sie da meine anderen 3 Mädels kennenlernen. Jade meine damals jüngste, die selbst Mama ist hat die Kleine Nika sofort adoptiert. Dashka, Jades Mami fand auch sofort Freude an der Kleinen und die alte Bijou wurde innert 2 Wochen von Nika geknackt. Nika gliederte sich ein als ob sie bei uns geboren worden wäre. Schaffte eine Bindung wie ich sie zuvor nur von Jade kannte, die in meiner Stube zur Welt kam. Doch als Lockdownwelpe kannte sie manche Dinge trotz ihrer 20 Wochen noch nicht. Dank der liebevollen und kompetenten Aufzucht, konnten wir diese Erfahrungen aber trotzdem super zusammen meistern, weil ihre natürliche Neugier immer unterstützt wurde, so dass die gefährlichen Robidogkästen schnell nicht mehr angebellt werden mussten. Während Nika heranwuchs und das Leben lebte, fand ich in den Sozialen Medien Tiere die mit Sprechtasten kommunizieren. Zuerst belöchelte ich es und hab es als "Party-Trick" abgetan. Doch als Hundenarr der ich bin musste ich es doch genauer wissen. So fand ich nicht nur Erklärungen dazu sondern auch Studien die sich mit der Sprachentwicklung von Tieren und besonders von Hunden und Katzen auseinandersetzten. Ein Forschungsteam arbeitet mit solchen Sprechtasten! So kam es, dass ich 3 solche Sprechtasten besorgte und meinen 4 Ladies hinlegte. Ich war völlig frei-wer damit beginnen würde. Interesse zeigten sie alle. Da ich keine Leckerlies damit nutzen wollte und da ich ein paar Mal Worte austauschte, dauerte es etwas länger al ein paar Monate, bis die Tasten genutzt wurden. Mir war es wichtig, dass es wirklich auf Sprachentwicklung und nicht auf Guuziebelohnung aufgebaut wird. Innert eines Jahres waren Dashka und Bijou wenig interessiert und Jade und Nika konnten schon Bedürfnisse äussern wie "Piesi machen", "Kuscheln" und "Raus gehen". So baute ich das Sprechbrett rechts für Nika und Links für Jade aus. Bald jedoch hatte Nika so viele Wörter mehr gelernt, dass Jade aufhörte das Brett regelmässig zu nutzen. Es wurde Nikas Sprechbrett, welches gelegentlich auch von den anderen 3en genutzt wurde. Nika's Motivation sind nebst der gewonnenen Autonomie und das Verstanden werden auf einer weiteren Ebene-neue Wörter. Sie liebt es mich vollzu quasseln und zu moderieren, was ich oder wir gerade so im Alltag machen. Wir Menschen unterschätzen Hunde regelmässig, dass war mir schon immer bewuss...obwohl ich dies zuvor schon wusste, wurde mir erst durch Nikas sprechen klar, wie sehr. Komplexe Gedankengänge, Beobachtungen..sogar Zeitformen nutzt sie. Das erste Mal wurde mir bewusst wie aufmerksam sie ist, als ich bemerkte, dass sie immer dann die Taste "hunger" radom (ich dachte radom..but it wasnt) brauchte, wenn ich zu wenig oder noch gar nichts gegessen hatte! Das selbe mit Trinken und ja auch wenn ich schon lange auf WC sollte aber immer noch was anders wuselte. Natürlich kommentiert und erklärt sie auch für und über die anderen 3 Mädels. Als dann Bijou mit 16 Jahren starb, konnte Nika mit ihren Tasten ihrer Trauer ausdruck geben. Sie sagte immer wieder, dass Bijou fertig sei. Einige Tage ging das so, bis sie damit abgeschlossen hatte. Als sie ihre Pfote verletzte an einem scharfen Stein, konnte sie mit Hilfe der Tasten bestimmen Wann sie den Wundverbandswechsel wollte und sagen ob sie noch Schmerzmittel brauchte oder "Aua, fertig" war. Natürlich gibt es auch mir die Möglichkeit ihr Dinge und Situationen so erklären zu können, dass sie sie vorher greifen kann und nicht erst in der Situation. Als Jade eine Granne neben ihrem Rektum hatte und diese weder Schmerz noch sonst was anzeigte. Sagte mir Nika immer wieder "Kageln, aua" ich kontrollierte ihr After und Region immer wieder und fand nichts. Dann sagte sie mir nach etwas mehr als 1er Woche"Jade, Kageln, aua" und da erst kam mir in den Sinn bei den anderen zu schauen und da war es. Jade hatte schon einen Abszes durch die Granne. Aber dank Nika war es trotzdem genug früh, so dass beim 2. Spülen des Abszesses die Granne im Eiter eingewickelt raus kam. Übrigens auch da.. Jade zeigte keinerlei bis ganz subtil Schmerz während, nach oder vor der Behandlung. Da ist Jade ja nicht ein Einzelfall, viele Hunde und auch Katzen verheimlichen ihren Schmerz. Dies war einer der Gründe weswegen ich mit den Tasten startete. Auch Dashka starb in hohem Alter und auch da war Nika die es wieder mit den Tasten verarbeitete. Dieses Mal mit mehr Worten, da sie inzwischen mehr Worte kannte. Sie sagte, dass sie nicht mehr mit Dashka reden könne. Auch wieder "Dashka, fertig". Seit 3 Jahren hat sie die Tasten, sie hat über 40 Wörter die sie fliessend nutzt in unterschiedlichen Zeitformen, indem sie "später", "morgen" und "gewesen" nutzt und hilft dabei nicht nur mir sie noch besser zu verstehen, selbst Konsens geben zu können und eine noch engere Bindung zu haben. Nein sie hilft so vielen anderen Menschen zu erkennen, wie komplex Gedankengänge unserer Tiere sein können und viel zu oft, zeigt sie, dass vermeintliches Gebrabbel eben doch differenziertes Kommunizieren war..nur ich-der Mensch-brauchte länger es zu verstehen. Jean de Carvalho
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